Das Migräne Projekt

Eine die auszog, ihre Migräne zu besiegen

Betablocker ausschleichen

Immer wieder werde ich danach gefragt, wie man Betablocker absetzt. Da ich sie schon mal abgesetzt habe, hier das Geheimnis, so wie mein Arzt es mir aufgetragen hat.

Trotzdem ein kurzes Vorwort dazu. Erstens: Es gibt einen aktualisierten Nachtrag unten am Ende des Posts. Unbedingt lesen! Zweitens: Die langfristige Einnahme von Betablockern wie Propranolol verursacht ein nicht triviales biochemisches Ungleichgewicht im Körper. Informationen und Gegenmaßnahmen dazu in meinem Artikel Nebenwirkungen von Propranolol: Gründe und Gegenmaßnahmen.
Drittens: Eigentlich sollte man Betablocker immer nur in Zusammenarbeit mit dem eigenen Arzt absetzen. Betablocker greifen in die Funktion des Herzens ein und sorgen dafür, dass der Herzschlag immer schön gleich bleibt — und zwar auf einem niedrigen Level. Wenn der Betablocker nicht richtig abgesetzt wird oder sogar von jetzt auf gleich, dann kommt das Herz nicht mehr hinterher, was zu ernsthaften Problemen führen kann.

Für uns Migräniker sind Betablocker eine gute Sache, denn sie helfen uns bei der Vorbeugung gegen Migräne. (Oder sagen wir: bestimmte Betablocker. Nicht alle sind geeignet). Bei mir würde die Migränediät kaum was nützen, wenn ich nicht zusätzlich Betablocker nehmen würde (Propranolol 60mg). Nicht dass ich sonderlich begeistert wäre davon, dass mein Blutdruck noch niedriger ist als sonst, dass ich infolgedessen noch mehr friere und noch kältere Füße habe. Aber: es hilft mir gegen meine Migräne. Man muss übrigens aufpassen. Ich bin am Anfang gnadenlos überdosiert worden, was wirklich kein Spaß war. Oft reichen schon echte Minidosen aus, um einen prophylaktischen Effekt zusammen mit der Migränediät zu erzielen.

Wenn man anfängt, Betablocker zu nehmen, dann sind die ersten zwei bis drei Monate stets tough. Unangenehme Nebenwirkungen machten mir in der Vergangenheit in einem Ausmaß zu schaffen, dass ich die Pillen am liebsten gleich wieder in die Ecke geworfen hätte. Meine Erfahrungen mit dem Absetzen von Betablockern (habe ich jetzt zwei mal gemacht) deuten allerdings darauf hin, dass die Nebenwirkungen dann so deutlich sind, wenn man gleich mit der Zieldosis einsteigt. Schonender für Körper und Psyche ist es, wenn man ganz langsam und mit einer sehr kleinen Dosis anfängt.

Das Prinzip der Langsamkeit gilt entsprechend für beides: die Gewöhnung und die Entwöhnung. Macht man es richtig, kommt der Körper gut hinterher.

Wie also habe ich die Betablocker abgesetzt:
Über einen Zeitraum von sechs Wochen, mit meinem Medikament und der gleichen Dosis, die ich immer hatte. Die grundsätzliche Logik ist diese:

  • 1. Woche: Nur noch jeden zweiten Tag
  • 2. Woche: Nur noch jeden dritten Tag
  • 3. Woche: Nur noch jeden vierten Tag
  • 4. Woche: Nur noch jeden fünften Tag
  • 5. Woche: Nur noch jeden sechsten Tag
  • 6. Woche: Nur noch jeden siebten Tag

Allerdings ist der Anfang, wenn also die Dosis gleich um 50% reduziert wird, schon ziemlich einschneidend. Dann nach einer Woche schon weiter reduzieren ist mir persönlich zu schnell. Als ich also Betablocker das zweite mal abgesetzt habe, habe ich das langsamer gestaltet und damit wesentlich bessere Erfahrungen gemacht. So wie hier:

  • 1.+2. Woche: Nur noch jeden zweiten Tag
  • 3.+4. Woche: Nur noch jeden dritten Tag
  • 5.+6. Woche: Nur noch jeden vierten Tag
  • 7.+8. Woche: Nur noch jeden fünften Tag

Grundsätzlich gilt: wenn Nebenwirkungen auftreten, dann reduzert man die Dosis zu schnell und sollte entsprechend anpassen. Zu Nebenwirkungen gehört nicht nur Herzklopfen sondern auch Stimmungsschwankungen and andere Symptome.

 

NACHTRAG in 2016:

Abgesehen davon, dass ich längst keine Betablocker mehr nehme und froh bin, dass ich diese Entscheidung getroffen habe, möchte ich diesen Blogpost, drei Jahre später und ich entsprechend weiser, mit noch ein paar neuen Einsichten ergänzen.

Es ist immer schonender, den Körper gleichmäßig zu dosieren. Ensprechend ist der oben beschriebene Ansatz, Betablocker auszuschleichen, wie gesagt von meinem Arzt so empfohlen, eigentlich nicht ganz so ideal.

Auf vielen Pillenverpackungen steht: Achtung, Tabletten nicht teilen. Das ist zu 99,9% Humbug (und mir fällt auf Anhieb kein Fall ein, wo das berechtigt wäre. Na gut doch: wenn man eine Obergrenze für eine Dosierung hat, die auf keinen Fall überschritten werden darf.). Jetzt, wo ich meine Gesundheit sehr erfolgreich mit diversen Nahrungsergänzungsmitteln aufpepple, also hauptsächlich mit Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren, habe ich den Respeckt vor der Tablette oder der Kapsel vollständig abgelegt. Der Besitzer einer sehr respektieren Firma, die Nahrungsergänzungsmittel herstellt, Dr. Ben Lynch von Seekinghealth, empfiehlt das so sogar ausdrücklich. Und er ist nicht der einzige. Und so tun es tausende von Menschen. Das bedeutet:

Wenn man eine Tablette hat und die Dosis halbieren möchte, dann wird die Tablette, idealerweise mit einem Pill-Splitter oder Tablettenteiler, eben geteilt. Wenn man die Dosis um 25% herunterfahren möchte, wird die Pille ebenfalls entsprechend geteilt. Bei diesem Beispiel bedeutet das aus praktischen Gründen unter Umständen, dass die Pille in Viertel geteilt wird, von welchen dann eben täglich drei genommen werden. Je nachdem wie gut sich die Pille teilen lässt. Ich habe Pillen schon mit dem Mörser zerrieben und das Pulver mit einem Messer in kleine Einheiten zerteilt. Entsprechend der Umgang mit Kapseln, die mit Pulver gefüllt sind. Ich schneide diese meist an einem Ende mit einem Teppichmasser o.ä. auf und streusel genau so viel wie ich haben möchte in ein Glas Wasser und trinke das dann. Man kann das Pulver auch so in den Mund nehmen und schlucken, beispielweise mit einem feuchten Finger aufnehmen, aber manche Arzneien schmecken bitter oder anders unangenehm. Vielleicht ist dieser Ansatz, Medikamente auszuschleichen nicht hundertprozentig genau (dafür könnte man sich eine Waage im mg-Bereich zulegen), aber in jedem Fall genauer und schonender als das, was mein Arzt mir geraten hat.

Der beschriebene Ansatz ermöglicht es, die Dosis eines Medikamentes, zum Beispiel Betablocker, langsam und gleich mäßig zu reduzieren, ohne dass es an einzelnen Tagen zu höheren Konzentrationen kommt, die den Körper unter Umständen verwirren oder belasten. Was bleibt, ist meine Empfehlung, die Betablocker so langsam wie möglich ein- und auszuschleichen. Je länger man auf Betablocker war, desto langsamer sollte der Absetzungsprozess sein. Ich spreche hier von Monaten, unter Umständen deutlich mehr als zwei Monate.

Viel Spaß beim Basteln.

 

67 Antworten zu “Betablocker ausschleichen

  1. stullerist Mai 5, 2013 um 12:02

    Ich habe Propranolol 80mg bekommen, leider ohne Verbesserung.
    Ich lebe in Dänemark und unsere Ärzte sind anscheinend nicht so gut informiert.
    Ich sollte nämlich vom ersten Tag meine 80mg nehmen ohne Eingewöhnungszeit oder die von dir beschriebenen sechs Wochen Entwöhnung.

    • dasmigraeneprojekt Mai 6, 2013 um 11:02

      Interessant, danke für den Kommentar. Man sollte wirklich mal sammeln, wie viele Leute Prophylaxen bekommen, die dann nicht helfen. Ich frage mich manchmal, wie man überhaupt darauf kam, dass bestimmte Medikamente prophylaktisch helfen sollen. Ich kenne nicht eine einzige Person, die einen dauerhaften Erfolg mit eine dieser chemischen Prophylaxen zu berichten gehabt hätte (ausschließlich Prophylaxe ohne Diät und alles). Nochmal kurz zum Start und Absetzen des Medikaments, ich hoffe, ich habe mich nicht falsch ausgedrückt. Angefangen habe ich mit den Betablockern genau wie du, einfach jeden Tag nehmen. Nur das Absetzen dann mit der Entwöhnung.

  2. Ann-Kathrin Mai 31, 2013 um 02:56

    Liebe Violetta,
    vor einigen Tagen bin ich über deinen Blog „gestolpert“. Ich habe mir jetzt das Buch bestellt und lese mich fleißig durch deinen Blog:-) Meine Mutter leidet seit 39 Jahren an starker Migräne. Vieles, was ich hier lese, kommt mir sehr bekannt vor 🙂 Ich habe meiner Mutter von deinem Blog und dem 1-2-3- Programm erzählt und sie möchte es unbedingt ausprobieren.
    Ich hätte dazu gleich eine Frage: Kannst du mir sagen, ob man Novalgintropfen nehmen darf oder gehören sie auch auf die „verbotene Liste“?
    Herzliche Grüße aus Deutschland und vielen Dank, dass du dir hier solch eine Mühe gibst 🙂
    Ann-Kathrin

    • dasmigraeneprojekt Mai 31, 2013 um 11:45

      Was Medikamente anbelangt, sind meine Kenntnisse leider sehr gering. Über Novalgin kann ich nichts sagen, ich weiß auch nur, dass man aufpassen muss, dass kein Koffein oder andere Stoffe in Medikamenten enthalten sind, die einen Gefäße zusammenziehenden Effekt haben. Im Buch findest du einen ganzen Abschnitt zu diesem Thema. Dazu gehört auch eine Liste der bekannten Medikamente und Medikamentengruppen, die Migräne auslösen können. Das sind insbesodere die Gruppen der Hormone, Adrenalinähnliche Medikamenten, Stimulanzien und Diätpillen, Vasodilators (also Gefäße zusammenziehend) und andere. Manche Antidepressionspillen helfen gegen Migräne, andere begünstigen sie. Dr. Buchholz verdächtigt auch gewissen Mittel, die gegen Sodbrennen helfen. Man muss tierisch aufpassen mit Medikamenten, selbst anscheinend unproblematischen. Eine lange und schwierige Forschungsarbeit für jeden, der Migräne hat. Trotzdem: Viel Spaß und Motivation beim Lesen des Buchs erstmal. Ich hoffe, deine Mutter kann davon profitieren.

  3. Birgit Dezember 15, 2014 um 12:40

    Hallo!
    Ich nehme seit vielen Jahren Dociton 80. Die Migräneanfälle sind weniger und schwächer – aber 8 Anfälle hab ich schon noch…
    Jetzt habe ich versucht die Dosis zu halbieren (40 mg) und nach wenigen Tagen starke Migräneanfälle in kurzen Abständen bekommen. Wie kann ich langsam ausschleichen ohne Dauerkopfschmerz?

    • Violetta Dezember 15, 2014 um 13:23

      Au weia, das klingt schwierig. Das würde ich mit einem GUTEN Neurologen oder anderen Kopfschmerzarzt besprechen. Wenn das Propranolol deine Migräne in Schach gehalten hat und du setzt es ab, dann ist das eine ganz natürliche Reaktion, dass du wieder mehr Migräne hast. Wenn man eine Prophylaxe absetzt, egal welche, und nicht ersetzt, dann gibt es oft erst mal eine Art Gegenbewegung. Manchmal pendelt es dann wieder ein bisschen zurück, manchmal nicht. Wenn es ohne Prophylaxe nicht geht, dann hast du das gleiche Problem wie ich und viele andere, dass du nach Alternativen suchen musst. Und es gibt Alternativen, auch wenn die pharmazeutischen Optionen fast alle problematisch sind. Da es leider keine einfache Antwort (sprich: ordentliche Behandlung) gibt, müssen wir alle permanent forschen, uns Wissen aneignen und alle möglichen Alternativen ausprobieren. Was einer Person hilft, hilft einer anderen nicht und umgekehrt. Ganz liebe Grüße!

      • Birgit Dezember 15, 2014 um 14:19

        Danke für deine schnelle Antwort! Der GUTE Neurologe wollte, dass ich Topamax probiere – das war vielleicht ein Reinfall. Ich hatte solche Wortfindungsstörungen, dass ich nach wenigen Tagen abbrechen musste.
        Ich möchte auf jeden Fall nochmal versuchen den Betablocker abzusetzen. Welche Tipps hast du, damit es mir eventuell dieses Mal gelingt?
        LG, Birgit

      • Violetta Dezember 15, 2014 um 18:21

        Tja, was soll ich dir sagen. Ich kann dir sagen, was ich machen würde. Aber erst mal die Betablocker: ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die Art und Weise, wie du die Betablocker ausschleichst, irgendwas an deiner Migräne ändert. Wahrscheinlich ist es eher so, dass wenn du unter eine bestimmte Dosis gehst, der Schutz des Propranolols nicht mehr gegeben ist und du einfach wieder mit deiner alten Migränestruktur konfrontiert bist. Da kannst du natürlich dagegen arbeiten, gleich wenn du die Betablocker anfängst zu reduzieren. Mit anderen Maßnahmen, die Migräne reduzieren. Viele, aber längst nicht alle, sind schon in diesem Blog besprochen worden, aber es hängt natürlich auch davon ab, was du anstrebst. Ob du bereit bist, andere Pharmazeutica zu versuchen oder nicht. Wenn das mit Topiramat nicht ging, dann geht vielleicht etwas anderes. Und hier wird es interessant bezüglich der Ärzte, nämlich ob die überhaupt andere Alternativen kennen. Da zeigen sich dann die Spezialisten, denn Topiramat verschreiben kann jeder. Ich denke, du musst grundsätzlich entscheiden, ob du die Betablocker absetzt, während du parallel andere Prophylaxemaßnahmen ergreifst, oder ob du es einfach ertragen willst. Wenn nicht, dann bleibt dir wohl oder übel nichts anderes übrig, als dich gut zu informieren und die Maßnahmen mit Absprache eines Arztes vorher, gleichzeitg oder kurz nachher einzuphasen. Je nachdem, was Sinn macht. Wenn du von der Pharmazie weg willst, kannst du z.B. Botox versuchen, da ist die Erfolgsquote auch ziemlich hoch. Oder, wenn du gar nichts mehr willst, so wie ich z.B. im Moment, dann kannst du mit Sport und Vitaminen (B6) dagegen arbeiten. Oder zusätzlich Akupunktur. Oder, oder. Ich würde mir wahrscheinlich ein ganzes Paket an Maßnahmen zusammenstellen, um das Gefühl zu haben, dass ich gut für mich gesorgt habe. Ich drück dir die Daumen.

  4. WolfgangO April 4, 2016 um 22:52

    Hallo Violetta, ich weiß nicht, ob der Blog noch aktuell ist – ich versuchs einfach mal. Ich bin kein Migräniker, nehma aber Betablocker seit rund 20 Jahren („ist doch nur ein Blutdruckmittel“). Wegen verschiedener Nebenwirkungen, die erst jetzt mit dem BB in Verbindung gebracht wurden, will ich ihn ausschleichen. Der erste Versuch ging daneben und nun bin ich beim nächsten. Da ich noch andere Medis nehme und eine Schlafapnoe habe, ist alles bissel kompliziert. BB will ich raus, weil mir mein Puls nachts – ca 48-50 (samt der „Entspannung) Probleme macht, ich wache stündlich aus dem tiefen Schlaf auf, der Blutdruck ist hoch und der Puls bleibt – könnte also BB sein. Sport kann ich kaum treiben, weil der Stoffwechsel nicht in Gang kommt. Nun das nur kurz. Haben Dir die acht Wochen ausschleichen gereicht? Ich will es lieber mit Dosisreduzierung versuchen. Nun habe ich gelesen, dass der Gebrauch von BB den Körper über lange Zeit anregt, sogar Rezeptoren sozusagen dagegen aufzubauen und die wieder abbauen muß. Das schafft er doch sicher nicht in 8 Wochen – falls das so stimmt. Aufgrund der Nebenwirkungen will ich natürlich möglichst „schnell“ raus und muß mir dennoch Zeit nehmen. Hast Du nach den 8 Wochen noch Probleme gehabt, die auf den Entzug zurückkzuführen wären, oder war dann wirklich „Ruhe“? Das würde mich sehr interessieren.
    Danke für eine Antwort und Gruß Wolfgang

    • Violetta April 5, 2016 um 10:54

      Hallo Wolfgang,
      seitdem ich mich mit Methylierung befasse, habe ich die Kunst des fortgeschrittenen Tablettenspaltens und Kapseln streuselns gelernt. Vielleicht sollte ich da in meinem Artikel noch einen Nachtrag schreiben. Ich würde das jetzt auch anders anpacken. Grundsätzlich: Dosis reduzieren ist eine sehr gute Idee. Du kannst dir einen Pillenteiler kaufen oder, falls es Kapseln sind, die aufschneiden und in Wasser träufeln, verrühren, trinken. Das geht alles wunderbar.

      Spätfolgen von Betablockern: Ja! Was ich auch jetzt erst gelernt habe ist, dass Betablocker eine toxische Wirkung auf das System haben, die nicht sofort nach dem Ausschleichen behoben ist. Ich habe mir die Aussage von einem Arzt aufgeschrieben, dass Betablocker a) die Mitochondrien in unseren Zellen zerstören und b) Melatonin und Serotonin erschöpfen und damit zu Schlafstörungen und möglicherweise Depressionen führen. Ich füge unten mal Zitate und Quellen an. Ich bin sicher, die BB machen noch mehr mit unserem Stoffwechsel. Leider werden wir zu selten über die Nebeneffekte von phamazeutischen Produkten informiert und wir wundern uns, wenn wir ein Medikament jahrelang nehmen und plötzlich seltsame, anders gelagerte Gesundheitsprobleme haben. Gerade im Fall von Betablockern gibt es genug Studien. Vermutlich renkt sich das meiste von selbst wieder ein, so wie das mit meinen Angstzuständen war, die die Betablocker ausgelöst haben. Das Ankurbeln meiner Serotonimproduktion hat allerdings viele Monate gedauert. Insofern kann es nicht schaden, sich mit einem Arzt zusammenzusetzen, der sich mit Nutrigenomiks und den Stoffwechselprodukten auskennt und dir hilft, dein System wieder auszubalancieren.

      Beste Grüße
      Violetta

      Suzy Cohen hat ein Buch über diese Probleme geschrieben, es heißt „Drug muggers“. Sie schreibt z.B. in ihrem Blog: „Guess what, beta blockers suppress melatonin levels, shown in 1999 by a study published in the European Journal of Clinical Pharmacology. CoQ10 is also depleted which may cause chronic fatigue, depression, restless legs or cramps. Beta blockers are what I call drug muggers of melatonin and CoQ10; restoring levels may be your side effect solution. Take CoQ10 in the morning (it’s energizing) and melatonin at bedtime.“

      „People who take beta blockers (at least in the evening) are setting themselves up for insomnia, depression and other mental disturbances due to the extraordinary interdependence of SAMe, serotonin and melatonin. Beta blockers suppress serotonin as well as melatonin. Thus, it is not surprising that the Physicians Desk Reference lists mental depression, fatigue, short term memory loss, insomnia and emotional lability as some of the side effects of Inderal (=Propranolol, Violetta) and other beta blockers.“ Quelle.

      Hier ist noch einer, der besonders auf die Probleme eingeht, die Bettalocker im Fett- und Zuckerstoffwechsel auslösen. Damit ist ein möglicherweise erhöhtes Risiko für Diabetes gegeben: „Beta-blockers (b-blockers) are a class of drugs used to treat hypertension and manage cardiac arrhythmias and cardioprotection after myocardial infarction. Side-effects associated with their use include: bronchospasm, dyspnea, bradycardia, hypotension, heart failure, heart block, various psychiatric disorders, sexual dysfunction, and alteration of lipid and glucose metabolism[160]. The latter is particularly troublesome since recent studies have revealed that beta-blockers, especially when used in combination with diuretics, increase a patient’s risk of developing diabetes[161,162]. Since diabetes is now considered to be a disease with a potentially large epigenetic component [6], and as previously mentioned, transient high glucose causes persistent epigenetic changes and altered gene expression during subsequent normoglycemia[94], it is tempting to speculate that beta-blockers may accelerate the development of diabetes by an epigenetic mechanism.“

      • WolfgangO April 13, 2016 um 08:00

        Hallo Violetta, danke für Deine ausführlichen Gedanken. Ich bin derzeit bei einer 3/8 Tablette und habe den vierten/fünften Tag bisher geschafft. Nach zwei vergeblichen Versuchen, die super anliefen und nach dem 4.Tag eine Blutdruckkrise brachten, habe ich jetzt Hoffnung, dass ich – langsamer – weiter komme. Ich versuche einfach, die Dosis zu reduzieren, wobei es dann bei den achteln sicher nicht ganz so genau zugehen kann, ich hoffe, mein Körper verzeiht mir das. Heute ist so ein kribbeliger Tag und ich hoffe, einigermaßen schlafen zu können, aber wenn ich da drüber komme, kann ich nächste Woche wieder ein Bröckchen rausnehmen. Es wäre einfach wunderbar, wenn ich meine Beschwerden zuordnen und ein gutes Stück los werden könnte. Da will ich mich in Geduld üben, wenns auch schwer fällt, da die stündlichen Aufwachattacken schon böse sind. Mein Hausarzt wollte mich mit Opipramol behandeln, weil sich der Körper an diese Attacken gewöhnt habe – nur wenn, müßte es ja einen Auslöser gegeben haben. Gut, dass ich nach 2 Tabletten gleich wieder raus bin, sonst hätte ich gleich zwei Ausschleichprobleme.
        Ich überlege, einmal „Mein Leben mit Betablockern“ aufzuschreiben, sobald ich weiß, dass ich einigermaßen raus bin und der BB der Übeltäter ist. Ich kann es nicht fassen, dass nach 20 Jahren solche Wirkungen massiv werden – wobei, ich hatte schon Beschwerden, die alle Ärzte auf alles mögliche schoben und die ich heute – dank Deiner Info über die Mitochondrien – anders zuordnen kann. Das würde bedeuten, dass ich spätestens seit 2008 schon Nebenwirkungen habe. Alles andere – Statine z.B. habe ich versuchsweise abgesetzt – da waren sich die Ärzte einig und ein BB wurde auch mal ausgetauscht, weil ich mich dicker fühlte. Das aber BB den Stoffwechsel bremsen und nicht per se dick machen – sagte keiner. Nun gut, das schreibe ich mal ausführlich auf – sollte ich dann ein Exemplar hier einstellen? Ich will es auch bei Ärzten, in der Apotheke austeilen, ich habe so ein Horror-Vierteljahr hinter mir, das kann man nicht einfach unter den Tisch rutschen lassen.
        Sag mal, diese Mitochondrien, können die wieder nachwachsen oder ist das dann ein bleibender Schaden? Vielleicht stehts irgendwo, aber mein Englisch ist nicht so gut, da brauche ich schon, um zu übersetzen.
        So weit erst mal als Antwort, ich werde weiter berichten/fragen und wie gesagt, meine Geschichte schreibe ich noch, wenn ichs richtig fassen kann, was ich mir da so lange Zeit angetan habe.
        Viele Grüße
        Wolfgang

      • Violetta April 13, 2016 um 10:36

        Das klingt so, als ob du wirklich sehr, sehr langsam reduzieren solltest. Dein Körper muss seinen gesamten Stoffwechsel umstellen, das dauert, wenn du quasi „schon immer“ Betablocker genommen hast. Ich würde mal von mehreren, vielen Monaten ausgehen. Du willst ja deinen Körper nicht so stressen, der muss erst mal Wege finden, um selbst ein neues Gleichgewicht herzustellen. Warum hast du die BB eigentlich bekommen? Nur wegen dem Blutdruck? Ist dein Homocystein hoch? Also, die Mitochondrien kann man heilen, mit der Zeit. Ich kenne da ein paar sehr gute Seiten auf Englisch, ich weiß leider keine auf Deutsch. Mit Q10 und vielleicht sogar Melatonin würde ich sofort anfangen. Q10 gibt dir Energie. Melatonin lässt dich schlafen. Du kannst dich auch informeren und einen Vorläufer von Melatonin nehmen, zum Beispiel 5-HTP (ist in D auch nicht frei erhältlich, aber du kannst das gleiche Zeugs als Griffonia bekommen). Wenn du Melatonin in D nicht bekommst, dann kannst du in irgendeiner europäischen Versandapotheke bestellen. Oder bei einem der sehr guten Hersteller wie seekinghealth.com, die sitzen in den USA und versenden weltweit und man kann sich sicher sein, dass kein Mist in den Lebensmittelzusätzen ist. Mitochondrien produzieren ATP, da gibts auch Ergänzungsmittel. HIer ist noch ein Beispiel zum Heilen von Mitochondrien, Mitoforce von Dr. Amy Yasko. Sie hat, wie so viele Ärzte in den USA, ihren eigenen Shop mit Ergänzungsmitteln. Das Zeug ist teuer, aber auch sehr gut. Hier der Link.

        Wahrscheinlich ist dein gesamter Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht und wie gesagt, ich vermute mal, dass du mit den Informationen, die du im Bereich Methylierung bekommen kannst, viel reparieren kannst und nicht nur das, du kannst deinen gesamten Stoffwechsel verändern. Du brauchst wahrscheinlich auch Magnesium, wenn deine Zellen anfangen, sich zu reparieren, auch Potassium. B12 und Methylfolate und andere Elemente der Methylierung können dir helfen, deine Energie wiederherzustellen, deine Meurotransmitter im Hirn wieder ins Gleichgewicht zu bringen, damit du schlafen kannst und dich gut fühlst und deine Zellen zu reparieren. Das ist alles viel und erst mal verwirrender Stoff, aber ich denke, du kannst da sehr weit mit kommen. Quellen (die auch allgemeine Gültigkeit haben) habe ich in meinem Post über CBS angegeben.
        Wie gesagt, vielleicht findest du zumindest mal einen Naturheilkundler, der in der Lage ist, deine Aminosäuren, Vitamine und Mineralien zu messen und zu bewerten. Da wärest du einen Schritt weiter.
        Ich geb dir mal noch ein paar links mit zu dem Thema, da musst du auf den Englischen Seiten nicht so rumstochern.
        How I recovered von Eric, der erzählt, wie er mit Hilfe von Methylierung aus Chronischer Fatigue herausgefunden hat.
        Hier nochmal eine nette Einführung zum Thema, was Methylierung ist und warum es den Mitochondrien hilft.
        Hier einer der besten Infoquellen über haupt, Phoenixrising. Der link führt zu einer Diskussion über das Reparieren von Mitochondrien.

        So, jetzt hab ich dich aber zugeschütte. Leider ist alles in Englisch. Lass mich wissen, wie du vorankommst.

  5. WolfgangO April 13, 2016 um 08:02

    Ach ich lese grad – Q10 – sollte man das nehmen. Ich habs schon mal genommen, aber unter anderen Gesichtspunkten und unter BB.

    • Violetta April 13, 2016 um 10:43

      Ja, solltest du. Siehe mein Kommentar unten. Q10 und Melatonin. Aber pass auf, dass du nicht von irgendeinen Hersteller kaufst. Die Unterschiede sind immens.

  6. WolfgangO April 13, 2016 um 08:06

    Ach, das wollte ich noch sagen – auf den BB hat mich zuerst ein Heilpraktiker/Osteopath gebracht, den ich wegen Muskelproblemen im Februar aufgesucht habe. Er erschrak zu Recht über meinen Cocktail an Blutdrucksenkern. Der Auslöser für die harten Attacken im Dezember könnte übrigens eine Testosteron Therapie gewesen sein, die ich nach der zweiten Spritze abgesetzt habe – erscheint logisch, der eine fährt runter, der andere hoch….
    Nochmals Gruß
    Wolfgang

    • Violetta April 13, 2016 um 10:42

      Ja, erscheint logisch. Deine Hormone werden sich, falls du dich entschließt, mit Methylierung an das Thema heranzugehen, auch weiter verändern/ausbalancieren. Sehr interessant dein Bericht. Wenn man den Ärzten nicht einfach mal ein NEIN entgegensetzt, dann gerät man immer tiefer in die Spirale. Hast du die Muskelprobleme vielleilcht nach den Statinen bekommen? Ganz böses Zeug das…

      • WolfgangO April 13, 2016 um 12:04

        Hallo Violetta, danke für die schnelle und vielfältige Information.
        Deine Fragen: Nee, BB habe ich nur wegen Blutdruck bekommen, ich war beruflich und überhaupt sicher ein „stressiger“ Typ, vielleicht hat die Hausärztin daran gedacht, ich vermute aber, sie hat damals schlicht nicht mehr gewusst (wobei: ich habe bis hin zur Kardiologin auch keine kundigen Leute gefunden). Homocystein habe ich mal mit Folsäure behandelt.
        Muskelprobleme nach Statinen – ich glaube nicht, sind auch bissel anders, das wars ja, ich konnte es kaum richtig beschreiben, keine richtigen Schmerzen, eher ganz furchtbar energielos bei Belastung, die Oberschenkel, Waden kamen später, seit ich nachts aufwachen muß…..
        Ich habe einen Naturheilkundler und Homöopathen und Schulmediziner in einem gefunden, da lasse ich mir mal Termin geben, ist nicht allzu weit von mir. Macht auf der HP einen Guten.
        B12 werde ich mir als Kur spritzen lassen, das ist kein Problem. Bei Melatonin bin ich unsicher wie bei allem, was irgendwas mit Schlafen zu tun hat wegen der Schlafapnoe, ist zwar theoretisch Schlafhormon, was jeder hat. Q10 hole ich mir in der Apo.
        Und Schlafapnoe wird wieder durch BB verstärkt, ebenso hat meine (zum Glück nicht sehr intensive) Schuppenflechte zugelegt.
        Statine nehme ich, obwohl böse. Da gibts nichts Eindeutiges zu hören. Ich hab ne Plaque in der Carotis und Statine sollen stabilisieren – sagt die Kardiologin. Der Internist sagt, lassen Sie es weg – oder haben Sie Angst – ja, habe ich, die Plaque ist nun mal da. Also weniger wegen Cholesterin. Such noch jemand, der sagt, dass ich es wenigstens halbieren kann.
        Das erst mal in Kürze.
        Gruß Wolfgang
        (Die EMail Benachrichtigung bei neuen Kommentaren klappt nicht…ist angeklickt…)

      • WolfgangO April 13, 2016 um 12:06

        Q10 – wie stark? Oder lieber nicht so, dass es nicht gegen den BB pusht?

      • Violetta April 13, 2016 um 13:08

        Manche Menschen können Nahrungsergänzungsmittel in sich reinschütten und alles ist gut. Viele aber, besonders wenn der Stoffwechsel lange Zeit beeinträchtigt war, reagieren sehr sensibel und mit starken Nebenwirkungen. Zu diesen Leuten gehöre ich auch. Schon kleinste Gaben einfachster Vitamine können mich komplett umhauen. Deshalb gilt immer, auch für Q10: Mit kleinsten Mengen anfangen und erst mal austesten, wie man darauf reagiert. Wie klein? Nun, ich zum Beispiel schneide Kapseln grundsätzlich auf und verrühre ein paar Streusel in einem Glas Wasser. Dann schaue ich, wie’s am nächsten Tag läuft und erhöhe vorsichtig. Grundsätzlich: Q10 wirkt nicht gegen die BB, sondern es füllt Enzyme wieder auf, die man ganz unabhängig von der Wirkung der BB braucht.
        Dosierung: Vorsicht auch mit B12 Spritzen. (Abgesehen von der Überdosierung und dem Schock fürs System bekommt man oft das billige Cyanocobalamin gespritzt, was nicht empfehlenswert ist, weil es ein Zyanid-Molekül in der Struktur hat, welches der Körper mit einigem Aufwand entsorgen muss) Zu viel B12 kann mächtig nach hinten losgehen. Mich persönlich hauen schon kleine Mengen B12 um. Nach 2 Wochen werde ich hektisch und depressiv und verspannt. Ich folge der Empfehlung von Dr. Amy Yasko und nehme Hydroxocobalamin oder Methylcobalamin, immer zusammen mit B2, B6 und Methylfolate (NICHT folic acid). Letzteres ist übrigens schon ein Teil des Methylierungsansatzes und senkt, wie du schon richtig bemerkt hast, Homocystein. Nur am Rande: Viele Menschen allerdings haben die MTHFR Mutation und können keine Folsäure verarbeiten und brauchen daher Methylfolate. Das Feld der Methylierung ist weit….
        Viele Grüße

  7. WolfgangO April 14, 2016 um 01:13

    Danke, Violetta, jetzt werde ich mal alles bei und in mir ordnen, B12 Spritzen hatte ich schon mal, haben eigentlich nichts gebracht, aber da war meine Situation noch eine andere. Mit Q10 hatte ich auch nichts gespürt, aber eben auch die Situation davor….
    Ich muß mal sehen, dass ich meinen Puls auf die Höhe bringe, nachts geht er nie über 64, dafür reagiert der Körper mit Blutdruck um 160, gegen morgen geht der Puls ein Stück mit und der Blutdruck nur bis 140 – immerhin ein Erfolg. Tagsüber habe ich auch zu tun, dass mein Puls ein gewisses Maß erreicht. Ich bin 67 und da könnte er mit 70…80 im Normbereich sein. Nachts ist das Minimum 45 und die Ärzte sagen: seien sie froh…Und der Blutdruck geht auch um die 100, das kann einfach zu wenig sein, kann und niemand sagt, da hast du wohl recht. .Aber es geht ja um mein Befinden. Was ich grad gelesen habe, Calciumkanalblocker senken auch den Puls, Mist, den nehme ich erst seit zwei Jahren und seit einem dreiviertel Jahr mindestens habe ich – minimal angefangen – die jetzigen Beschwerden….Da könnte ich fast behaupten, dass dieses Amlodipin auch noch einen Anteil hat, die Nebenwirkungen sind sowieso nicht erstrebenswert. Da gibts wohl vieles, was zusammen hängt. Ich muß jetzt das Maß finden, so viel wie möglich zu reduzieren und zugleich den Blutdruck im Zaum zu halten, wobei, wenn ich gut schlafe und mich fühle, ist er richtig gut. Also jonglieren , warten bis es vier gute Tage gibt und dann weiter schauen. Nur nicht übermütig werden, hat mir zweimal heftig geschadet, also auch da ganz langsam. Du hast ja mit Deiner Vitamin-Intoleranz auch einiges am Hals, es gibt so vieles, was in der großen Medizin und bei den Ärzten gar nicht im Blick ist. Und das selber kümmern ist anstrengend.
    Nun denn, basteln wir also weiter (und ich bin so scheiß müde, seit Dezember keinen richtigen Schlaf mehr gehabt.)
    Viele Grüße

    • Violetta April 14, 2016 um 19:31

      Oh ja, selber kümmern ist sehr anstrengend. Leider oft der einzige Weg. Nur noch eine Bemerkung in den Ring geschmissen: Hoher Blutdruck wird oft durch Bleibelastung ausgelöst. Manche sind da genetisch bedingt empfindlicher als andere. Das Thema finden viele Ärzte esoterisch, man kann das allerdings ausleiten und manche kurieren so ihren hohen Blutdruck.
      Viel Erfolg beim Sortieren und Beste Grüße von Violetta.

  8. WolfgangO Mai 17, 2016 um 02:24

    Hallo Violetta, mal einen Zwischenstand. Ich bin nun seit drei Wochen etwa vom Betablocker chemisch gesehen weg. Mir gehts auf und ab, mal hoher Blutdruck, mal hoher Puls, meist abwechselnd. Wenn ich ganz vorsichtig bin, es geht mit Rückschlägen voran. Ich versuche jeden Tag meine 20 MIn Runde, habe auch mal 100 m gejoggt. Interessant ist, wenn ich liege, und wenn BD und Puls mir zu hoch sind, tut ich das, geht beides richtig runter, da kann ich einen BD von 130 haben und einen Puls von 75. Aber kaum sitze ich – schwupp, gehts wieder hoch, Puls bis 110. Ist das normal? Ich kann es mir so erklären, dass der Körper noch nicht differenzieren kann zwischen einen hohen Anstrengung und eben nur einem Gang vor der Gartentür. Hast Du da Erfahrungen?
    Manche nehmen dann noch einen Krümel BB, aber was ist ein Krümel? Und ich habe Sorge, dass dann die Schlafstörungen wieder mehr werden. Der BB soll ja auch Albträume bringen und es passiert jede Nacht manchmal heftig, neuerdings auch mal weniger, dass ich gleich weiter schlafe. Aber 1,5 Stunden am Stück durchschlafen, ist schon eine Errungenschaft. Und kann man dann den Krümel auch wieder weglassen? Ich hatte vor Kurzem Panik mit dem Puls und habe (viel zu viel) ein viertel Nebivolol (5mg : 4) genommen und am nächsten Tag wieder weg, da hatte ich fetten Blutdruck. Also solche Experimente möchte ich nicht.
    Ansonsten: ich nehme Passionsblume, Baldrian-Hopfen, B12 Kapseln (Methycobalamin), Omega drei, Rote Beete Saft, senkt Blutdruck, Bierhefe mit vielen Vitis und Folsäure, Säureblocker habe ich ausgeschlichen und scheint mir gut zu bekommen, notfalls zähle ich paar Kügelchen aus der Kapsel ab (so müßten alle Medis sein….) Q 10 habe ich nicht gewagt, da es die Wirkung von ASS beeinträchtigt und im Moment traue ich mir nicht, es weg zu lassen. Aber Rote Beete soll auch den Mitochondrien gut tun.
    Ansonsten fliegen wir morgen nach Kreta, ich hoffe, dass es gut tut, Kreta hat mir immer sehr gut getan, als ich im Februar buchte, hatte ich gerade eine High Phase, sonst hätte ich vielleicht gezögert. Es ist so was wie unsere zweite Heimat und Frau und Enkel freuen sich, ich auch und hoffe, dass der Körper mitspielt. Irgendwann müssen die Rezeptoren ja mal bissel runterfahren.
    Mein Gewicht ist auch runter, sicher durch den Streß, aber ich esse auch weniger und brauche plötzlich nicht mehr und der Betablocker blockt meinen Stoffwechsel nicht mehr.
    Ansonsten muß ich wohl viiiiiel Geduld haben, 20 Jahre sind kein Pappenstiel. Und noch werden BB verschrieben wie harmlose Bonbons. Meine Frau hatte kürzlich ein Gespräch mit einer Apothekerin (!) und wollte statt der verschriebenen großen Packung BB nur eine kleine als Not-Reserve – nicht mal die Apothekerin (die selbst BB nimmt wegen nur (!) Blutdruck) wußte etwas, nur „das muß man langsam ausschleichen“. Aber in Wirklichkeit weiß es niemand und es ist sehr individuell. Im Netz fand ich von einem Arzt eine Anleitung über genau 10 Tage, gut, wers erst ein Jahr nimmt, mag es gehen, mir reicht es wohl nicht und bis Sommer werde ich wohl noch zu tun haben.
    Nun gut, so weit, ich werde immer mal berichten, hilft vielleicht auch anderen. Wenn Du zur „Krümel-Frage“ was sagen kannst, wäre das schön.
    Viele Grüße

    • Violetta Mai 17, 2016 um 10:05

      Vielen Dank für dein Update: Was für ein spannender Prozess.
      Zum Thema Krümel: man hat ja immer ein Eigengefühl für seinen Körper, das ist schwer zu sagen. Allerdings bei Medikamenten, die stark eingreifen ins System und die man loswerden will tut man dem Körper den größten Gefallen mit Beständigkeit. Ich persönlich würde Dosisschwankungen meiden, so gut es geht.
      Das mit dem Puls: Gut dass du gleich die Liste mitaufgeschrieben hast, was du nimmst: Thema Methylcobalamin. Das ist definit das richtige B12. Dazu muss man allerdings wissen, dass B12 eines der wichtigsten Elemente im Methylkreislauf sind, zusammen mit anderen „Partnern“ in erster Linie aber Methylfolat. Meine Erfahrung und auch die Erfahrung von vielen anderen Menschen ist die, dass wenn man einen dysfunktionalen Methylkreislauf wieder anwirft, es zu ruckartigen körperlichen Phänomenen kommen kann. Erhöhter Puls und Schwitzen ist vor allem meine Erfahrung mit B12. Der Körper hat plötzlich so viele Methylgruppen, ist nicht dran gewöhnt und dreht hoch anstatt das Zeug einfach sauber in den Kreislauf einzubauen. Der Puls geht bei mir z.B. immer hin- und her bei zu viel Methylgruppen. Meine Empfehlung: ausprobieren, ob dein Pulschlag vielleicht mit Dosis Anpassungen von B12 zu beruhigen ist. Ich z.B. kann immer nur Micromengen an B12 nehmen aus diesem Grund, tatsächlich Krümel, die nie mehr als 50mcg sind. Ich bin sogar von der besten, total bioverfügbaren B12 Variante Methylcobalamin eine Stufe runter auf Hydroxocobalamin gegeangen, um diesen Effekt zu vermeiden. Und noch was: Bei Nutrients ist es anders als mit pharmazeutischen Hämmern. Man muss ie nicht jeden Tag nehmen. Dr. Lynch empfiehlt sogar, dass man genau in sich reinfühlen soll, was ein Nutrient macht, und wenn man das gefühl hat, es wirkt total gut, dann soll man erst mal aussetzen und wieder anfangen, wenn man das Gefühl hat, es ändert sich was. Längerfristig solltest du definitiv deinen Methylkreislauf sauber unterstützen (dazu braucht es mehr als B12), ich schreib bald mal mehr dazu.
      Thema Q10 und Aspirin: Ich habe mal für dich geschaut, was die Pharmazeutin Suzy Cohen zur Wechselwirkuung Q10 und Aspirin als Blutverdünner schreibt. Zitat: Q10 „may slightly reduce the effect of your blood thinner. I would not give this nutrient up, though. It’s a powerful antioxidant and it protects the heart. I think it is worth having your doctor make a slight adjustment to your drug dosage if needed.“

      • WolfgangO Mai 17, 2016 um 11:14

        Danke, nur kurz, aber mit b12 ahnte ich schon, wenn man vergleicht, die Spritze gab es 2x die Woche, dann werde ich damit vorsichtig sein. Ist jetzt sicher nicht das dringenste und ich werde es dem Körper in größeren Abständen anbieten.
        In 2 Wochen hab ich einen Arzt Termin, da werde ich die Frage Q10 noch mal ansprechen, ich hab ne sono an der carotis, mal sehen wie die Plaque aussieht. Nun muss ich erst mal mit passablen BD und Puls die 1 1/2 Stunden Flug durchstehen, heute ginge es ganz passabel. Ganz lieben Dank für Deine Gedanken, bis demnächst viele Grüße

  9. WolfgangO Mai 17, 2016 um 02:38

    Ich sehe grad weiter oben steht ja, 2 Monate kann das Umstellen mindestens dauern – ich hab am 30.März angefangen, auszuschleichen, also hab ich mindestens bis Ende Mai noch Zeit. (Freu)

    • WolfgangO Juni 7, 2016 um 05:58

      Eigentlich sollte hier ein Update kommen zu Reise nach Kreta und vielen Fortschritten, aber ich schreibe im Liegen und darum nur kurz. Seit zwei Tagen die alte Geschichte – Blutdruck im liegen 130, im Sitzen oder stehen 165, letztmals zu Ostern so gewesen. Ursache? Seit Mitte Mai unregelmäßig B12 eine Kapsel 500 mikro, ging alles gut, zuletzt im Abstand von zwei Tagen je eine ich glaub vorgestern – und nun dies. Ich kann mir nur erklären das b12 meine beta Rezeptoren irritiert und alles mit. Schade, ein Rückschlag, ich war schon beim Radfahren angekommen. Obs so ist, ich kanns nur ahnen und hoffen dass die Verstoffwechslung schnell geht. Soweit so nicht gut – später mehr. Gruß Wolfgang

      • WolfgangO Juni 7, 2016 um 06:16

        Eigentlich wollte ich gestern mit 1mg Melatonin beginnen um endlich mal zu schlafen, aber nun bin ich Vorsichtig dass da nicht auch noch was passiert , oder gibt’s da gute Erfahrungen – nach Haferflocken mit Kakao und Milch habe ich seit Wochen erstmals 3 Stunden am Stück ohne Albtraum geschlafen – kann man dann zum weiteschlafen noch mal gegen 2 Uhr was nehmen?

      • Violetta Juni 7, 2016 um 13:07

        Ja, Melatonin kannst du später in der Nacht nochmal nehmen. 1mg ist eh nicht viel. Lebenspartner nimmt nie unter 3mg, viele nehmen 5mg oder sogar noch mehr. Ich persönlich habe mit Melatonin nur gute Erfahrungen gemacht. Gestern habe ich auch noch gelernt, dass Melatonin einen Stoff im Hirn erhöht, der zur Entgiftung benötigt (Gluathione) wird und eine Gattung von ganz bösen freien Radikalen abfängt. Damit hilft es dem Gehirn generell, neurotoxische Effekte einzudämmen.

      • WolfgangO Juni 7, 2016 um 09:51

        Eine Beobachtung noch dazu: mir ging es am besten wenn Blutdruck und Puls in der Waage waren. Geht aber der eine hoch, geht der andere runter und umgekehrt. Das hat sicher mit den B Rezeptoren zu tun, die versuchen, ins Lot zu kommen. Heute nun kommt einfach der Puls nicht in die Gänge, 60-65 sind ohne betablocker zu wenig, dafür Blutdruck hoch. Könnte es an b12 liegen, dass der Puls so beruhigt ist oder ist es einfach ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Normalisierung?

      • Violetta Juni 7, 2016 um 13:12

        Hier übersteigt deine Frage meine Kenntnisse – keine Ahnung. Aber: wenn du in den letzten Wochen eine Normalisierung hattest, dann hast du schon mal was richtig gemacht. Auf die Dauer musst du halt aufpassen, dass viele Element in der Gleichung stimmen, siehe mein Kommentar zu den B-Vitaminen insgesamt. Aus der Methylierung weiß ich, dass viele Leute, die lange Medikamente genommen haben und dann den Stoffwechsel wieder ankurbeln, erst mal entgiften, was sich nicht so angenehm anfühlt. Da muss man dann immer wieder auf die Bremse treten und langsam machen mit den Methylgruppen.

      • Violetta Juni 7, 2016 um 12:58

        Also: wenn ich dir was empfehlen darf, falls du das nicht schon tust, ich würde versuchen, zum B12 mal Methylfolate oder Folinic Acid (Folinsäure) dazuzunehmen. Aber wenig, viellecht 20-50mcg am Anfang. Das kurbelt deine Methylierung an und sorgt dafür, dass Homocystein abgebaut wird. Zu hohes Homocystein ist eine klassische ursache für Cardiovaskuläre Probleme. Hier noch ein paar Sachen, die mir dazu einfallen und die du überprüfen kannst: Es kann imemr sein, dass wenn man nur ein Vitamin längere Zeit nimmt, dass es zu Ungleichgewichten im Körper kommt. Die B-Vitamine hängen alle zusammen und ziehen sich gegenseitigem it und beeinflussen sich gegenseitig. Wenn du also ein einziges B-Vitamin in größeren Mengen nimmst, dann kann es passieren, dass dir ein anderes ausgeht. ZUm Beispiel, der Stoffwechselkreislauf, den du mit B12 ankubelst, braucht auch B6 (was allerdings von vielen nicht gut vertragen wird. Bei manchen ist P5P besser, die bioaktive Form von B6). Am besten wäre es, die anderen Bs auf die Dauer mit an Bord zu bekommen. Achtung, keine Folsäure nehmen. Oder, ganz im Gegenteil, dein Körper hat zu mit dem B12 zu viele Methylgruppen bekommen. Fühlst du dich gereizt, verstimmt? Falls du zu viele Methylgruppen im Körper hast und das dein System durcheinanderbringt, kannst du die sanft ausbremsen mit Nicotinsäure (B3). Ansonsten erinnere ich mich an den Spruch vn Dr.Lynch, dass immer, wenn man sich richig gut fühlt, mit dem Lebensmittelzusätzen aufhören soll und eine Pause machen, bis man Anzeichen bekommt, dass es wieder Zeit ist. Hoffe, das gibt Denkanstöße, die dir helfen.

  10. WolfgangO Juni 10, 2016 um 05:45

    Da bin ich wieder. Ich danke Dir für Deine schnelle Antwort, ich hab sie nachts noch abgerufen und es war mir hilfreich zu wissen, dass es das B12 sein kann. Ich hab dann Melatonin genommen und es ging gut – nun bin ich wieder einigermaßen normal, zwei Tage vorsichtig kurze kleine Wanderungen, heute wieder Rad und dieses Mal die weiteste Strecke mit 6 km (ich komm mir vor wie auf einer Reha, jeder Fortschritt ist ein Fest). Mit B12 lasse ich es erst mal, bis ich stabiler bin und wenn dann nur mit kleiner Menge. In den NEM, die ich schon länger nehme, (Omega 3 und Bierhefe) sind ja auch kleine Mengen drin. Nun habe ich mir Q10 bestellt, auch erst mal nur 30mg und wenn ich das noch mal teile, könnte ich vielleicht einen guten Anfang machen. Da beginne ich am Montag, am Sonntag hat unser Enkel Geburtstag und ich will kein Risiko eingehen, dass es mich wieder ausschert. Die Enkel haben in letzter Zeit so viele Wechselbäder mit dem Befinden des Opas erlebt, dass ich meinen jetzigen Zustand nicht riskieren will. Denn es ist wirklich alles noch sehr instabil, gestern nachmittag habe ich mir 1/2 Tasse meines geliebten Kreta-Kaffees geleistet, das war auch ein Fehler, ich konnte trotz Melatonin weder einschlafen noch durchschlafen. Also muß ich da auch noch warten, ist nicht schlimm, aber schon extrem erstaunlich, wie alles ausser Takt gekommen ist.
    Gestern war ich beim Arzt, ich kann erst mal die Statine auslassen, weil meine Plaque gut aussieht (irgendwas hat sie anscheinend tatsächlich zurück gebildet, man sagt es vom Omega 3 und auch vom grünen Tee). Und sollte das Cholesterin in drei Wochen nicht stimmen, dann will er es erst mal „natürlich“ angehen. Er ist sehr offen und das freut mich.
    Melatonin will ich mir noch was bestellen, hatte es nur von Rossmann, da ist 0,5mg + Melisse in der Kapsel,k aber eine Nacht war es richtig gut, zum ersten Mal seit Monaten 3 Stunden am Stück geschlafen.
    Apropos Kreta – es war eine gute Zeit, Hinflug gut überstanden, Flughafen München problemlos,Rückflug nicht so gut, die Tage dort wechselnd, aber Kreta tut einfach gut!!!!!! So habe ich dann ganz vorsichtig die Füße ins Wasser gesetzt und war stolz wie ein König, dass ich dann 10 Meter schwimmen konnte, am nächsten Tag noch etwas mehr. Wanderungen hat dann meine Frau gemacht und meine speziellen Strecken, die ich den Enkeln zeigen wollte, kommen dann nächstes Jahr dran. Zweimal mußte ich auch das Essen auslassen und hab im Auto gewartet, alles blöd, aber der Blutdruck hat sich bei jeder Bewegung auch bewegt – leider nach oben. Insgesmt war ich froh, dass ich nicht abgesagt habe, natürlich war die Rück-Fahrt zum Flughafen, Schlange stehen und dann noch Flugverspätung stressig, inklusive Flug waren es knapp 6 Stunden Anstrengung. Nun, wohl auch Geschichte, ansonsten – Kreta hilft heilen. Wir fliegen schon 10 Jahre hin.
    Bis hierher – viele Grüße Dank für manchen guten Gedanken!

    • Violetta Juni 10, 2016 um 10:28

      Liest sich wie ein Krimi. Interessant, dass sich die Plaque zurückgebildet hat. Cholesterin mit natürlichen MItteln bekämpfen wäre dann wahrscheinlich Niacin, oder? Klingt nach einem guten Arzt. Bin gespannt, wie es weitergeht. Beste Grüße!

      • WolfgangO Juni 11, 2016 um 02:39

        Ja, ich werde weiter berichten. Hab aber doch noch ne Frage. Mit dem Melatonin bringt mir nicht so viel, da ich mit dem Einschlafen nicht so ein Problem habe – eher mit dem Durchschlafen. Das heißt, der Körper müßte selbst Mela die Nacht über zur Verfügung stellen. Und immer noch ne Kapsel einwerfen, ist auch nicht toll. Was hast Du mit Tryptophan für Erfahrungen -. das klingt mir eher nach einer durchgängigen Wirkung…..Oder ich lasse es und verwöhne den Körper nicht mit solchen Angeboten und warte, bis er wieder selber produziert – aber manchmal ist es kraß und mir fehlt der Schlaf. Tryptophan gibt es mit 500 mg – keine Ahnung wie viel das ist.
        Noch ne Frage, hast Du ne Ahnung, was Prednisolon bewirken könnte, wenn man auf dem BB Entzug ist (seit B12 bin ich mit allem vorsichtig). Ich hab schon 2 Mal ne Zahnop verschoben wegen meiner Situation, jetzt steht bald der dritte Austauschtermin an. Der Zahnarzt will mir gegen Schwellungen ne Tablette Prednisolon geben, ich hab aber Schiß, dass es auch wieder ein Durcheinander bringt. Nehmen müßte ich es, da genau auf der Wunde die Maske aufliegt, also ohnehin ein Problem.Aber allein das und dann noch ein System Crash, wäre nicht so toll, zumal ich dann am nächsten Tag zur Nachschau müßte. Ich bin grad froh (und staune immer wieder), das alles langsam in den Takt kommt…..Heute Rad gefahren, Blutdruck normalisiert sich mit dem Absteigen sofort, Puls braucht länger zum Runterfahren, das heißt für mich: der Köper stoffwechselt wieder. Seit 20 Jahren wieder – ich schwitze sogar bei Anstrengung.
        Viele Grüße und gutes Wochenende.

      • Violetta Juni 11, 2016 um 10:26

        Das Ding mit solchen natürlichen Ansätzen ist, dass sehr viele Effekte Zeit brauchen und schleichend funtionieren. Deshalb zum Melatonin: Da dein Körper über Jahre mit einem Melatoninräuber gelebt hat, wird das alles ein wenig Zeit brauchen, um sich wieder einzurenken. Auch wenn das Melatonin noch nicht ausreicht, um dich spontan in tiefen, dauerhaften Schlaf zurückschnappen zu lassen, würde ich dir empfehlen, es weiterzunehmen, weil es ja noch andere wichtige Funktionen im Körper hat. Nicht nur schlafen. Auch das Experimentieren mit Dosierung ist wichtig. Manche Menschen brauchen sehr wenig von einem natürlichen Zusatz. Andere brauchen hohe Dosierung, zum Beispiel wenn ein Enzym genetisch bedingt nicht richtig arbeitet. Mit der Überdosierung kann man das Enzym dann wieder zum Laufen bringen. Ich meine damit nicht, dass du jetzt überdosieren sollst. Ich meine aber, dass du, wie beim B12 auch, mit geringen Dosen anfangen sollst und dann ganz langsam hochfahren und gucken, was das mit dem Körper macht. Wenn sich irgendwas nicht richtig anfühlt wie beim B12, dann nicht ganz aufhören, sondern pausieren und die Dosis reduzieren. Jeder Körper ist anders und reagiert anders zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Das ist halt ein Lerneffekt.
        Hier ist, auf English, ein kurzes und sehr gutes Video zum Thema Schlafen. Kurz zusammengfasst: Langfristiges Senken von wachmachenden Lebensmitteln die viel

        Glutamat und Histamin in Lebensitteln machen wach und nervös (Histamin kann übrigens auch zu Herzklopfen führen), vor allem abends. Zusätze, die wachmachende Neurotransmitter senken, für abends: Magnesium, B6 (oderP5p), Niacin als Nikotinsäure. Kein Proteine abends, anstattdessen eher Kohlenhydrate (es gibt auch gesundere wie wilder Reis etc). Was du versuchen kannst: GABA. GABA ist das erste, was Dr. Amy Yasko verschreibt, um den Glutamathaushalt im Hirn unter Kontrolle zu bringen. Zusammen mit glutamatarmer Ernährung. (Halte ich persönlich für einen ganz wichtigen Punkt) Zum Tryptophan oder 5HTP in seiner mehr bioverfügbaren Form: Kannst du versuchen, aber: aufpassen. Zu viel Serotonin auf die Dauer bringt auch Dopamin durcheinander zieht sich geegenseitig mit). Und: nicht alle vertragen das Zeug. Ich bekomme von 5HTP, auch wenns widersinnig ist, Migräne und ich vertrage kein GABA. Wie immer, für alle neuen Experimente gilt: immer nur ein Mittel auf einmal, in Minidosen und über midestens 1-2 Wochen beobachten, was es tut und langsam steigern.
        Grundsätzlich, ich habe es schon oft gesagt: Die Methylierung ankurbeln mit Methylfolate, B12, B2, B6 und ggf Zink (die meisten Leute brauchen Zink, entspannt auch). Bessere Methylierung bringt besseren Schlaf.

        Prednisolon: Corticosteroide sind ein großes Problem. Ich nehm auch immer wieder mal Hydrocortison, aber immer nur sehr kurzzeitig und ich denke, dass einmalige ANwendungen eine andere Chose sind als dauerhafter Gebrauch. Corticosteroide entziehen dem Körper so ziemlich alles, was wichtig ist: Kalzium (macht Osteoporose), Folat, Melatonin, Potassium, Selen, Vitamine A, B6, B12, C, D, Zink. Das bedeutet, man zerschießt sich die gesamte Methylierung inklusive Neurotransmitter. Trotzdem stellt sich die Frage, ob man sowas kurzfristig mal nehmen kann. Das kann der Arzt beantworten.
        Nochwas: Es gibt sehr viele Firmen, die minderwertige Lebensmittelzusätze herstellen und man wundert sich, dass das Zeug nicht richtig wirkt. Ich empfehle den internationalen Versand von seekinghealth.com oder die NOW Produkte von iherb.com.

        Nochmal zum Zahnarzt: Eine Sache, die beim Zahnarzt GANZ wichtig ist, ist dass du bei Eingriffen NICHT mit Stickstoffmonoxid (NO, oder Lachgas genannt) oder Halothan narkotisiert wirst. Das ist einer der größten Übeltäter für deinen Stoffwechsel, die negativen Effekte machen sich sofort bemerkbar. Deshalb werden sie auch nicht mehr so häufig eingesetzt. Kannst du mit dem Zahnarzt diskutieren.

        So. Viel Spaß beim Fahrradfahren.

  11. WolfgangO Juni 11, 2016 um 03:00

    Die Zahn OP ist nicht unbedingt dringend, kann ich also noch mal verschieben, (peinlich, weil mans nicht richtig erklären kann..)

  12. WolfgangO Juni 11, 2016 um 12:13

    Danke für die Mühe, die Du Dir machst, alles zu erklären. Ich werde es auf mich umsetzen. Heute ging es mal richtig gut, früh Rad gefahren (ohne Muskelschmerzen, die ich seit 10 Jahren habe), nachmittags Autotour Richtung Donau, ausgiebige Wanderung mit Familie, alle Werte recht gut am Schluß.
    Zahnarzt werde ich sehen, wie es mir dann geht, drüber reden kann man schwer mit ihm, er ist ein ausgezeichneter Fachmann, aber von Betablocker und so….naja, ist halt so.
    Nee, Narkose und Co. sowieso nicht, so lange es vermeidbar ist, da gibts schon genügend Bedenken und Vorschriften für Anästhesisten wegen der Schlafapnoe. Ich bin beim ZA hart im nehmen, lieber zwei Minuten Schmerz als den halben Tag tauben Mund.
    Schönes Wochenende und viele Grüße!

  13. WolfgangO Juni 19, 2016 um 09:48

    Hallo, wieder mal ne kurze Meldung – es geht auf und ab, kürzlich wieder solche Blutdruckattacken und ich vermute ganz sehr, dass es daran lag, dass ich Magnesium ausgelassen hatte. Ich hatte es in letzter Zeit regelmäßig genommen (300mg pro Tag), aber mehr so, naja, kann nicht schaden. Und es eben dann paarmal vergessen – aber wie ich lese, entspannt es Gefäße und da mein Blutdruck ja in der Ruhe super normal ist und beim Aufstehen hochschieße, könnte Magnesium schon was bedeuten. Jedenfalls hat es sich wieder normalisiert.

    Zahnarzt überlege ich hin und her – wenn es beim Magnesium so empfindlich ist, dieses System, was passiert dann – a) Spritze, b) Cortison, c) Antibiotikum, Schmerzmittel werde ich kaum nehmen. Ansonsten – es sind 10 Wochen seit ich mich vom Betablocker verabschiedet habe, aber ich werde ungeduldig…..
    Es bleibt immer wieder zwei Schritte vor – einer zurück. Gut, ich tröste mich, 20 Jahre sind kein Pappenstil, dazu fast 20 Jahre Statine.
    Q10 habe ich mit 15 mg begonnen, gestern hatte ich 30mg, ob da eine Attacke von kam, ich weiß es nicht, hab heute noch mal 30 gegen Nachmittag probiert, langsam muß ich überlegen, was ich überhaupt nicht vertrage.
    Nun gut, schauen wir weiter.
    Viele Grüße

  14. Mary Juni 21, 2016 um 04:47

    Hallo,
    ich möchte mich nun auch mal einreihen in die „Betablockerabsetzer“.
    Ich habe jetzt auch ca. 20 Jahre 95 mg Propanol hinter mir und mag einfach nicht mehr:))
    Mein Hausarzt hat mir die Betablocker immer wieder erhöht und ich habe schliesslich Morgens und Abends eine genommen. Ich bekam schon hohen Blutdruck, wenn ich nur beim Arzt war, weil ich wieder seine Reaktion fürchtete:“Ihr Blutdruck ist immer noch zu hoch, da müssen wir undbedingt noch was machen“ .
    Weitere „Mittelchen“ die er mir geben wollte, habe ich immer abgelehnt.
    Ich bin jetzt bei einer Heilpraktikerin und bei einem Naturheil-Doc ( nenne ich mal so). Beide sind ausgebildete Ärzte, nun aber in der Alternativ Medizin unterwegs.
    nun habe ich die Betablocker langsam reduziert auf 45 mg am Tag.
    Am Sonntag habe ich dann ganz aufgehört.
    Jedoch bekam ich schon Montags die Quittung, Puls auf 101 im Ruhezustand, Nervös und Herzstolpern.
    Dank dieses Artikels bin ich nun nochmal wieder bei einer halben 45er angekommen.
    Schaun wir da mal weiter.
    Der Naturheil-Doc hatte mir auch auf den Weg gegeben, dass es ja beim Absetzen kein
    POINT OF NO RETURN ist.
    D.H. ich bin jetzt auch sicherer und fühle mich mit der halben 45 er im sicheren Bereich.

    Aber, ich bin froh, wenn ich das Zeug endlich los bin.

    Ich schicke ganz liebe Grüße an alle Mitleidensgenossen und ein riesiges Dankeschön an Violette.
    Woher nimmst Du nur diesen Elan, unermüdlich und immer super zu Antworten.
    Danke dafür, Mary

    • WolfgangO Juni 21, 2016 um 12:25

      Hallo Mary, willkommen im Club….nein, aber ich bin fast froh, wenn sich Menschen melden, denen es ähnlich oder auch anders geht, da merkt man, wie mühsam es praktisch ist. Und je mehr ich mich damit beschäftige, desto mehr höre ich von Leuten, die auch BB nehmen und mit großer Angst dieses Zeug nehmen, weil sie ahnen, was es für ein Zeug ist. Und es gar nicht brauchen, BB sind inzwischen zweite Wahl bei Bluthochdruck.
      Wie es mir erging, konntest Du ja lesen, da brauche ich nichts zu wiederholen. Nur eins, solche Rückschläge hatte ich mehrmals, Puls 100 kenne ich, mir ist aufgefallen, dass die kritische Zeit etwa vier Tage sind (mir ging es mal richtig gut und nach vier Tagen kam der Hammer), also teste ich alles immer diese vier Tage, wenns dann gut geht, wird es gut. Auch bei B12 ging es mir so, da bin ich jetzt vorsichtig.
      Ich habe BB nun seit dem 30.März ganz raus, zumindest chemisch. Das sind jetzt fast 13 Wochen und ich meine, es ist noch lange nicht geschafft. Das nur zum Trost, laaaaangsam absetzen und dann viiiiiel Geduld. Da ich Rentner bin habe ich zum Glück die Möglichkeit, auch mal einen ganzen Tag wieder flach zu liegen….Ich bin manchmal ungeduldig, dann lese ich mir durch, was ich mir so täglich aufgeschrieben habe (so was lohnt sich zu machen!, ich hab ne gute Blutdruck App, da kommt das gleich mit rein) und auch meine Etappen hier im Forum und dann merke ich, da ist doch ganz schön was besser geworden. Heute konnte ich z.B. meine Enkel nach langer Zeit wieder mit dem Auto zum Musikunterricht fahren – ein toller Erfolg. Alles bissel Reha-mäßig, aber es ist wohl auch echt eine Reha. Also, guten Mut.
      Gruß Wolfgang

  15. Violetta Juni 21, 2016 um 09:23

    Ich möchte allen, die Betablocker absetzen und mit Herz und Blutdruckeffekten kämpfen noch zwei Sachen ans Herz legen:

    Erstens Magnesium: Magnesium wird für über 300 Prozesse im Körper gebraucht und ist ein sehr effektives Mittel gegen hohen Blutdruck und für ein gesundes Herz. Magnesiummangel ist eine Epidemie und Fälle wie Mary und Wolfgang können mit Sicherheit von Magnesium profitieren. Im Zweifel den Arzt fragen und auf das richtige Magnesium achten.

    Zweitens: Die Schilddrüse. Zu wenig Jod und Selenium (spielen zusammen und brauchen sich) können Herzrhythmusstörungen und andere Probleme verursachen. Ich empfehle hier Suzy Cohens Buch über Schilddrüsengesundheit. Dieser Artikel ist ein guter Einstieg.

    • WolfgangO Juni 21, 2016 um 12:04

      Hallo Violetta, mit Magnesium bin ich schon am Laufen und merke – es tut gut. Ich schlafe entspannter, manchmal nur noch 3x wecken aus dem Schlaf statt stündlich (Melatonin 1 mg tut sicher auch was), ich nehme Magnesium Verla 300 (Mg-Citrat) und mache damit gute Erfahrungen. Und der Negativ Test belegt es: wie ich schon am 19.Juni schrieb, hatte ich Mg mal paar Tage vergessen und der Blutdruck schoß wieder Kapirolen. Und als ich es wieder genommen hatte, entspannte sich die Lage. Also, bis auf weiteres oder für immer – Mg! Und der Blutdruck geht gut runter damit. Zusätzlich kann ich Rote Beete empfehlen, 500ml pro Tag tun dem Blutdruck und den Mitochondrien gut (Sportler nehmen es vor Wettkämpfen). Ausserdem stehe ich auf schwarze Schokolade (ganz neu) und Malventee zum natürlichen Blutdrucksenken.
      Übrigens, die Sendung „Visite“ auf dem NDR vom vergangenen Dienstag ging sehr auf natürliche Verfahren ein – erstaunlich. Sicher noch in der Mediathek. Ich bin jetzt fast auf nur noch 1 Sartan runter, zwei Medis fahre ich viertelweise raus. Ich denke, dass es jetzt seine Zeit braucht, bis sich der Körper umgestellt hat, die überschüssigen Rezeptoren abgebaut hat und weiß, wie er sich bei Adrenalin zu verhalten hat – vermutlich nach 20 Jahren ein völlig neuer Stoff.
      Ruheblutdruck streckenweise unter 130 – bin ich doch schon gut und das ohne die viele Chemie samt Betablocker.
      Viele Grüße!

  16. Mary Juni 22, 2016 um 08:14

    Hallo liebe Violetta, meine Migränegeschichte habe ich nun auch mal in die entsprechende Abteilung geschrieben. Und Danke für den Hinweis mit Magnesium. Ich nehme allerdings schon sehr lange morgens und Abends je 300 mg Magnesiumcitrat und Vitamin B 2 zur Prophylaxe.
    Lieber WolfgangO, auch Dir danke für den Kommentar. Ich kann es auch kaum erwarten von den BB loszukommen. ich nehme jetzt erstmal ein paar Tage eine viertel meiner Dosierung und schau mal weiter.
    Liebe Grüße, mary

  17. WolfgangO Juni 24, 2016 um 06:59

    Hallo Violetta,
    das muss ich Dir (und denen, die mitlesen) schreiben. Wieder mal ein kleiner Rückfall. Ich hab es echt nicht geglaubt mit den Mini-Dosen und Krümelchen. Habe mir Q10 30mg besorgt, also kleine Menge. Ein paar Tage nur eine halbe (Teilen macht sich echt schlecht, weil ein Teil des Pulvers verloren geht). Ging gut, glaubte sogar, die Beine sind fit geworden, also volle Kapsel mit nur 30mg. Nach zwei Tagen Blutdruck wie so oft hoch, jede Stunde aufgewacht, ich dachte in der ersten Nacht, ich komme gar nicht mehr zur Ruhe, gleiches Rezeptoren-Problem wie so oft und schon bei B 12 – die können mit Energie und Anforderungen noch nicht umgehen. Aufstehen- Blutdruck hoch, hinlegen, Blutdruck normal, manchmal traumhaft normal. Eine Gießkanne im Garten ausleeren – Blutdruck hoch als wäre ich auf einen 3000er gestiegen. Blödes Spiel. Radfahren unmöglich, Muskelbeschwerden wie in alten Zeiten.
    So, seit gestern wieder abgesetzt und es geht gut. Radfahren heute wieder möglich, Blutdruck trotz Hitze und Garten gießen traumhaft, Puls wieder etwas höher – aber ansonsten – es war wohl zu viel Energie.
    Macht mich schon traurig, wenn ich von den vielen guten Wirkungen von Q10 lese – und ich kanns nicht nehmen – noch nicht. Werde also wirklich mit Pülverchen neu einsteigen, erst mal paar Tage Ruhe und dann neuer Versuch.

  18. WolfgangO Juni 25, 2016 um 03:59

    Hallo Mary, jetzt habe ich an Dich eine Frage. Du nimmst 2x 300mg Magnesiumcitrat. Ich bisher nur einmal, aber ich will es abends jetzt auch mal versuchen, vielleicht schlafe ich dann besser, vor allem verkrampfe ich mich fast jede Nacht in den Waden, Krampf wäre falsch, eher verspannte Faszien. Vielleicht hilfts. Aber – wie nimmst Du Mg – jeweils die Dosis auf einmal? Ich habe gelesen, dass der Körper über den Darm nicht so viel aufnehmen kann und man es über den Tag verteilen soll. Eine andere Information bei Magnesium Diasporal steht drauf (Werbung?) – nur einmal am Tag erforderlich – so ne Art Depotwirkung. Ich möchte es optimal wirken lassen, natürlich ist das über den Tag verteilt etwas lästig, vor allem mal im Urlaub usw, als Rentner kann ich es mir ansonsten einteilen. Zur Zeit nehme ich Magnesium 300 Verla. Vielleicht hätte ich es abends zum Q10 noch dazu nehmen sollen.
    Ansonsten habe ich eine richtig gute Phase – Blutdruck bestens mit nur noch einem Medikament (statt 4), Puls gut – hoffe, es ist mal nicht nur eine Phase – auf alle Fälle, es geht mit dem Rauskommen aus dem BB – ich habe jetzt meine 11.Woche ohne.
    Gruß Wolfgang

    • Violetta Juni 25, 2016 um 09:50

      Man denkt bei Krämpfen und Verspannungen immer an Magnesium, was auch richtig ist. Es kann aber auch sein, dass du Potassium brauchst, ein Mangel verspannt und verkrampft auch die Muskeln. Ich nehme 200 mg morgens und abends. Potassium und Magnesium sind beides Elektrolyte, die der Körper zum Regenerieren unbedingt braucht. Wenn du mal in die Foren schaust, z.B. Phoenixrising, wo es um CFS geht findest du, dass extrem viele Leute Potassium und MAgnesium nicht richtig aufnehmen können und folglich sehr hohe Dosen nehmen. Ob du Potassium oder Magnesium oder andere Mineralien/Vitamine verlierst, kann man nicht in den klassischen Bluttests sehen, aber ein Naturheilkundlicher Arzt kann das messen.
      Poassium Mangel kommt langsam und schleichend und verursacht nach Suzy Cohen: Muskelschwäche, Müdigkeit, Schwindel, schlechte Reflexe, Muskelkrämpfe, Herzrhythmusstörungen, und Nervenprobleme. Insbesondere ein Körper wie deiner, der sich in der Heilung befindet, zieht manchmal schlagartig größere Mengen Potassium zum Heilen. Wenn dann nicht genug Potassium zur Verfügung steht, dann kann es zu schweren Herzrhythmusproblemen kommen, Verwirrung, hohem oder niedrigem Blutdruck, Übelkeit/Erbrechen, Unterleibskrämpfe, Kribbeln / Taubheitsgefühle und Schwächegefühle. Zu wenig Potassium erhöht das Risiko von hohem Blutdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall. Nach Suzy cohen sind 200-400mg pro Tag für gesunde Menschen angezeigt, 300-1000mg für Menschen mit Defiziten. Am besten Arzt hinzuziehen.

      • WolfgangO Juni 27, 2016 um 02:26

        Hallo Violetta, danke für Deine Ausführungen. Primär hatte mich eigentlich nur die Bioverfügbarkeit vom Magnesium interessiert hinsichtlich einmal am Tag alles oder über den Tag verteilt.
        Das mit den Krämpfen war vielleicht ein falscher Zungenschlag, ich habe immer Mühe zu beschreiben, wie ich es empfinde. Das war mein Problem auch bei den Ärzten. Krämpfe, Schmerzen, alles nichts, eher „Energiemangel“, Verspannungen, lange Zeit Faszienbehandlung (die waren verklebt, aber es ging nicht zu lösen). Je nach Schlafqualität habe ich früh das Gefühl, die Haut wäre zu eng, darum nehme ich für eine Gesamtentspannung Magnesium und für die Kraft Rote Beete (von Leistungssportlern gehört, die sich damit um Sekunden schneller fühlen).
        Aber gut, da weiß ich auch gleich noch was zu Kalium. Im Moment komme ich ganz gut zum Laufen und mache erst mal keine neue „Medikamenten/NEM- Baustelle“ auf. Ab morgen will ich noch mal mit Q10 anfangen – aber ganz kleine Dosis und warten, wie es angeht. (Ich weiß ja nicht, ob die letzte Entgleisung wirklich davon kam…Aber sicher ist sicher). Blutdruck ist derzeit in einem sehr guten Bereich, und wenns mal nach oben geht, hilft Fahrradfahren, dann komme ich wieder runter. Ist auch schön. Und rote Beete bringen viel. Kakao, Nüsse, Mandeln gehören nun auch zur Tagesdosis. Werde meinem Arzt mal meinem Cocktail vorlegen, er ist zum Glück offen für wenig Chemie und viel Natur.
        Viele Grüße
        Wolfgang

  19. Mary Juni 27, 2016 um 06:32

    Hallo Wolfgang,
    ja, da meld ich mich mal. Nun , ich hatte tatsächlich direkt am Anfang des Guten zuviel getan. Aber wenn man fast täglich Migräne hat, will man es mit aller Macht verbessern.
    Mein Arzt hat mir nun von den Magnesiumdragees abgeraten, weil dort zuviel “ anderes Zeug“ drin ist.
    Deshalb nehme ich biolectra Magnesium 300 mg Kapseln. Man soll die Dosierung auf 2 x 300 mg eigentlich langsam aufdosieren. Na, ich habe dann wirklich ein paar heftige „Darmgeschichten“ mitgemacht.
    Die Hohe Dosis gilt ja in meinem Fall nur für die Migräne.
    Nun hat mir der Arzt etwas von Migräne zum einschmieren genannt. Googel doch mal Magnesium Öl,Zechsteiner. Ich soll 5-7 ml am Tag einschmieren.
    Aber das besprich bitte mal mit Deinem Dok. Das ist auch gar nicht teuer.
    Ich habe es noch nicht ausprobiert.
    liebe grüße, mary

    • WolfganO Juni 27, 2016 um 08:04

      Hallo Mary, danke für Deine Hinweise, das mit dem Öl ist ne gute Sache, das werde ich probieren – besonders nach dem Radfahren hab ich ganz schöne Beschwerden in den Waden – meine Mitochondrien sind nach Betablocker und Statine und dadurch wieder Passivität ganz schön am Boden. Man kanns ja auch in der Familie mal rum reichen. Ansonsten hab ich mit meiner Dosierung von ca 450mg kein Problem, ausser das es mich am Morgen manchmal aus dem Bett treibt, aber das ist ja nicht ungesund…..
      Viele Grüße und wenig Migräne
      Wolfgang

  20. Mary Juni 29, 2016 um 08:03

    …ich hab da noch eine Frage :))
    Also , ich habe die betablocker nun runterdosiert und habe sie nun einfach abgesetzt. ich denke, es reichte mit dem runterdosieren. nun hat sich mein blutdruck eingependelt so um die
    130/65 , 136/68 , 130,76—– nur der puls ist stetig bei 80-83.
    ich mag meinen arzt nicht fragen, den mein hausarzt will mich ja immer aufdosieren.
    ich möchte unbedingt erst mal längere zeit ohne sein.
    ob das so in ordnung ist. ich fühle mich recht gut, merke nur ab und an den puls stärker schlagen.
    ich denke, wolfgang, du wärest über diese werte froh!? ;))

    • WolfgangO Juni 30, 2016 um 05:45

      Hallo Mary, gratuliere! So schnell war ich nicht runter von dem Zeug, aber 20 Jahre waren auch ne lange Zeit.
      Also, über diese Werte wäre ich nicht froh, ich bin froh, kann sie seit ein paar Tagen sogar toppen. Aber Spaß beiseite – ich find das in Ordnung und der Puls ist auch in Ordnung – die Frage ist, was Du vorher hattest (ich hab das früher nie gemessen) und wie alt Du bist – er ist im Alter etwas höher. Ich liege mit meinen 65+ auch zwischen 80 und 90, das wäre vom Alter her „normal“, in Ruhe gehts natürlich runter und vor dem Schlafen bin ich bei 65 Puls. Gibt auch mal Tage, wo es höher ist, aber da ich Rentner bin, kann ich mir dann auch mal ne ruhige Stunde gönnen.
      Ich merke inzwischen, dass es einen Unterschied gibt zwischen „absetzen“ – also dem chemischen Ende der BB – und dem Anpassen des Körpers. Einerseits sind meine Rezeptoren noch nicht richtig im Lot, andererseits muß der Körper auch erst wieder Energie gewinnen. Ich rechne bei mir mit mindestens einem halben Jahr und das wird noch nicht alles sein. Immerhin habe ich heute 15 km Rad geschafft mit einigen Steigungen.
      Ich habe übrigens mehrmals erlebt, dass ich ganz super Werte hatte und meist nach 4 bis 5 Tagen kam der Hammer. Ich will Dir keine Angst machen, aber ich habs im Netz auch von anderen gelesen. Falls es passiert, anfangs bin ich dann wieder auf etwas BB zurück, später (aber ich kanns mir auch leísten) hab ich dann mal ein zwei Tage einfach nur gelegen (denn in Ruhe geht er immer sofort runter – ein gutes Zeichen). Dann war ich wieder einen Schritt weiter. Aber ich wünsch Dir, dass es so bleibt und Du einfach durchziehen kannst.
      Ich war übrigens gestern beim Zahnarzt, der arbeitet ein wenig ganzheitlich und als er Betablocker hörte: entschuldigen Sie das Wort, aber es ist so ein Scheiß Zeug. Dagegen der Apotheker: hä?
      Ansonsten hilft mir sehr Magnesium, Rote Beete Saft, dazu Datteln, bittere Schokolade, ich probiere einfach manches, was den Blutdruck senken „soll“. Und Milch, weil ja Kalzium auch stabilisiert.
      Mit Ärzten habe ich keine gute Erfahrung gemacht im Bezug auf BB, bis auf meinen jetzigen Hausarzt, der mir Mut macht, von der Chemie runter zu kommen. Und es geht – wozu hab ich nur so viel genommen über Jahre.
      Also, bis demnächst und gutes Vorankommen!
      Wolfgang

  21. WolfgangO Juli 3, 2016 um 08:04

    Q10 – die Zweite…
    Ich wollte es beim ersten Mal nicht glauben – nun habe ich wieder vier Tage Q10 in einer Minidosis genommen (1 Kapsel 30mg, davon die Hälfte, also ca 15 mg) und nun spielt das System wieder verrückt. Ist zwar auszuhalten, aber übliche Geschichte – aufstehen – Blutdruck hoch, setzen, alles normal. Hätte ich nicht gedacht, anscheinend ist alles, was irgendwie Energie bringt, noch zu viel. Gut, ich muß es nicht haben, wollte einfach den Körper unterstützen und meinen Muskeln nach Betablocker und Statin bissel Energie zuführen – also noch mal Kommando zurück. Vielleicht versuche ich es mal jeden zweiten Tag. Jedenfalls hat es etwas auf sich mit den vier Tagen, bei mir jedenfalls. Aber es ist lange nicht so schlimm, wie noch vor einiger Zeit, ich bin auch heute meine 10 km Rad gefahren und das nimmt den Druck raus.
    Also – ich hab keine andere Erklärung, wenns ab Morgen wieder besser wird, dann wars das und ich muß krümelweise rein gehen.
    Nebenbei – ich entdecke immer mehr Leute, die BB nehmen – naja, hat der Arzt gesagt, wäre gut für den Blutdruck – schrecklich.

    • Violetta Juli 3, 2016 um 10:59

      Super interssant. Passt zu meinen Erfahrungen generell, dass der Körper mit der Unterstützung von Komponenten, die lange gefehlt haben, in einen Hyperstart geht und alles überlastet. Und wie irre, dass sowas „banales“ wie Rad fahren so heilend wirkt.

      • WolfgangO Juli 11, 2016 um 02:06

        Danke für die Erfahrungen, ja, es wurde tatsächlich wieder besser, könnte also wirklich q10 gewesen sein, so genau weiß man das bei meinem Auf-und-Ab-System nie. Aber da ich es für die Muskeln dringend brauche (statingeschädigt), mache ich immer wieder einen neuen Versuch, irgendwann muß es ja mal passen. Was gut tut und gut ist:
        1 Glas kalte Milch, 1 Teelöffel Kakaopulver, 1/2 Teelöffel (nach Geschmack) Curcuma, 1/2 Teelöffel (nach Geschmack) Zimt, etwas Zucker, umrühren, fertig ein herrliches eisenhaltiges, blutdrucksenkendes Erfrischungsgetränk.
        Ansonsten ist Radfahren und auch Schwimmen gut, um das System zu entspannen.

      • WolfgangO Juli 13, 2016 um 10:30

        Nun hab ichs kapiert, wie laaaaange es dauern kann, bis das System mal stabil wird – ich habs noch mal mit Q10 probiert, 30mg zwei Tage, Blutdruck bei der geringsten Belastung hoch, im liegen top, das alte Spiel, ich ärgere mich, ich wollte den Muskeln was Gutes tun, nun wird es wieder Tage dauern, ich wollt erst immer einen Tag Zwischenraum, aber manchmal ist man halt…. naja, nun muss ich durch und versteh immer mehr, wie kompliziert so ein Körper ist.
        Das zur Info zum Stand der Dinge.
        Gruß Wolfgang

      • WolfgangO Juli 17, 2016 um 12:31

        Hallo Violetta, bin ich froh, es hat nur zwei schlimme Tage gedauert, nur liegen, weil sonst der Blutdruck auf 180 ist, im Liegen 130, nun ist alles wieder normal. Und, die zwei q10 haben richtig gewirkt auf die Beine – ich brauche das zeugs also. 30mg waren zu viel, vor drei Wochen machten es 15mg auch nicht gut. Aber wie krieg ich kleinste Dosen, es ist ja Pulver das man nicht abzählen kann? Ich würde es mit 2,5 oder 5mg einschleichen, meine Mitochondrien sind durch die Statine zerstört. Oder besorge ich mir 10mg Kapsel und halbiere, das geht allenfalls. Oder gibt’s noch Tips? Ansonsten ist Magnesium gut, Magnesium Öl probiere ich grad – wunderbar bei Muskelverspannungen. Und Radfahren DIE Therapie.
        Viele Grüße Wolfgang

      • Violetta Juli 19, 2016 um 21:23

        Ich würde eine Kapsel kaufen oder Q10 als Pulver (gibts von Now Foods bei iHerb.com). Damit kannst du die Mengen beliebig reduzieren. Kapsel:aufschneiden und kleineste Mengen streuseln. Zum Beispiel auf ein getostetes Butterbrot mit Butter drauf. Q10 liebt Fett. Du kannst auch immer wieder Tage lang aussetzen. Supplements müssen nicht täglich genommen werden. Man entwickelt auf die Dauer ein Gefühl, wie lange eine Dosis hält. Ansonsten findest du im Internet unter „Healing Mitochondria“ ganze Anleitungen. Zum Beispiel B5, Panthothenic Acid, nährt auch die Mitochondrien. Es gibt noch jede Menge mehr Therapien, sehr interessant auch die Lipid Replacement Therapy. Hier ein Link aus einem sehr guten Forum mit einer Liste.

  22. WolfgangO Juli 22, 2016 um 05:17

    Ich danke Dir für Deine Gedanken auf meine sicher nervigen Anfragen, aber es hilft mir schon. Inzwischen habe ich mir Q10 10mg Kapslen bestellt , wenn ich die teile und dann noch was abkrümel, müßte es passen. Allerdings mußt ich den Versuch erst mal aussetzen, letzte Woche gings wieder los, hoher Blutdruck im Sitzen und bewegen, normal im Liegen, nachts stündlich Albträume, es war wieder schlimm. Dabei war ich grade in der Besserungsphase. Ich habe überlegt, was ich anders gemacht habe, als sonst und dann kam der Einfall. Ich hatte den Befund vom Blutbild bekommen, Harnsäure schon stark erhöht und ich wollte nicht wieder Chemie nehmen (so lange ich denken kann, habe ich erhöhte Harnsäure). Also natürlich senken, Folsäure z.B., und Vitamin C. Also ohne an was zu denken mehr nebenbei Vitamin C Brausetabletten mitgenommen, ich glaub an zwei Tagen hab ich eine genommen, das hat gereicht. Ich vermute – Vitamine sind ein Aufputscher, erst danach habe ich gelesen, was das ist, was da als Vitamin C verkauft wird. Also zusätzlich als Ascorbinsäuresynthetik vielleicht auch nicht gesund für mein System. Genau nach zwei Tagen – die waren echt Horror – seit heute wieder gekippt – Blutdruck runter (ich habs Radfahren probiert, und das hats gelöst) und Puls hoch um die 100, wenn das Schema stimmt, kommt danach hoffentlich Phase drei mit einem Gleichgewicht und dann könnte ich es mit Q10 mal probieren. Bilde mir ein, nach dem kurzzeitigen q10 ging es mir mit den Beinen besser und eine Zahnfleischentzündung hat sich zurück gezogen.
    Dass es mein System so zerschossen hat, ich kann es immer wieder nicht fassen, aber die Kombi von Betablocker und Statinen haben 20 Jahre gewirkt – eigentlich logisch.
    Falls jemand mit liest – noch etwas: alle Ärzte, wo ich wegen Muskelschmerzen war, fragten natürlich sofort nach Statinen und ob ich schon mal einen Auslassversuch gemacht habe – habe ich – 6 Wochen – aber keiner der Ärzte kam drauf, dass nach 20 Jahren 6 Wochen auslassen nichts bedeuten und die Zerstörung erst mal aufgehoben werden muß. Statine zur Probe weglassen mag nach kurzzeitiger Einnahme funktionieren, aber nicht, wenn die Nebenwirkungen erst nach Jahren kommen und das Zeug so fest im Körper drin ist. Also brauche ich auch da viel Geduld.

    • Violetta Juli 22, 2016 um 13:31

      Man merkt wie du langsam ein Gefühl bekommst für die Details der Supplements: Gute Sache. Das wäre schade wenn Vitamin C nicht gut tut, denn es hat so viele gute Eigenschaften, hilft dem Körper zu entgiften, erhöht die Abwehrkräfte und – da würde ich jetzt jede Wette eingehen, dass es nicht das Q10 war bei dir – heilt das Zahnfleisch. Ich empfehle reines Sodium Ascorbate. Das ist schonend für den Magen, schmeckt nur ganz leicht salzig. Folsäure (hoffentlich Methylfolate?) und B12 machen Herzklopfen. Und wie. Weil es den Methylkreislauf anregt und Energie gibt. Generell: ja, stimmt, Vitamine geben Energie.

      • WolfgangO Juli 24, 2016 um 11:48

        Danke, Violetta, gut, dass Du das mit der Folsäure geschrieben hast mit Herzklopfen, da wollte ich schon ran gehen. Da esse ich lieber erst mal Kohl. Seit heute gehts tags wieder richtig gut, nachts wache ich immer noch viel auf, manchmal wie verkrampft, aber der Blutdruck steigt nicht mehr so an, mir ist wichtig, dass die Gefäße so wenig wie möglich Druck kriegen. Ansonsten versuche ich erst mal paar Tage gar nichts und nehme alles, was geht, aus der Natur zu mir, wir haben unseren Kleinen Garten voll gekracht mit Beerensträuchern, Gurken, Tomaten, Wein und Salat, das muß erst mal reichen. Und Müsli mit Johannisbeeren ist ein Genuß. Gut tut richtig Magnesiumöl auf die Muskeln und Gelenke.
        Ansonsten will ich es mit Q10 versuchen, ich habe mir Kapseln mit 10mg besorgt, gibts nicht so oft, die geteilt, sind 5 mg und davon wieder ein Teilchen, das sollte zum Einschleichen vielleicht gehen . Ich will einerseits die Muskeln unterstützen und andererseits nicht wieder zwei Tage liegen und neu aufbauen. In gut zwei Wochen wollen wir mit den Enkeln wieder eine Woche in die Alpen und da will ich schon mal ein Stück mit wandern. Einerseits darf also keine Krise mehr kommen, andererseits brauchen die Muskeln noch was.
        Ich bin nun (bis auf kleine Ausnahmen) auch aus dem Säureblocker raus, muß man auch ausschleichen, Statin sowieso, HCT ist auch weg, damit dürften mehr Mineralien im Körper bleiben. Wenn ich mir das auf der Zunge zergehen lasse, wieviele Stoffe ich genommen habe, die jeder für sich ordentlich zugefasst haben und alles 20 Jahre lang.
        Ich werde wohl bald einen eigenen Blog aufmachen und meine Lebensgeschichte aufschreiben, ich weiß, dass viele Probleme mit dem Betablocker haben und vielleicht hilft einfach eine Erfahrung.

      • WolfgangO Juli 27, 2016 um 10:47

        Jetzt bin ich völlig ratlos. Mich hat es wieder total ausgeschert und ich hab nichts dazu genommen, was es auslösen könnte, ab Mittag wurde es schlimmer uns nun liege ich wieder flach und rätsle. Kann folgende Idee was sein: ich nehme schon lange Bierhefe wegen der B Vitamine und hatte keine Probleme. Hatte paar Tage ausgelassen, da es Harnsäure erhöhen soll. In der Zeit bin ich aus Säureblocker ganz raus, d. H. Magen und Darm könnten besser aufnehmen. Und nun erst Vitamin c und dann die vielen B ’s in der Bierhefe samt Folsäure. Kann das so eine Wirkung haben? Da muss das System ja irre anfällig sein. Bliebe nur eins, mit Säureblocker noch bissel was nehmen bis ich stabiler bin. Andere Erklärung habe ich nicht, natürlich haben ja auch Magen und Darm noch ein paar beta Rezeptoren.
        Gruß Wolfgang

      • WolfgangO Juli 28, 2016 um 09:56

        Noch was fällt mir ein, ich hatte mir Q10 bestellt, kleinste Packung mit nur 10mg,dachte ich teile es zu 5mg und davon Krümel – aber es war in Öl gelöst (Maiskeimol), so habe ich nur von dem bissel geleckt, was beim Einstechen raus kam, kann das schon so einen Reiz ausgelöst haben, waren doch max 1-2 mg geschätzt, ich suche immer noch den Ansatzpunkt, komme den zweiten Tag nicht in die Gänge.

      • Violetta Juli 28, 2016 um 11:34

        Schwer zu sagen. Was ich immer mache, wen ich einen Totalchrash habe und nicht weiß was es war ist alles absetzen. EInfach alles. Dann warten bis sich alle stabilisiert und dann eins nach dem anderen wieder einschleichen. Langsam und unter Kontrolle, so dass ich ein Gefühl habe, was die einzelnen Zusätze tun.
        Säureblocker: die sind sehr schlimm, weil sie verhindern, dass der Körper irgendwas aufnimmt, egal was. Vitamine, Nährstoffe, Medikamente. Der Körper nimmt nicht mal mehr Antibiotika auf, wenn man die gleichzeitig mit bestimmten Säureblockern nimmt. Insofern kannst du überlegen, ob du alles weglässt und ganz besonders die Säureblocker und dann von vorne anfängst und die Mengen deiner Lebensmittelzusätze neu einstellst. Ohne Säureblocker kommt mehr im Organismus an.

      • WolfgangO Juli 28, 2016 um 12:23

        Danke, dann könnte meine Theorie Stimmen – Säureblocker raus und gleichzeitig B wieder rein =Crash. Hab alles raus ausser Magnesium und lass das System zur Ruhe kommen und hole alles aus der Natur und wenns stabil ist, mach ich es so und nehm mal vorsichtig eins rein. Und ansonsten muss ich aufpassen lernen, wo wie was wieviel drin ist. PPI hatte ich ja auch 20 Jahre, wenn auch seit 1 Jahr nur noch 10mg und seit paar Wochen jeden 2.tag nur noch 5mg, aber Magen und Darm müssen sich wohl da auch erholen. Mein Physio meinte mehr im Scherz 20 Jahre genommen und 20 Monate abgewöhnen, wird wohl in etwa so sein.
        Danke und guten Abend!

  23. Brigitte Miller September 17, 2017 um 23:18

    Es gibt Gründe, warum man Tabletten nicht teilen sollte. Retard-Präparate wirken dadurch, dass sie den Magen unbeschadet passieren können, wenn man sie teilt, ist das nicht mehr der Fall und dann wirken sie anders.

    • WolfgangO September 21, 2017 um 12:17

      Das ist aber Unsinn, Tabletten zerfallen in der Regel immer spätestens im Magen und viele Tabletten haben sogar Teilungsrillen. Retard – TABLETTEN wirken länger durch die Art des Abbaues im Körper (z. B. Blutdruck-Tablette) und nicht, weil sie nicht geteilt werden. Betablocker Tabletten können genauso geteilt werden, wie etwa auch Zink – Tabletten und viele andere. Anders ist es, wenn das Medikament erst vom Darm aufgenommen werden soll, dann erhält die Tablette eine Schutzschicht und dann nennt man sie Dragee. Oder wenn der Magen geschützt werden soll, wie z. B. bei ASS, gibt’s dies als Dragee. Im Übrigen ist auch manches Dragee teilbar, nämlich dann, wenn die Schutzschicht einen schlechten Geschmack verbergen soll.

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