Das Migräne Projekt

Eine die auszog, ihre Migräne zu besiegen

Starke Migräneattacken führen zu noch mehr starken Migränettacken

TiermodellWenn ich mehr Migräneforschung fordere, dann gibt es immer auch einen Teil in mir, der sich windet. Weshalb? Weil der größte Teil der Schmerzforschung am sogenannten Tiermodell durchgeführt wird. Dass lebenden, empfindungsfähigen Wesen Schmerz zugefügt wird, um Wissen zu gewinnen, gefällt mir nicht. Ich hätte es gerne anders. Es gibt schon genug Menschen, die Schmerzen haben, mit denen kann man auch forschen. Es gibt auch Ansätze, Schmerz am Computer zu simulieren. Ich würde mich sehr gerne für Migräneforschung zur Verfügung stellen. Allerdings nicht solchen Projekten, wie diesen hier (frisch von 2014), die ich im Journal Pain gefunden habe.

Da wurden Ratten leichten und starken Migränestimuli ausgesetzt, was bedeutet, sie bekamen etwas entzündungsauslösendes gespritzt was quasi Migränettacken ausgelöst hat. Untersucht wurde die Reaktion des Trigenimusnervs. Die leichten Stimulationen haben keinen nennenswerten Schmerzeffekt gehabt. Die starken Stimulationen allerdings haben zu einem eskalierenden Verlauf geführt, sodass irgendwann nach genügend starken Stimuli und darauffolgendem Schmerz auch schon die leichten Stimuli zu starken Schmerzen geführt haben.

Das erklärt jetzt sehr schön den Mechanismus, wie es zu chronischer Migräne kommt. Je mehr starke Attacken wir haben, desto höher ist das Risiko, noch mehr Attacken zu bekommen. Auch wenn nicht alle in diesen Kreislauf hineingeraten, so lohnt es sich doch, das Risiko nicht einzugehen und Migräneattacken so früh und schnell wie möglich abzubrechen. Man fordert/riskiert zwar seine Leber und den Magen, aber ich kann nach zwanzig Jahren sich verschlimmernder Migräne nur sagen: je früher man sie bekämpft, desto besser.

Habe ich für diese Info jetzt leidende Tiere gebraucht? Nein, habe ich nicht. Das habe ich auch vorher schon gewusst.

Eine Antwort zu “Starke Migräneattacken führen zu noch mehr starken Migränettacken

  1. majorneryz Oktober 6, 2014 um 10:22

    Du hast so Recht! Danke, dass Du auch das Leid der Tiere beleuchtest.
    Das Leid der Tiere fügt mir auch noch mehr Schmerz und Leid zu, als die Migräne das sowieso schon tut 😦

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