Das Migräne Projekt

Eine die auszog, ihre Migräne zu besiegen

Tag 3

Weiter im Bett liegen und röcheln. Mein Kopf ist heiss, als ob ich Fieber hätte. Der Superhund hat Langeweile und stubst mich mit seiner nassen, kalten Nase. Ich drehe mich nur stöhnend herum und ignoriere ihn. Ich stelle mir vor, dass nach allen Qualen alles gut wird und meine Migräne auf fast nichts zusammenschrumpft. Nur so lässt sich dieses Elend ertragen. Gute Güte, was haben die Menschen früher ohne Medikamente gemacht? Es gibt diese Familiengeschichte über meine Urgroßmutter, die ständig mit einem Essiglappen auf dem Kopf im Bett lag. Meine Mutter hat sich mehrmals die Woche mit einem Coffein-Mischpräparat weitergeholfen. Sie hat ihre Dosis “kontrolliert”, indem sie sie immer nur in geviertelten Tablettenmengen erhöht hat. Als ich sie das letzte mal ansprach, war sie bei über 6 Tabletten pro Einnahme. Ich überlebe seit Jahren nur mit Triptanen. Es soll da dieses vererbbare Migräne-Gen geben, ich glaube da sofort dran.

Wie dem auch sei, ich halte durch, indem ich mir das bessere Leben vorstelle, das nach all diesem Elend auf mich wartet. Ich muß nur dran glauben. Mit dieser Art Verzweiflungsglauben müssen Religionen entstanden sein. Ich glaube jetzt einfach an eine wahre Chance auf ein Leben mit wenig Migräne. Ich gründe The first Church of a Life after Migraine und werde alle, die durch die Migräne Entzugshölle gehen mit einem Leben in einem migränereduziertem Himmel belohnen.

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