Das Migräne Projekt

Eine die auszog, ihre Migräne zu besiegen

Liste mit Bezeichnungen für Glutamat

Glutamat versteckt sich hinter einer langen Liste von Begriffen. Wer Glutamat ganz oder so weit wie möglich meiden möchte oder muss—und zu dieser Gruppe Menschen gehören die meisten Migräniker—muss sich unweigerlich zu einem Spezialisten im Lebensmittel-Label lesen transformieren. Es ist furchtbar, anstrengend, zeitraubend und lästig und führt uns ein paar ganz fundamentale Weisheiten des Lebens vor Augen.

Obwohl ich schon immer geglaubt habe, dass die Lebensmittelindustrie (und in Folge leider auch immer mehr Restaurants, Kantinen sowieso) zur dunklen Seite der Macht gehören, hat sich mir das Ausmaß erst durch (unfreiwillig) exzessives Label lesen erschlossen. Selbst einfachste Lebensmittel sind heutzutage das Ergebnis hochkomplexer, chemischer Transformationen, die dafür sorgen, dass diese gut aussehen, lange halten, besser schmecken und billiger herzustellen sind.

Was Glutamat anbelangt, so gibt es natürlich einige Lebensmittel, die ganz natürlich von sich aus schon erhöhte Mengen an Glutamat enthalten. Zum Beispiel Tomaten, die bei mir deshalb auch promt Migräne auslösen. Nicht eine Tomate. Aber mehrere Tomaten, wie sie zum Beispiel in einer Tomatensauße enthalten sind. Das ist allerdings kein Vergleich mit den Mengen an Glutamat die sich in industriell hergestellten Lebensmitteln befinden. Oft ist das Absicht, aus oben genannten Gründen. Manchmal aber lässt sich das nicht vermeiden und Glutamat entsteht in seinen verschiedenen Formen einfach nur nebenbei. Zum Beispiel wenn eiweißhaltige Lebensmittel erhitzt und aufgespalten werden, dann entsteht Glutamat. Wenn man sich diese Tatsache vor Augen führt, dann ahnt man schon, das man Glutamat wahrscheinlich nie richtig wird vermeiden können.

Das ist frustrierend, besonders für die Menschen, die gesundheitlich darauf angewiesen sind, Glutamat zu erkennen und zu meiden. Nicht besser macht es die Strategie der Industrie, Glutamate zu kaschieren oder umzubenennen. Oder neueste Entwicklungen, eigentlich ganz bestimmt glutamatfreie Lebensittel auch noch mit ebenselben zu versetzen, zum Beispiel durch Injektionen in Fleisch oder aufsprühen auf Obst.

Interessanterweise läuft alles immer wieder aufs gleiche heraus. Für die, die Glutamat meiden wollen oder auch zu großen Teilen für die, die die Migränediät machen (da ists noch ein bisschen komplexer). Es klappt am besten, wenn man ausschließlich frische Lebensmittel verkocht (solche, die direkt vom Baum oder vom Acker kommen) und am besten noch sein Brot selbst backt. Mir mutet es selbst manchmal wie ein Rückschritt ins Mittelalter an, aber so ist es eben.

Ich habe hier eine Auflistung von Begriffen zusammengetragen, hinter welchen sich Glutamat versteckt. Ich fand diese Aufgabe nicht so einfach. Auf Englisch findet man solche Listen auf Anhieb im Netz. Im deutschsprachigen Raum habe ich keine erschöpfende Liste gefunden, ich hätte mir gewünscht, dass solch eine Liste mal von einer wirklich fachlich qualifizierten Stelle oder Person in Deutschland zusammengetragen worden wäre.

Die Liste ist das Ergebnis meiner eigenen Recherchen und sicher nicht vollständig. Ganz falsch ist sie allerdings nicht, denn sie stimmt im großen und ganzen mit dem überein, was ich auf Englisch und von Fachleuten aus dem englischsprachigen Raum zusammengetragen gefunden habe. Allerdings hätte ich mir gewünscht, die Begriffe in Kategorien eingeteilt zu finden. Sowas wie z.B.: Enthält immer Glutamat, enthält oft Glutamat, kann Glutamat enthalten. Das kann ich jetzt nicht anbieten, aber vielleicht findet sich ja irgendwo jemand, der diese Informationen parat hat. Ich werde diese Liste immer wieder mal verändern und korrigieren. Sie ist work in progress.

Begriffe, hinter welchen sich Glutamat versteckt:

  • E 620 – Glutaminsäure
  • E 621 – Natriumglutamat
  • E 622 – Kaliumglutamat
  • E 623 – Calciumglutamat
  • E 624 – Magnesiumglutamat
  • E 625 – Ammoniumglutamat
  • Hefewürze, Hefeextrakt
  • Weizenprotein, Weizeneiweiß
  • autolysierte Hefe
  • hydrolysierte Hefe
  • hydrolysiertes Gemüseprotein
  • Proteinisolate
  • fermentierter Weizen
  • Maltodextrin
  • Carrageen (begünstigt die Entstehung von Glutamat in z.B. Milchprodukten)
  • Sojasauce
  • Sojaextrakte
  • Aroma (darf z.B. bis 30% Natriumglutamat enthalten, ohne dass es extra deklariert werden muss)
  • Gelatine
  • Pektin
  • Milchprotein, Milcheiweiß, Würze aus Milch
  • Trockenmilchpulver, Süßmolkenpulver
  • Trockenmilcherzeugnis
  • Eiweiß, Eipulver
  • diverse Pflanzenproteine oder Eiweißzusätze
  • pflanzliches Eiweiß
  • pflanzliches Eiweiß – biologisch aufgeschlossen
  • Alles mit Würze oder Würz- z.B.
  • Würze, Würzstoff, Würzmittel, Speisewürze
  • pflanzliche Würze
  • Sojawürze
  • Fleischwürze
  • Flüssigwürze
  • Gewürzaromenzubereitung
  • Gewürzextrakte
  • Gekörnte Brühe
  • Brühwürfel
  • Citronensäure (citric acid) – enthält oft Glutamat
  • Calcium Casein – enthält 17% Glutaminsäure (glutamic acid)
  • Maissirup (unter 5% Fructose), Glucose-Fructose-Sirup (über 5% Fructose), Fructose-Glucose-Sirup (über 50% Fructose) – enthält freies Glutamat.
  • Reissirup – enthält freies Glutamat.
  • Guanylat, Guanylsäure oder Guanosinmonophosphat(GMP) ist ebenfalls ein Geschmacksverstärker mit ähnlichen biochemischen Effekten auf den menschlichen Körper wie Glutamat. GMP ist ein Grundbaustein von Nukleinsäuren und ist in jeder menschlichen, tierischen oder pflanzlichen Zelle enthalten. Es wandelt z.B. Informationen aus unserer genetischen Matrix, in Proteine um. GMP wirkt als Geschmacksverstärker 10-20 mal so stark wie Glutamat und wird häufig in Dosen und Fertiggerichten verwendet. Zur GMP Gruppe gehören folgende Stofffe, die genauso als Geschmacksverstärker eingesetzt werden:
    – Guanosinmonophosphat – E 626
    – Dinatriumsalz – E 627
    – Dikaliumsalz – E 628
    – Calciumsalz – E 629
  • Genauso verhält es sich mit Inosinmonophosphat (IMP), das wie auch das Dinatrium-, Dikalium- und Calciumsalz als Geschmacksverstärker eingesetzt wird und die Wirkung von Glutamat stark potenziert.
    E Nummern E 630, E 631, E 632 und E 633.

34 Antworten zu “Liste mit Bezeichnungen für Glutamat

  1. lisa oláh November 7, 2011 um 05:13

    liebe violetta,
    ich bin zwar keine migräne-patientin aber reagiere extrem auf glutamat. schon nach kleinen mengen (misosuppe…) breitet sich ein derartiger schmerz im kopf, nacken, schulter, gesamten rücken aus, dass ich mich kaum mehr bewegen kann. fühlt sich ungefähr so an, als hätte jemand eine stunde auf mich eingeschlagen.
    mich wundert sehr oft, dass so wenige über die wirkung (auch wenn sie bei anderen nicht so spürbar ist) von glutamat bescheid wissen bzw. dass es nicht mehr menschen gibt, die für eine veränderte gesetzeslage mobilisieren…
    wünsch dir viel erfolg und migräne-freie zeiten…
    schöne grüsse aus wien,
    lisa

    • dasmigraeneprojekt November 7, 2011 um 09:36

      Hallo Lisa,
      vielen Dank für dein Feedback. Stimme 100%ig zu.
      Da jedes Jahr mehr und mehr Glutamat dem Essen zu geführt wird, ist es hoffentlich nur eine Frage der Zeit, bis auch andere, mittelmäßig oder wenig sensible Menschen negative Effekte auf ihre Gesundheit bemerken und dann – hoffentlich – sauer werden.
      Beste Grüße
      Violetta

  2. Hilde Dezember 29, 2011 um 05:21

    Hallo!
    Ich reagiere auf Glutamat mit starkem Schnupfen, Kopfschmerzen. Nach einem Tag ist der „Spuk“ dann vorbei. Es ist sehr schwierig herauszufinden, wo überal Geschmacksverstärker drinnen sind. Dieses sollte viel besser auf den Lebensmitteln deklariert werden. (auch im Lokal)
    Denn die Beschwerden können echt arg sein!
    Alles Gute und liebe Grüße aus Niederösterreich!
    Hilde

  3. Laura Mai 8, 2012 um 00:17

    Hi, ich habe mit meinem Kopf bei Glutamaten eigentlich keine Beschwerden. Doch fals ich mal aus versehen welche gessen haben sollte, bekomme ich ganz schlimme Bauchkrämpfe. Die halten jedoch nicht lange an, aber sie kommen immer wieder. Meist kommt dann zusätzlich noch ziemlich starker Durchfall hinzu. Man kann nichts mehr kochen, ohne direkt zu gucken ob da Geschmacksverstärker drin sind oder nicht. Und meine Familie hat dieses Problem nicht. Da kann es schon mal passieren, das sie aus versehen was mit ins Essen machen. Allgemein kann man auch gut kochen und alles ohne Glutamate. Ich würde mir wünschen, dies etwas zu reduzieren bzw besser bemerkbar zu machen!
    Liebe Grüße aus Sachsen- Anhalt
    Laura

    • dasmigraeneprojekt Mai 8, 2012 um 11:00

      Hallo Laura,
      leider ist in extrem vielen Fertiggerichten Glutamat enthalten. Ich quäle mich auch damit herum, dass man am besten alles frisch selber kocht und natürlich auf Soßen und ähnliches verzichtet. Macht mehr arbeit, ist aber letztendlich auch gesünder. Das tröstet mich ein bisschen.
      Viele Grüße
      Violetta

  4. Frank April 5, 2013 um 20:35

    Hier ist ein Artikel aus „Der Standard“. Es geht darum das Glutamat auf keinen Fall Allergien oder Unwohlbefinden auslösen könne. (http://mobil.derstandard.at/1361241218599/Glutamat-Alles-wird-gut)
    Interessant ist auch die Liste am Ende des Artikels – natürliche Glutamate. Wie reagiert ihr auf natürliche Glutamate?
    Vielleicht probiert man auch mal einen Doppelblindtest an sich selbst aus? Mithilfe eines Freundes z.B. Das ergibt dann auf jeden Fall eine Sicherheit um dieses Thema.

    • dasmigraeneprojekt April 7, 2013 um 19:11

      Ich kenne diese Art Artikel. Glutamat ist ein heißes Geschäft, weil man auf billigere Weise leckere Lebensmittel herstellen kann. Die Industrie tut deshalb alles, um dem schlechten Ruf von Glutamat auf die Sprünge zu helfen. Mit Artikeln, Veranstaltungen, teuren Studien usw..
      Gut gelacht habe ich über den Satz „Die Geschichte des Glutamathasses ist daher auch eine der Angst vor fremder, exotischer Küche (…),“Im Kern ist es das Produkt eines rassistischen Diskurses“. Haha, alle Menschen, die Glutamat für bedenklich halten historisch vermittelten Rassismus zu unterstellen, weil das Gewürz aus Asien kommt, das ist schon klasse. Die haben wirklich alle Register gezogen. Haben wohl vergessen, dass exotische Gewürze aus Indien und Asien so begehrt waren, dass sie den ganz großen Handel und das ganz große Geld schon im 16. Jahrhundert nach Europa spülten.

  5. Heike Juni 25, 2013 um 04:15

    Darf man eigentlich auf eine Verpackung draufschreiben „Ohne Glutamat“ und dann ist es in „Würze“, „Maltodextrin“ usw. drin und das steht dann auf der Verpackung drauf. Ist ja voll die Verarsche oder? Migräne bekomme ich nicht, aber meine Familie und ich landen dann oft aufm Klo mit Durchfall. Hab jetzt glücklicherweise eine Speisewürze gefunden die das alles nicht enthält.

    • dasmigraeneprojekt Juni 25, 2013 um 12:40

      Ja, man darf. Nur wenn Glutamat in seiner reinen Form künstlich zugesetzt wird, muss es deklariert werden. Glutamat kommt aber in sehr vielen Lebensmitteln natürlich vor. Zum Beispiel in Proteinen, also Eiweißen. Wenn man die chemisch behandelt, dann gibt es bestes Glutamat. Man hydrolysiert irgendwas, zum Beispiel Hefe, Weizeneiweiße, was auch immer und schon hat man Glutamat, ohne dass es Glutamat heißen muss. Die Industrie beteuert zwar immer, dass Glutamat ja eigentlich gesund sei, aber komischerweise verstecken sie das Zeug in ihren Labels immer besser.

  6. Isabelle Juni 28, 2013 um 05:05

    Hallo,
    tolle Info! Ich hab durch Zufall heruasgefunden, dass ich auf Glutamat reagiere. Seit 12 Jahren kämpfe ich schon mit schwerer Migräne und kein Arzt konnte mir bisher helfen. Dann habe ich durchs googlen gelesen, dass Glutamat dafür verantwortlich sein kann. Nach einer „Glutamat-Diät“ über 2 Wochen hatte ich innerhalb dieser Zeit keine Migräne. Es ist wirklich erstaunlich das man so wenig über die Auswirkungen weiß! Bei mir ist es extrem: 3 Tage starke Migräne, eine Art Muskelerschlaffung in den Beinen und im Halswirbelbereich, Verspannungen in den Schultern und Desorientiertheit. Ich hoffe sehr, dass man irgendwie Druck machen kann, dass zumindest erkennbar gekennzeichnet werden muss wo Glutamat enthalten ist.

  7. lol Juli 29, 2013 um 13:22


    ZOMFG

    Maltodextrin ist ein Zucker.
    Maltose + Dextrose

    Nicht Glutamat. Lol.

    • dasmigraeneprojekt Juli 29, 2013 um 19:58

      Der Name Maltodextrin leitet sich ab aus Maltose und Dextrose. Das täuscht leicht darüber hinweg, dass Maltodextrin ein hochgradig industriell hergestelltes Produkt ist. Es wird aus Stärke hergestellt, die durch Säure und Emzyme hydrolysiert wird. In Amerika ist die Grundlage meistens Mais, in Europa meistens Weizen. Bedingt durch den Herstellungsprozess wird freies Glutamat freigesetzt. Ob und wie viel das genau ist, hängt davon ab, wie gründlich bei der Herstellung das Eiweiß entfernt wird. Hydrolysiertes Eiweiß bildet Glutamat. Die Entfernung von Weizeneiweiß z.B. ist kompliziert und teuer, deshalb ist in Maltodextrin meistens freies Glutamat enthalten.

  8. awo September 26, 2013 um 03:47

    Warum bedeutet „biologisch aufgeschlossen“ Glutamat?

    • dasmigraeneprojekt September 26, 2013 um 14:48

      Also, ich bin keine Lebensmittelchemikerin. Aber so ungefähr, mit ein paar kleinen Laienfehlern inclusive, ist es so:
      Glutamat entsteht u.a. dann, wenn Eiweiße chemisch verändert werden. Nehmen wir das Beispiel Maggi Würze. Auf dem Etikett findet man die Information, dass pflanzliche Eiweiße biologisch aufgeschlossen werden. Das bedeutet, dass die Moleküle (Aminosäuren, Peptide) der Eiweiße gespalten werden. Glutamat ist eine Aminosäure (L-Glutaminsäure), wird bei diesem Prozess also frei. Ein Verfahren ist die Hydrolyse. Hier werden meist Fermentierungstechniken verwendet (geht auch anders), um die Eiweiße aufzuschließen, zu knacken. Wie gesagt, Glutamat, das natürlich in Eiweißen vorhanden ist, wird bei diesem Prozess freigesetzt.

  9. Franka November 19, 2013 um 00:06

    Ich habe zwar keine Probleme mit Migräne und ich habe sogar das Glutamat in der gekörnten Brühe problemlos vertragen, aber dennoch: auch ich bin es Leid, was uns alles von der Industrie verkauft wird (z.B. wir für dumm). Ich versuche zunehmend, nichts industriell Gefertigtes zu verwenden. Gekörnte Brühe oder eine Art Würze kann man gut selber machen.
    LG unbekannterweise, Franka

  10. Sina Dezember 22, 2013 um 00:51

    Vielen Dank für diesen ausführlichen Artikel!
    Ich habe jetzt seit ca zwei Jahren festgestellt, dass ich keine geschmacksverstärker vertrage. Jedoch leide ich unter erträglichen Kopfschmerzen, vielmehr belastet mich, dass ich nach dem Verzehr von Glutamat mich Unmittelbar und stundenlang übergebe. Es ist wirklich sehr mühsam herauszufinden welche Lebensmittel man essen bzw trinken darf! Im Alltag kann man ja frisch kochen und sehr erfinderisch sein, aber wie macht ihr es im Urlaub? Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass es im Ausland durch die sprachbarriere noch schwerer ist das richtige zu essen 😦 hat vielleicht jemand hilfreiche Tipps?
    Es ist schon eine Sauerei wie die Lebensmittelindustrie mit uns Menschen umgeht!

    • dasmigraeneprojekt Dezember 24, 2013 um 10:56

      Wenn ich essen gehe, dann bestelle ich alles „plain“. Falls Fleisch dann nur mit Salz und Pfeffer und nicht mit Gewürzmischung, Kartoffeln als Backkartoffel oder Kochkartoffel, Gemüse nur gekocht und, ebenfalls, „plain“. Zum Beispiel Essen vom Grill ist immer gut, da weiß man, was passiert. Salat bestelle ich immer ohen Soße und mit Essig und Öl zum selbermixen. Ansonsten kann ich nur bestätigen: ja, essen gehen ist generell schwierig, im Urlaub umso mehr. Nicht gut für Menschen, die Glutamat vermeiden wollen.

  11. Kerstin April 11, 2015 um 06:12

    Ich danke dir unendlich für diese ausführliche Liste. Sie wird mich beim Einkaufen zukünftig vor einigem bewahren – und somit hoffentlich auch vor Migräne. Tausend Dank!!

  12. Frank Mai 17, 2015 um 11:04

    Meine Glutamaterscheinungen sind abhängig von Menge und Art. Natürliche Glutamate wirken schwächer aber wenn sie sich anhäufen mit den selben Erscheinungen. In Bioläden sind diese oft vertreten. Die heftigsten Reaktionen hatte ich einmal nachdem Essen in einem Chinaimbiss obwohl ich klar und deutlich gesagt hatte: „Bitte kein Glutamat reintun!“

    Liste der deutlichsten Symptome:

    Kopfschmerzen/Migräne, Schweißattacken, Herzrasen, Ungezügelte Fresssucht trotzdem ich voll bin-ich könnte endlos essen ohne Hunger zu haben, Völlegefühl im Magen, starke Müdigkeit trotz genügend Schlaf, schwindelgefühl beim Aufstehen, als wäre ein festes Band um meinen Kopf in Stirn-Augenhöhe geschnürt und die obere Hälfte des Schädels abgesägt oder taub, im Extremfall körperliche totale Niedergeschlagenheit wie als hätte ich Fieber und wäre krank-legte mich in meiner Verzweiflung einmal während der Arbeit auf einen Schreibtisch weil garnichts mehr ging-, angeschwollene Schleimhäute in der Nase sodaß ich nicht atmen kann, morgentlicher Fließschnupfen wohl als Teil der Entgiftung des Körpers. (Leicht verwechselbar mit Heuschnupfen oder Allergie.)

    Die Dauer der Erscheinungen ist ca 2-3 Wochen wobei die Stärke dann allmählich abnimmt und wie gesagt abhängig von der Menge ist die man mir untergejubelt hat. Die heftigsten Sachen sind nach 1-1,5 Wochen vorbei. Am längsten bleiben gefühlt Kopfschmerzen und Müdigkeit.

    • Violetta Mai 17, 2015 um 15:48

      Das Problem beim Chinaimbiss ist, dass allein schon die Standardbestandteile wie Sojasauße und Fischsaußen oder z.B. die Misosuppe viel Glutamat enthält. Das ist nicht zusätzlich hizugefügt worden, sondern entsteht leider natürlich durch den Verarbeitungsprozess und die Fermentierung. Ich kann deshalb gar nicht asiatisch essen gehen. Leider. Interessant, dass die Auswirkungen bei dir so lange bestehen bleiben. Danke für deinen Beitrag!

      • Frank Mai 18, 2015 um 17:26

        Gerne, ich hoffe es hilft anderen. Bin aber ein Ausnahmefall. Niemals Kaffee, Zigaretten, Alkohol oder irgendwelche anderen Suchtmittel.

        Ich wünsche jedem das er den wirklichen Grund für seine Schwierigkeiten findet. Essen ist in unserer Gesellschaft leicht, im Überfluss und überall erhältlich. Es verkauft sich in größeren Mengen wenn Glutamate drin sind, wegen der Fresssuchterzeugenden Wirkung. Ich habe schon oft die Ursache von Schwierigkeiten bei mir im Essen gefunden. Man muß ein sehr gutes Körpergefühl entwickeln und genau hinhören was er einem sagt. Hin und wieder wenn man sicher ist sollte man sich fragen: “ Wie genau fühlt sich mein Körper nach diesem Essen an?“. Der Rest ist Wachsamkeit beim Einkauf und Disziplin. 🙂

        (Abweichend: Eine Bekannte hatte jahrzehntelange schwerste Hautprobleme. Offen, blutig, Juckend etc. Bioressonanz getestet – kannte sie ja nicht und Ärzte waren Götter…- ausgeschwungen, 2 Wochen später Jahrzehntelanger Schmerz und Qualen vorbei und nie wiedergekommen. Es war eine Quecksilbervergiftung aus ihren Amalganblomben…)

  13. Sebastian August 4, 2015 um 03:30

    Beinhaltet Dextrose Geschmacksverstärker, z.B. herstellungsbedingt?

    • Violetta August 4, 2015 um 13:23

      Hier ist die Antwort zu deiner Frage auf truthinlabeling.org: „Even „a little“ protein combined with acids or enzymes will create MSG. When ingredients such as citric acid, maltodextrin, and dextrose are made from a protein containing source such as corn, manufacturers do not take the time or undertake the expense of removing all protein; and the remaining protein, combined with acids or enzymes, will be broken down during production, resulting in some MSG.“

  14. Gudrun Gross Dezember 6, 2016 um 10:49

    Da fällt mir nix mehr ein. Werde Rohkoestlerin.

  15. Begonie März 25, 2017 um 14:06

    Hallo Violetta,

    sehr aufschlussreich Deine Liste und das mit Maltodextrin bzw. Glutamat kann ich bestätigen. Steckte in einem Pflanzenmittel als Trägerstoff und bekam davon heftigste Symptome. Das mit dem Pektin verstehe ich nicht ganz, es wird doch aus Äpfeln gewonnen? Wobei ich ja auch immer dachte, dass Zitronensäure aus der Zitrone gewonnen wird. Aber dem ist ja nicht so wie oben beschrieben (wobei mir auch unklar war, dass Korn Zitronensäure enthält).

    • Violetta März 27, 2017 um 11:38

      Ja, das ist ein komplexes Thema. So wie ich das verstanden habe, liegt das im Falle des Pectin am industriellen Verarbeitungsverfahren. Truth in labeling schreibt dazu dass Pectin zu den Stoffen gehört, die: „… that often contain or produce processed free glutamic acid during processing.“

  16. mj April 11, 2017 um 03:19

    hallo,

    als wie bedenklich ist eigentlich glutamisäure, wie sie auch häufig ein proteinpulvern (eiweiß-shakes) vorzufinden ist, anzusehen?

    • Violetta April 13, 2017 um 14:09

      In Proteinpulvern hat man die freie Glutaminsäure. Sie ist zwar die oft „natürlich“ bezeichnete Aminosäure unter den MSG Komponenten im der Nahrung. Nichtsdestotrotz ist sie so wie alle chemischen MSG-Formen „excitatory“ (von exciting=Aufregend,Erregend) für das Nervensystem und kann neurologische Schäden nach sich ziehen. Ab wann das der Fall ist, also wie die Toleranzen sind, ist natürlich vom Individuum abhängig. Für sensible Menschen und alle Menschen mit neurologischen Krankheiten kann das bei geringsten Mengen der Fall sein. Dazu gehören Migräniker, Epileptiker, autistische Menschen etc.. Man muss bedenken, dass Proteinpulver durch industrielle Verfahren hergestellt werden, um in wenig Materie möglichst viel Protein unterzubringen. Entsprechend ist auch die Konzentration der neurologisch wirksamen Glutaminsäure vergleichsweise hoch. Von den Vertretern der MSG Industrie wird immer wieder hervorgehoben, dass Glutaminsäure eine natürliche Aminosäure sei. Was allerdings dabei verschwiegen wird ist, dass die Tatsache, dass ein Stoff in der Natur vorkommt oder im Menschen nicht bedeutet, dass er diesen Stoff in beliebeigen Mengen verträgt. Jede Aminosäure, jedes Vitamin etc hat ab einer bestimmten Menge eine medizinische Wirkung, die einem Medikament gleichzusetzen ist. Jede Aminosäre hat eine letale Dosis. Die tödliche Dosis für Glutaminsäure ist übrigens ca 15 gr pro Kilo Körpergewicht. Nur mal um es anschaulich zu machen.
      Zu viel Vitamin B6 zum Beispiel kann zu schweren neurologischen Störungen führen. Zu viele Moleküle in unserem Körper, die erregend sind wie alle Abarten der Glutamatfamilie können dem Stoffwechsel schaden und Funktionsstörungen der Nervenzellen auslöse oder diese sogar töten.

  17. Birgit Mai 13, 2017 um 09:41

    Ich dank Dir für diese ausführliche Liste.
    Wie siehst Du das mit Gerstenmalz z.B in alkoholfreiem Bier oder mit Balsamicoessig?
    Wie ist es da mit dem Glutamat?

    • Violetta Mai 16, 2017 um 10:46

      Bei Bier muss ich passen, da habe ich noch nichts drüber gelesen, was einfach nur bedeutet: ich weiß es nicht. Balsamico hat den Ruf, wahrscheinlich Glutamathaltig zu sein. Wo wir aber schon dabei sind – es gibt noch andere, gute Gründe Balsamico nicht zu essen, Sulfite zum Beispiel. Wichtiger ist aber der hohe Fluoridgehalt (was u.A. sehr schlecht ist für die Schilddrüse) und Blei.

  18. Begonie Mai 17, 2017 um 03:08

    Hallo Violetta,

    Du hattest bereits beschrieben, dass Citric Acid problematisch sind. Wie sieht es mit Mineralstoffen aus, die als Citrat-Form sind? z.B. Calciumcitrat etc.

    • Violetta Mai 17, 2017 um 09:32

      Schwer zu beantworten. Es liegt immer am Herstellungsprozess,insbesondere wenn proteinhaltige Grundlagen unltrahocherhitzt werden. Im Fall von Calcium kann das durch Hydrolyse von Reis gemacht werden, was eine gewisse Wahrscheinlichkeit mit sich bringt, dass MSG drin ist. Die Frage ist, wie viel und das kann ich nicht beantworten. Was ich noch gefunden habe ist, dass Calcium Citrat oft aus Citric Acid hergestellt wird. Das sind sicher keine Hämmer wie wenn man Brühwürfel kauft und muss vom Einzelnen entsprechend der eigenen Sensibilität ausgetestet werden.

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