Das Migräne Projekt

Eine die auszog, ihre Migräne zu besiegen

Marina erzählt von ihrer Migräne

Das hier ist der neunte Artikel der Serie: Erzähl deine Geschichte.
Mit dieser Serie lade ich andere Migräniker ein, von sich zu erzählen.
Vielen Dank an Marina, die in diesem Blogpost von ihrer Migräne berichtet.

1. Wie nennst du deine Migräne, welche Worte hast du dafür?
Die Migräne heißt bei mit „Miggi“ und ich habe für diesen Schmerz, den man durch die Migräne hat, echt keine Worte. Ich würde fast sagen, man ist in einer anderen Welt – abwesend eben.

2. Seit wann hast du Migräne und wie hat sie sich über die Jahre verändert?
Ich habe die Migräne seit meinem 14. Lebensjahr und sie hat sich über die Jahre verschlimmert.

3. Würdest du sagen, deine Migräne ist eine Krankheit?
Definitiv! Auch wenn viele Menschen das nicht so sehen. Zumeist sind es aber die, die keine Migräne haben und auch nicht wissen, was für ein Schmerz dies bedeutet. Die dann sagen zumeist „Du hast doch nur Kopfschmerzen“.

4. Wie bewältigst du Migräne-Attacken am Arbeitsplatz?
Wenn ich mich schon auf der Arbeit befinde, versuche ich es zuerst damit, die Jalousie runter zu fahren um den Raum abzudunkeln. Dann heißt es auf jeden Fall nichts wichtiges machen, da keine Konzentration vorhanden ist. Wenn es gar nicht besser wird, kommt dann eine Triptan-Tablette, die manchmal hilft. Sollte diese nicht helfen, fahre ich zumeist heim bzw. lasse mich abholen (je nach Stärke der Migräne). Mein Vorgesetzter hat Verständnis und ist über die Migräne informiert. Sollte es gleich morgens einen Anschwung von Migräne geben, bleibe ich direkt zu Hause, da es nichts bringen wird ohne Konzentration effektiv zu arbeiten.

5. Was und/oder wer hat dir am meisten geholfen, mit der Migräne umzugehen?
Meine Mama. Von ihr habe ich die Migräne geerbt und sie hat sich viel gekümmert wenn ich lag. Andersrum natürlich genauso. Anfangs haben mir auch sehr die Triptane geholfen, aber wo die Attacken häufiger und verschlimmert auftraten und ich mehr Triptane nahm, wirkten einige hiervon nicht mehr.

6. Was hat dir am wenigsten geholfen, mit der Migräne umzugehen? Was war der nutzloseste Ratschlag, den du jemals bekommen hast?
Andere ahnungslose Menschen, die meinen gute Ratschläge zu geben wie „Nimm ne Kopfschmerztablette.“

7. Was ist die absurdeste/lustigste/schrecklichste/denkwürdigste Situation, in die die Migräne dich gebracht hat?
Ich finde es im Allgemeinen immer sehr denkwürdig, wenn die Auraphase einsetzt. Man hat eine komplett andere Wahrnehmung der Umgebung und ist überhaupt gar nicht konzentriert. Mir sieht man das auch meistens an, wenn ich kurz vor der Migräne stehe. Man sagte mir oftmals, ich sei „komisch“. Im Nachhinein, wenn die Migräne dann da war, wusste man auch, warum dies behauptet wurde.

8. Was würdest du anderen Menschen mit Migräne empfehlen
Ich würde ihnen empfehlen, so zu handeln, wie es ihnen am besten mit der Migräne ergeht. Manchen hilft Sport, manchen Ernährungsumstellung und manchen einfach Dunkelheit, Ruhe und ne Mütze voll Schlaf. Man sollte austesten, was einem dabei am meisten hilft und vor allem auch mit Ärzten und Bekannten/Freunden darüber reden, damit man verstanden wird, was für einen Schmerz man bei der Migräne überhaupt verspürt.

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