Das Migräne Projekt

Eine die auszog, ihre Migräne zu besiegen

Erdbeeren!?

A-U-A. Zwei einhalb Tage Migräne, der erste Tag sogar eine richtig ausgewachsene. Was ist passiert? Ich versuche mich mal in einer Analyse :

1.
Die Tomatensoße der letzten Woche hat mein System nachhaltig beeinflusst und meine Gesamt-Triggergrenze heruntergesetzt. Die Erfahrung mit der Tomatensoße aus der Dose ist wichtig für mich, weil ich nun weiß, dass dieser Effekt, dass sich ein Trigger mit Lebensmitteln langsam aufbaut, bei mir ein sehr langsamer und langfristiger ist. Ich muss, wenn ich bestimmte Trigger zu mir nehme, also mindestens die darauf folgenden zwei Wochen auf der Hut sein.

2.
Unmittelbar vor meiner Migräne habe ich zwei verschiedene Früchtearten gegessen: Erdbeeren und Blaubeeren. Beide stehen im Buch auf der Erlaubt-Liste, aber: das ist jetzt das zweite oder dritte mal, dass ich nach Erdbeeren Migräne hatte. Jetzt habe ich nochmal ein bisschen geforscht und habe gefunden, dass Erdbeeren auch tyraminhaltig sind. Blaubeeren enthalten Histamin, eigentlich gehören die nicht unmittelbar zu den bekannten Triggern, aber nach dieser Erfahrung jetzt werde ich ein wenig wachsamer sein.

3.
Fazit: Ich scheine eine sehr niedrige Tyraminschwelle zu haben. Ich hatte am Anfang der Diät noch gehofft, dass Tyramin bei mir nicht zu den Triggerstoffen gehört und sich die für mich zu beachtenden Bösewichte vor allem im Bereich Glutamat aufhalten. Diese Erfahrung jetzt belehrt mich eines Besseren: Tyramin ist ein massiver Trigger für mich. Hände weg!

Nun ja, diese Erfahrung gehört zu einem ganz normalen und auch notwendigen Forschungsprozess, wenn man diese Diät macht. Die allgemeine Triggerliste muss auf die Dauer verfeinert werden zu einer ganz persönlichen Triggerliste. Da bin ich jetzt auf dem Weg. Schade  trotzdem, dass ich jetzt nach zwei Monaten migränefrei wieder einen Rückfall hatte. Ich setze meinen Zähler jetzt zurück, subjektiv empfunden ist diese Migräne jetzt aber kein Rückschritt (nach zwei Monaten sowieso nicht ;-)), sondern ein großer Fortschritt. Ich bin in meinen Forschungen wieder ein ganz großes Stück weiter, in dem Abenteuer herauszufinden, was mich krank macht und was nicht.

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