Das Migräne Projekt

Eine die auszog, ihre Migräne zu besiegen

Tag 2

Autsch. Mein Kopf bläst sich zu einem wild pochenden Zeppelin auf und ich liege geplättet im Bett. Ich merke, dass doch was dran ist an den chronisch entzündeten Blutgefäßen, ich sehe sie regelrecht vor mir, diese Stränge, die durch meinen Kopf gehen und sich entsetzt weiten, wo nichts mehr da ist, was sie in Form hält. Kein Kaffee, keine Tabletten. Ich beschließe, doch keine Triptane zu nehmen und den von Dr. Buchholz angekündigten und empfohlenen Entzug in Kauf zu nehmen.

Zwei Stunden später gibt es nur noch Schmerz und Atmen in meinem Leben, ersteres ist vor allem da, zweiteres versuche ich mit Mühe und Not aufrecht zu erhalten. Christiane F. kommt mir in den Sinn. Mann, denke ich, wie gut, dass ich nie Drogenabhängig war.  Hahaha, lacht eine Stimme in mir, was glaubst, du, was Kaffee ist und was glaubst du, warum du gerade so elend da rum röchelst. Coffein ist ein Alkaloid und damit eine psychoaktive Droge. Absetzen kann zu Entzugserscheinungen führen.

4 Antworten zu “Tag 2

  1. Tom September 29, 2016 um 00:35

    Ich Habe 14 Tage Entzug gemacht und der Schmerz wurde keinesfalls weniger !
    Ich hätte auch icht länger durchgehalten, da ich kein Kortison zur Erleichterung nehmen darf.
    Also am Tag 15 wieder Triptan.
    So leicht ist es eben oft doch nicht.

    • Violetta September 29, 2016 um 12:56

      Nein, es ist nicht leicht. Ganz bestimmt nicht. Wenn du denkst, dass du zu viele Triptane nimmst und einen Medikamentenübergebrauchskopfschmerz hast, welchen du alleine nicht in den Griff bekommst, dann gibt es Alternativen. Eine, die mir spontan einfällt wäre, in einer Kopfschmerzklinik vorstellig zu werden. Auch wenn die mit ihren Behandlungen und Prophylaxen oft schmalspurig sind, habe ich von vielen Migränikern gehört, die dort erfolgreich ihren Medikamentengebrauch resettet haben. Liebe Grüße!

      • Tom September 29, 2016 um 23:46

        Moin,
        bin schon ambulant in Kiel gewesen. Dortiger Aufenthalt ist eh auf 14 Tage begrenzt.
        Prophylaxen habe ich fast alles durch, ohne Erfolg.
        Den Status der chron. Migräne habe ich inzwischen, so das mir dort eine Botox Therapie angeboten wurde.
        Ich zögere noch…

      • Violetta September 30, 2016 um 18:04

        Ja, verstehe ich dein Zögern. Bei manchen, so höre ich, hilfts ganz gut, bei manchen auch nicht. Ich empfehle mal mögliche Lebensmtteltrigger zu testen, z.B. die klassischen wie Tyramin, Süßstoffe etc, aber auch Schwefel. Einfach mal ne Zeit lang die Diät ändern ist leicht und ohne Arzt machbar. Hilft nicht bei allen, aber bei mir und vielen anderen, die ich kenne, große Erleichterung gebracht. Zufällig gerade gefunden: Hier ist ein interessanter Artikel über Botox von einem sehr guten amerikanischen Kopfschmerzarzt, Dr. Mauskop.

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