Das Migräne Projekt

Eine die auszog, ihre Migräne zu besiegen

Das Kreuz mit dem Koffein

KoffeinKoffein hat uns allen schon gegen Migräne geholfen, es pustet den Kopf schön durch, macht uns wacher und aufmerksamer und überhaupt fühlen wir uns gleich besser. Koffein ist ein „upper“, eine Droge, die wir alle lieben und deshalb ist es wahrscheinlich auch weltweit die Volksdroge Nummer eins. Interessant ist, dass auch solche Menschen von Koffein Kopfschmerzen bekommen können (und oft tun), die keine Migräne haben und vielleicht sogar in sich hineinlächeln, wenn andere davon erzählen. Nicht einfach so, aber dann, wenn sie über einen bestimmten Zeitraum kein Koffein mehr zu sich nehmen. Manche schon, wenn morgens kein Kaffee mehr im Haus war und sie ohne los müssen, andere erst später.

Der Grund ist der gleiche, der uns Migränikern die Birne dröhnen lässt: Koffein zieht die Gefäße zusammen. Es macht natürlich noch mehr, aber das lasse ich hier mal außen vor. Wenn dann nichts mehr da ist, was die Gefäße zusammenzieht, dann fängt es an wehzutun. Ich habe schon viel über diesen Effekt geschrieben, in allen meinen Artikeln über Triptane zum Beispiel, denn der rebound, der medikamenteninduzierte Kopfschmerz, der durch Triptane entstehen kann, kann genauso durch Koffein entstehen. Es steckt der gleiche Mechanismus dahinter.

Egal, welche Ursachen Migräne nun hat, Tatsache ist, dass Koffein unsere Migräne so anfeuert, als ob man Benzin in den Grill kippt (sorry, es ist gerade Grillsaison, da kommen halt solche Beispiele aus dem aktuellen Leben). Wir alle hassen es, dass es so ist. Aber, wer wirklich fies unter seiner Migräne leidet und sie loswerden will, der sollte Koffein meiden, um jeden Preis und ohne Kompromisse. Und für immer.

Der erste Gedanke, der mir damals, als ich das Buch gelesen hatte, gekommen ist, war der: dann trinke ich eben entkoffeinierten Kaffee oder Tee. Den Zahn konnte ich mir dann aber schnell ziehen. In entkoffeiniertem Kaffee ist immernoch Koffein drin. Unten ist ein Auszug aus einem Wikipedia-Artikel, hier der Link zum Artikel, und hier gehts zu der dazugehörigen Studie.

Praktisch alle koffeinfreien Kaffees enthalten noch Restbestände an Koffein. Als entkoffeinierter Kaffee darf in der EU Kaffee mit einem Anteil an Koffein von weniger als 0,1 Prozent bezeichnet werden. In anderen Ländern gibt es weniger restriktive Regeln, so dass der Koffeingehalt dort höher sein kann. Nach Ergebnissen des Florida Maples Center for Forensic Medicine können zehn Tassen koffeinfreier Kaffee in etwa die gleiche Menge wie ein bis zwei Tassen gewöhnlicher Kaffee enthalten. Der gemessene Koffeingehalt betrug 3 bis 15,8 mg pro Tasse von koffeinfreiem Espresso sowie 6 bis 6,7 mg pro Tasse für koffeinfreien Kaffee. Nichtentkoffeinierter Kaffee enthält im Vergleich in etwa 85 mg Koffein pro Tasse.

So, aber wir wissen natürlich, dass Koffein nicht nur in Kaffee enthalten ist. Auch das sogenannte Tein ist in Wahrheit Koffein. Auch den Teetrinkern unter uns bleibt kein Aus- oder Umweg, alles muss weggelassen werden: schwarzer Tee, grüner Tee, weißer Tee, Oolong Tee. Dann kommt noch Kakao, Guarana, Red Bull und wie sie alle heißen hinzu. Cola sowieso. Und vorsicht vor Medikamenten, darüber schreibe ich noch mal extra, aber sehr, sehr viele Medikamente, insbesondere Schmerzmittel, enthalten Koffein.

Was bleibt? Nicht so viel. Malzkaffee kann man wegen des Glutamats nicht mehr trinken, also bleiben nur noch Kräutertees und dann natürlich Säfte und andere Kaltgetränke ohne Koffein. Bei Tees wiederum muss man darauf achten, keine aromatisierten zu nehmen, bei mir verursachen die Migräne, es ist unglaublich.

Ich trinke aktuell zum Frühstück eine Kräuterteemischung, die heißt „Sleepytime“. Für einen schwungvollen Start in den Tag.

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