Das Migräne Projekt

Eine die auszog, ihre Migräne zu besiegen

Migräne durch Histaminintoleranz und Hilfe durch das Enzym DAO

Hallo, ich bin Viviane und ich freue mich, dass Violetta mich eingeladen hat, in ihrem Blog zu schreiben.

Wer bereits Tyramin vom Speisezettel verbannt und trotzdem noch Migräne hat, den könnte das Thema Histaminintoleranz (HIT) bzw. Diaminoxidase (DAO) interessieren, denn bei vielen Migränikern ist eine reduzierte Aktivität des Enzyms DAO nachweisbar. Und: verschiedene Studien haben ergeben, dass bei zwei Dritteln der Migräniker durch die Gabe von Histamin ein Migräneanfall ausgelöst werden konnte.

Was ist HIT und welche Rolle spielt das Enzym DAO?

Histamin ist ein Stoff, der als Gewebshormon und Neurotransmitter für Nervenzellen wirkt. Er spielt eine wichtige Rolle für unser Immunsystem und ist z.B. bei der Abwehr körperfremder Stoffe und an der Wundheilung beteiligt.

Für Histaminintoleranz gibt es verschiedene Ursachen. Sie kann erworben oder angeboren sein und zeichnet sich aus durch eine Aktivitätsminderung des Enzyms Diaminoxidase (DAO), die einen verlangsamten Abbau von Histamin und anderen biogenen Aminen nach sich zieht.

Nach über 35 Jahren Migräne mit 15+ Migränetagen im Monat und Dutzenden von Versuchen, sie zu verstehen und loszuwerden, habe ich vor einigen Wochen einen Ansatz entdeckt, der für mich – und vielleicht auch andere Migräniker – möglicherweise ein wichtiges Puzzlestück im Kampf gegen die Hölle im Kopf sein könnte.

Was beeinflusst die Produktion und Bereitstellung von DAO?

Die DAO ist ein kupferhaltiges Enzym, das beim Menschen vorwiegend im Dünndarm und in der Plazenta, aber auch in den Nieren, der Leber und in der Thymusdrüse gebildet wird. Seine Aufgabe besteht darin, Histamin im Körper – besonders im Darm – abzubauen. Ist dieser Abbaumechanismus gestört, sammelt sich vermehrt Histamin im Körper an. 

  • Der Abbau von Histamin erfolgt langsamer, wenn zunächst andere Amine, wie z.B. Tyramin, abgebaut werden müssen. Histamin und Tyramin bewirken ja bekanntermaßen eine Entzündung und Erweiterung der Blutgefäße im Kopf.
  • Alkohol und Nikotin hemmen ebenfalls die Aktivität der DAO, aber auch Hormone spielen eine Rolle. Stichworte sind Pubertät, Menopause, Östrogendominanz (Vorsicht mit Soja) und das ganz normale Auf und Ab im weiblichen Zyklus.
  • Medikamente spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle: MAO Hemmer (Behandlung von Depressionen), Schleimlöser (z.B. Mucosolvan) oder auch Mittel gegen Übelkeit (bei Migräne!) wie z.B. Paspertin, der Wirkstoff Diclofenac, Acetylsalicylsäure (Aspirin), Beta-Blocker (werden gern zur Migräne Prophylaxe eingesetzt), Schmerzmittel wie z.B. Buscopan, Novalgin, Inalgon, Voltaren und Schleimlöser wie ACC und Ambroxol.
  • Was Ibuprofen betrifft, das viele Migräniker einnehmen, um die Migräne abzubrechen und die Einnahme eines Triptans zu vermeiden, so habe ich widersprüchliche Aussagen gefunden. Die einen sagen, dass es die Freisetzung von Histamin hervorruft, die anderen hingegen gehen davon aus, dass es die Freisetzung von Histamin hemmt. An der Stelle werde ich ein wenig weiterforschen.
  • Folsäure soll sich ebenfalls negativ auswirken.
  • Magen-Darm Entzündungen, Zöliakie und Vergiftungen können vorübergehend die Produktion der DAO einschränken. Und weiterhin können auch Gene die Produktion der DAO steuern.

Was also braucht unser Körper, um ausreichend DAO zu produzieren?

  • Vitamin C : Wird (fast) immer erwähnt und soll in hohen Dosierungen – 3000-5000 mg /Tag – ein natürliches Antihistamin sein.
  • Manchmal wird auch Zink, seltener Mangan erwähnt; alles in “therapeutischen Dosen”. Ich konnte bisher nicht herausfinden, wie hoch die Dosierung jeweils sein sollte. Werde hier weiter nach Infos suchen.

Nicht ganz so eindeutig verhält es sich nach meinem jetzigen Erkenntnisstand mit Vitamin B6. Es soll als Coenzym für die Bildung der DAO zuständig sein und wird immer wieder als wichtigstes Vitamin zur Aktivierung der DAO hervorgehoben. Aber der Dermatologe und Venerologe Dr. Koffer (http://www.kofler-haut.aterwähnt in seinem Histaminmerkblatt, dass „Die früher empfohlene Vit B 6 Gabe ist hingegen definitiv falsch (ist).Vit B 6 ist kein Kofaktor der die DAO unterstützt ( wenn schon dann das Histaminproduzierende Enzym Histidindecarboxylase.“ Diese Aussage bestätigt Marlene Kuntner in ihrer Bachelorarbeit „Histaminunverträglichkeit unter Berücksichtigung von histaminassoziierten Kopfschmerzen und Ernährung am aktuellsten Stand der Wissenschaft“.

Hier lohnen sich sicherlich weitere Nachforschungen. Bei mir triggern B-Vitamine sehr oft Migräne, was zum einen sicherlich an der darin enthaltenen Hefe liegt, zum anderen aber auch ein Hinweis darauf sein könnte, dass Vitamin B6 tatsächlich das Histamin im Körper erhöht.

Dank DAO Migränefrei während der Schwangerschaft?

Was mich übrigens wirklich hat aufhorchen und die DAO Schiene weiterverfolgen lassen ist die Erkenntnis, dass die DAO während der Schwangerschaft um das 300 -500 fache (und mehr) erhöht ist (DAO wird u.a. in der Plazenta gebildet). Wie oft habe ich Ärzten und teilnahmsvollen Nicht-Migränikern erzählt, dass ich während der Schwangerschaft keine einzige Migräne hatte? Und wie oft wurde meine Hoffnung auf eine plausible Erklärung, zumindest durch Teilnehmer der ersten Gruppe, durch hilflose Kommentare wie “Ja, so eine Schwangerschaft macht Frauen glücklich. Da bleibt kein Platz für Migräne” enttäuscht?! Aber jetzt habe ich eine Erklärung!

Wenn die DAO in dieser Zeit um das300-500 fache erhöht ist, dann ist ausreichend vorhanden, um überschüssiges Histamin abzubauen und (mir) eine migränefreie Zeit zu schenken.

Was sind die Symptome?

Meine Migräneanfälle werden seit über 3 Jahrzehnten begleitet von Übelkeit (oft in Kombination mit Heißhunger… ich weiß, das ist extrem merkwürdig), von Koliken, Durchfällen, Schüttelfrost und in den letzten 10 Jahren außerdem von einer einseitigen Schwellung der Nasenschleimhaut, laufender Nase, von Herzrasen, dem Gefühl, innerlich zu verglühen und starken Gelenkschmerzen. Das mit den Koliken habe ich jedem! Neurologen erzählt. Keiner sah einen Zusammenhang zur Migräne. Das Herzrasen habe ich als eine Folge der Migräneschmerzen interpretiert, die Schwellung der Nasenschleimhaut habe ich ignoriert, die „Hitzewallungen“ wurden der Menopause (für die es zunächst noch viel zu früh war) und die starken Schmerzen in der Brustwirbelsäule der Skoliose zugeordnet. Seltsam war, dass diese Schmerzen immer! einhergingen mit Migräne. Ging die Migräne mit Einnahme eines Triptans weg, verschwanden auch die Schmerzen in der Brustwirbelsäule und in den Gelenken. Mittlerweile weiß ich, dass all diese Symptome Anzeichen von Histaminintoleranz sind.

Klassische Symptome sind: Kopfschmerzen, Migräne, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckabfall, Nesselsucht, Durchfälle, Schockzustände (Anaphylaxie), Rhinitis, Flush, Abgeschlagenheit, Erbrechen, Dysmenorrhoe, Muskelkrämpfe von Darm, Gebärmutter, Bronchien (Asthma) oder anderen Körperorganen mit glatter Muskulatur.

Liste der histaminhaltigen und DAO hemmenden Lebensmittel.

Im Grunde gibt es 3 Gruppen von Lebensmitteln und Stoffen, die für Migräne im Zusammenspiel mit HIT eine Rolle spielen:

  1. Lebensmittel / Konservierungsstoffe / Azofarbstoffe, die Histamin im Körper freisetzen, wie z.B. der Farbstoff Tartrazin (z.B. in Gummibärchen, einige Vitaminpräparate, einige Medikamente) oder auch Benzoate (Konservierungsstoff, E-Nummern; natürlich enthalten in vielen Lebensmitteln und Obstsorten /Beeren),
  2. Lebensmittel / Stoffe, die Histamin enthalten wie z.B. Tomaten, Spinat, Auberginen (diese drei enthalten besonders viel Histamin)
  3. Lebensmittel / Stoffe, die DAO hemmen (einige Medikamente)

Wer an HIT leidet, sollte:

  • die Zufuhr von Histamin von außen durch bestimmte Lebensmittel und Stoffe (s. Liste unten) kontrollieren,
  • auf fermentierte Lebensmittel verzichten – die meisten fermentierten Lebensmittel und Speisen enthalten Histamin
  • künstliche Lebensmittelfarben, insbesondere Tartrazin (Farbstoff in Gummibärchen, in einigen Vitaminpräparaten, in einigen Medikamenten),
  • Vorsicht walten lassen bei Konservierungsstoffen wie Benzoate (Konservierung von Fruchtsäften und Softdrinks, natürlich enthalten in einigen Obstsorten), und
  • Sulfiten, Nitriten, Casein (Milcheiweiß), Gluten (Klebereiweiß) aus dem Weg gehen. Alle diese Stoffe enthalten Histamin
  • Fertiggerichte, Alkohol, hefehaltige Lebensmittel meiden,
  • weitere biogene Amine wie Tyramin (z.B. in Schokolade, Käse, Hefe, Essig, Bier, Avocados, Bananen, Tomaten), Serotonin, Dopamin, Phenylethylamin, Octopamin. Wie bereits erläutert: der Köper gibt dem Tyramin den Vorzug und braucht seine DAO Reserven auf, um dieses abzubauen; es bleibt zu wenig / keine DAO übrig, um Histamin abzubauen
  • besondere Vorsicht walten lassen mit proteinhaltigen Essensresten. Durch die Aktivität von Bakterien, wird Histamin produziert- nicht nur bei Zimmertemperatur, sondern auch im Kühlschrank! Es empfiehlt sich daher, Reste sofort einzufrieren
  • auf scharfe Gewürze verzichten

Weitere Faktoren, die körpereigenes Histamin freisetzen können:

  • Stress (das Stresshormon Cortisol soll die Histaminkonzentration in Magen und Darm erhöhen)
  • Emotionen, körperliche Aktivität (Studien zeigen, dass bei erhöhter körperlicher Aktivität die Aminosäure L- Carnosin ausgeschüttet wird, die anschließend in Histamin umgewandelt wird)
  • körperliche Reize (Wind, Kälte, Wärme)
  • Luftverschmutzung
  • Rauch und Düfte (Parfüm, Reinigungsmittel)
  • sinkender Luftdruck

Vieles davon kommt den meisten Migränikern sicher bekannt vor. Ich z.B. reagiere auf Wind, Wärme, Kälte und Luftdruckveränderungen mit Migräne.

Als ich zum ersten Mal die Liste aller “verbotenen” Lebensmittel gelesen habe, war ich frustriert. So viele gesunde und leckere Sachen standen darauf…Obst, Gemüse, frische Kräuter, Gewürze. Mir ist auch aufgefallen, dass manchmal bestimmte Lebensmittel als histaminhaltig bezeichnet werden und manchmal als Histamin freisetzend.

Hier folgt eine Liste (nicht vollständig) aus dem Buch der Immunologin Dr. Janice Vickerstaff “Dealing with Food Allergies”. Diese Lebensmittel sind entweder histaminhaltig, setzen Histamin im Körper frei oder hemmen die Produktion der DAO:

Käse (jede Art, ja, auch Feta, Camembert, Ricotta), Jogurt, Buttermilch, Kefir, Spinat, Sauerkraut, Tomaten (Ketchup, Tomatensoße), Avocado, Auberginen, Oliven, Ananas, Blaubeeren, Himbeeren (Benzoate), Erdbeeren (Benzoate), Trauben, Zitrone, Limette, Orangen, Grapefruit, Nektarinen, Pfirsich, Salami, geräucherter Schinken, Räucherspeck, Wiener, Bolognese, Fisch (außer fangfrisch), Eingelegtes (Essig) Geräuchertes, Soja, rote Bohnen, Curry, Zimt (viel Benzoat), Anis, Muskatnuss, Thymian, Gewürznelken, Essig, Senf, Margarine, hydrolisiertes Lecithin, manchmal Eier, insb. das Eiweiß, fermentierte Lebensmittel (Sauerkraut), fermentierte Sojaprodukte (Miso, Sojasauce), Tea (schwarz, grün, Mate), Alkohol, Energydrinks, Schokolade, Kakao, Cola, vermutlich Eiklar, Fruchtsaftgetränke, aromatisierte Speisen und Getränke, Lakritz, Glutamat, Chinin (Bitter Lemon, Tonic Water), Buchweizen, Gelatine, Kürbiskerne…

….diese Liste ist als Anregung gedacht und sicher nicht vollständig oder unumstößlich und nicht jedes Beispiel mag bei jedem von uns gleich Migräne oder andere Symptome von HIT auslösen.

Migränefrei durch Zuführen von DAO in Kapseln?

Meine erste Reaktion, als ich die lange Liste, der eigentlich gesunden Lebensmittel sah, war Unmut. Wie die meisten Migräniker verzichte ich auf so viele leckere Dinge, aber auf gesundes Obst oder z.B. Spinat verzichten zu müssen, hat mich wirklich deprimiert.

Wenn man (endlich) weiß, wonach man suchen muss und sich mit dem Thema Histamin näher beschäftigt, stößt man sehr schnell auf die Möglichkeit, das Enzym DAO von außen zuzuführen. Ich habe mir über amazon.com das Produkt „Histamin Block“, vertrieben von „Seeking Health“, bestellt (ich lebe in den USA). Der Name des Produkts ist ein wenig irreführend, denn es handelt sich nicht um einen Histaminblocker, sondern um das Enzym Diaminoxidase (20,000 HDU aus Schweinenierenextrakt) plus 20 mg Vitamin C.

Man kann „DAOSIN“ direkt beim Hersteller in Österreich, SCIOTEC Diagnostic Technologies bestellen. Ein weiterer Hersteller ist die Firma Biogena, deren Produkt „DAOZym“ heißt und zusätzlich Aminosäure L-Glutamin enthält.

Meine Erfahrung nach gut 6-wöchiger Einnahme von DAO Kapseln

Jetzt habe ich gute 6 Wochen hinter mir, in denen ich ca. 10 -15 Minuten vor jeder Mahlzeit 1-2 Kapseln nehme (je nach Nahrungsmenge; vor einer „richtige“ Mahlzeit 2, vor einer Zwischenmahlzeit 1 Kapsel). Nach 36 Jahren Migräne und so vielen Versuchen, sie mit konventionellen und unkonventionellen Ansätzen sowie Diäten in den Griff zu bekommen, erlebe ich zur Zeit ein kleines Wunder. Natürlich ist ein Teil von mir misstrauisch und die Angst, dass auch dieser Ansatz wieder versagt ist da. Aber die Fakten zählen: In gut 6 Wochen hatte ich 3 Anfälle: zwei davon rollten ca. 3-4 Stunden nach einer Mahlzeit im Restaurant an (mexikanisches Essen, viel Avocado, Tomaten und Käse) – ich hatte vergessen, meine Kapsel mitzunehmen. Den 3. Anfall hatte ich nach dem Verzehr von Schokolade; in dem Fall dachte ich, es geht auch ohne. Ansonsten esse ich wie vorher auch – verhältnismäßig gesund wie immer, aber mit Obst und Gemüse, das bei HIT nicht angezeigt ist, wie z.B. Spinat, Avocado, Tomaten, Ricotta oder Beeren. Das alles in Maßen, denn Histamin sammelt sich im Körper an.

Was kann DAO / das Produkt? Und was kann es nicht?

  • Das zugeführte Enzym Diaminoxidase verdaut das Histamin aus dem Nahrungsbrei, bevor es vom Körper aufgenommen werden kann. Damit kann es die Auswirkungen von Histamin auf den Körper reduzieren.
  • Die DAO kann die Wirkung nur im Darm und das auch nur vorbeugend entfalten. Das bedeutet, dass es sinnlos ist, das Enzym nach einer Mahlzeit oder bei Beschwerden einzunehmen.
  • Besonders wichtig zu verstehen ist, dass die DAO wirkungslos ist gegen körpereigenes Histamin, das durch Allergene, Medikamente oder andere Histaminliberatoren (z.B.Zitrusfrüchte, Gelatine, Glutamat, verschiedene Konservierungsmittel,Farbstoffe).
  • Wenn wir gleichzeitig DAO hemmende Stoffe aufnehmen (z.B. Alkohol, Nikotin, bestimmte Medikamente, s.o.), dann beliebt die Einnahme von DAO Kapseln wirkungslos.

Die Schweizerische Interessensgemeinschaft Histaminintolerenaz SIGHI weist auf ihrer Webseite darauf hin, dass wir „mit Daosin unbeschwert wieder alles essen können, ist zumindest für diejenigen, die auf Histaminliberatoren empfindlich reagieren, ein unwahres Werbeversprechen. Die DAO baut nur Histamin (und andere Monoamine) ab. Histaminliberatoren müssen weiterhin gemieden werden.” (www.histaminintoleranz.ch)

Fazit – Ich bin überwältigt

Alles in allem bin ich von dem Erfolg überwältigt. Ich habe nicht nur keine Migräne, sondern fühle mich besser, schnappe nicht mehr zwischen zwei Anfällen völlig erschöpft nach Luft. Und ich verreise wesentlich entspannter, da ich nicht mehr so viele Bedenken habe, in Restaurants zu essen. Und trotz Hitze, Kälte, Stress, ungewohnte Betten, Hunger, ausgelassene Mahlzeiten und was sonst noch zu den klassischen Migränetriggern zählt – ich habe keine Migräne. Auch bleiben ich  tyraminreichen Mahlzeiten (Kartoffeln z.B.) diese „Hitzewallungen“, das Gefühl, dass ich von innen glühe oder koche, aus. Ich vermute, dass nun genügend DAO da ist, um mit dem Histamin und dem Tyramin fertig zu werden.

Besser noch: Zum ersten Mal in meiner Migränekarriere habe ich das Gefühl, die Migräne unter Kontrolle zu haben, da ich die Hintergründe verstehe und nachvollziehen kann. Und weil ich gezielt etwas dagegen tun kann.

Es stellen sich mir noch viele Fragen und ich werde auf jeden Fall das Thema für mich weiter vertiefen und herausfinden, wie ich meinem Körper helfen kann, sich zu erholen und zu heilen von diesem jahrzehntelangen Alarmzustand, in dem er sich befand.

27 Antworten zu “Migräne durch Histaminintoleranz und Hilfe durch das Enzym DAO

  1. Nicole Staffa-Zepf Oktober 26, 2014 um 23:56

    Wow….herzlichen Dank für diese ausführliche Arbeit, ein toller Artikel und ein interessanter Ansatz, der sicherlich weiter verfolgt werden sollte. Leider war bei mir die Schwangerschaft die Hölle, trotzdem denke ich, dass bei der Vielfalt an Lebensmitteln ganz sicher was dran ist! Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg und vor allem gute Besserung damit.

    • viviane30 Oktober 27, 2014 um 19:00

      Vielen Dank 🙂
      Das tut mir wirklich leid, dass es Dir in der Schwangerschaft so schlecht ging. Es gibt noch so viel Ungeklärtes in Sachen Migräne. Das Thema wird ja auch irgendwie stiefmütterlich behandelt: Entweder wir bekommen die Antiepileptika der einen oder die Betablocker der anderen. Beim Lebensmittelansatz gilt es wirklich alle Faktoren zu finden. Neben Tyrannin, Histamin und MSG behalte ich z.B. sehr stark auch Hefe im Auge. Bereits ein bisschen Hefe, versteckt in Vitamin B, kann mich wirklich fast umbringen.

  2. Zwieselchen Oktober 27, 2014 um 08:56

    Hallo,
    diese Histamin-Sache verfolge ich auch schon über längere Zeit, und es stimmt: wenn ich mich bewusst histamin-arm ernähre, dann habe ich viel seltener Migräne.
    Es gibt ein sehr gutes Buch auf Deutsch, für alle, die sich mit englischen Büchern schwertun 🙂
    „Histaminintoleranz, Histamin und Seekrankheit“ von Reinhart Jarisch, erschienen bei Thieme 2013. Für mich war es sehr hilfreich, es hat mir auch geholfen, verschiedene Symptome richtig zu deuten, die ich bislang nicht mit der Migräne in Verbindung gebracht hatte (z.B. Übelkeit beim Busfahren, ohne gleichzeitig Kopfschmerzen zu haben).
    Ich habe Daosin bislang noch nicht ausprobiert, weil ich es sehr teuer finde: ca. 39 € für 60 Kapseln in meiner bevorzugten Versandapotheke. Wenn ich von einem Bedarf von ca. 6 Kapseln pro Tag ausgehe, mindestens (jeweils 2 Stück vor jeder Mahlzeit), dann komme ich auf einen Monatsbedarf von 180 Kapseln.
    Vielleicht kennt jemand eine billigere Bezugsquelle in Deutschland, und kann das hier mitteilen?
    Liebe Grüße
    Zwieselchen

    • viviane30 Oktober 27, 2014 um 19:40

      Ja, es stimmt, Daosin ist nicht billig. Manche nehmen es auch nur, wenn sie auswärts, in Kantinen oder Restaurants, essen. Wenn sie zu Hause sind und genau wissen, was sie essen, nehmen sie sie nicht. Schau mal hier: http://www.alles-essen.at/shop/daosin.html
      Vielleicht magst Du ja erst mal ausprobieren, ob die DAO bei Dir anschlägt. Es kann ja sein, dass histaminarme Ernährung bei Dir ausreicht. Auf der Seite kannst Du eine kleinere Menge DAO kaufen und sogar ein 2-er und 5-er Pack. Du könnest es zumindest ausprobieren. Es wird Dich nicht trösten, aber ich muss das Mittel hier fuer 60$ kaufen für 60 Stück. Ich glaube, ich bestelle es in Zukunft über die o.g. Seite.

  3. stardust789 Oktober 28, 2014 um 02:00

    Liebe Viviane, hab vielen Dank fuer deine Recherchen.Als ich deinen Artikel las, fuehlte ich mich sofort angesprochen, und werde Daosin so bald wie moeglich ausprobieren.Das erklaert mir nun auch, warum Aspirin und Novalgin bei mir triggert.Ich wuensche dir weiterhin eine migraenefreie Zeit und danke dir nochmals sehr.

    • viviane30 Oktober 29, 2014 um 06:36

      Liebe Stardust, ich freue mich sehr, wenn ich Dich mit meinem Beitrag ermutigen konnte, die HIT – DAO – Schiene für Dich zu testen und wünsche Dir damit von ganzem Herzen Erfolg!

  4. majorneryz November 29, 2014 um 09:39

    Ich werde das auch testen – es ist auf jeden Fall ein guter Ansatz! Gerade hab ich wieder einen schlimmen Durchhänger, Tag für Tag Migräne, trotz Betablockern 😦
    Wünsch Euch allen gute Besserung, Migräne ist grausig.

    • Violetta November 29, 2014 um 10:08

      Ach wie schrecklich. Ich drück dich.

      • majorneryz November 29, 2014 um 10:23

        Danke dir! Es wird hoffentlich wieder… Es war sogar schon schlimmer, aber so wie es jetzt ist, geht’s auch nicht… Liebe Grüße!

      • Violetta November 29, 2014 um 15:21

        Ich habe ehrlich gesagt an dich gedacht nachdem Viviane die Artikel über die Histaminintoleranz geschrieben hat. Du hast doch auch mal erwähnt, dass dir oft so heiß ist. Nicht dass es so sein müsste, aber Viviane hat das so beschrieben, dass sie das Gefühl hatte, von innen zu verglühen. Oder so ähnlich zumindest. Nur so eine Idee.

      • majorneryz November 29, 2014 um 21:46

        Ja, das stimmt! Allerdings heisst es bisher, dass es von meiner (leichten) Schilddrüsenüberfunktion kommt… aber ich werd das im Auge behalten und das DAO ausprobieren. Histamin meiden, Tyramin und Glutamat (Glutamat ist noch am leichtesten) meiden, dabei vegan bzw. weitestgehend vegan essen … ist sehr sehr schwierig. Hab es ausprobiert: man kann dann quasi gar nichts mehr essen. Aber DAO kann da ja vielleicht helfen 🙂

    • viviane30 November 30, 2014 um 01:54

      Ich habe natürlich auch im Laufe meiner Migränekarriere Betablocker genommen (1 Jahr lang glaube ich). Irgendwann hatte ich ein Basaliom (weisser Hautkrebs), das sich niemand erklären konnte. Jahre später fand ich einen Hinweis auf Betablocker. Ob da wirklich ein Zusammenhang besteht, weiss ich nicht, aber ich bleibe skeptisch.

      Zu der Sache mit Deiner „Hitze“. Auch bei mir wurde dieses Hitzegefühl erst auf die Schilddrüse, dann auf die Wechseljahre geschoben. Rein intuitiv wusste ich aber, dass dies nicht die Erklärung war. Warum trat das dies immer wenige Minuten nach dem Essen bestimmter Lebensmittel ein? Und: meine 18 jährige Tochter hat ab und zu Kopfschmerzen / leichtere Migräne. Ich habe beobachtet, dass sie nach dem Essen manchmal sagt, dass ihr so heiss wird, dass ihr Kopf glüht. Die Hitze ist ja ein Zeichen für Entzündung und Erweiterung der Blutgefäße. Ich finde das schon bemerkenswert und denke, dass da wirklich ein Zusammenhang zu bestimmten Lebensmitteln besteht. Wie ich in einem anderen Kommentar eben geschrieben habe, habe ich nach den Genuss eines (1!) Knödels gedacht, in sterbe (ich war echt kurz davor ins Krankenhaus zu fahren). Später ist mir eingefallen, dass meine Tochter kurz nach dem Essen zu mir sagte, ihr Kopf würde so glühen. Und sie bekam Kopfweh (das mit Ibuprofen, das ja wie ein Antihistamin wirkt, besser wurde). Kartoffeln werden ja manchmal als bedenklich bezüglich HIT (Histamin) betrachtet. Und ausserdem wird Klößen wohl auch Weizenmehl beigemischt, womit wir das Thema Gluten, Weizenunverträglichkeit oder Zoeliakie haben.

      Noch was zur DAO: Die DAO hilft NICHT bei Tyramin oder Gluten etc. Auch nicht bei Histamin, das unser Köper selbst bildet (z.B.Stress, Wind, Wetterwechsel). Es hilft nur, Histamin zu verarbeiten, das wir mit der Nahrung zu uns nehmen. Ich weiss, das macht alles keinen Spass. Und es ist nicht leicht, wenn man berufstätig ist oder reist. Ich habe es da einfacher, weil ich von zu Hause aus arbeite und nicht auf Kantinen etc. angewiesen bin. Zur Zeit bin ich in Deutschland auf Reisen und es geht mir echt schlecht. Ich habe zwischendurch auch mal 2 Tage nichts gegessen und werde mir meine „Entgiftungssuppe“, die auch die Entzündungen im Körper heilt, kochen, sobald ich wieder zu Hause bin.
      Gern kann ich Dir mal ein paar „Rezepte“ zukommen lassen. Ich habe mittlerweile 5-6 Gerichte, die ich mir koche und ich bin dabei, Rezepte zusammenzustellen, die mir (uns) ein Überleben auf Reisen oder im Büro garantieren. Ich koche ganz und gar nicht gern, aber es hilft ja alles nichts 🙂

      • majorneryz November 30, 2014 um 02:41

        Huhu, und lieben Dank für Deine Tipps! Ich hab das „Glühen“ eigentlich ganz unabhängig vom Essen. Morgens wach ich teilweise schon mit so einem roten Kopf auf (aber meine Haut hat auch ein Problem, das ich momentan so mittel im Griff habe).
        Aber der Ansatz mit dem Histamin ist wirklich mal eine gute Idee. Tyramin und Glutamat meide ich ja eh (also, so gut es halt geht, auch nicht immer, aber die „Bomben“ vermeide ich halt konsequent).
        Da ich weder Fleisch noch Fisch noch Milch noch Eier esse, wirds mit Protein eng, wenn man alle möglichen Getreide und auch Sojaprodukte weglassen muss … irgendwie muss man das Zeug ja zu sich nehmen, sonst ist es ja auch wieder Mist.
        Rezepte wären toll! Vielleicht magst Du ja hier ein paar einstellen?
        Lieben Dank!

      • majorneryz November 30, 2014 um 03:00

        PS: ich geh gern auf diese Seite, um herauszufinden, was viel und was wenig Histaminn hat: http://www.mein-allergie-portal.com/allergie-wiki/100-histaminintoleranz-hit das hilft schon ein bisschen, weiter finde ich.

      • Violetta November 30, 2014 um 11:34

        Die Seite ist klasse, danke dir für den Link. Die haben sogar eine Rezeptdatenbank. Die Zucchini-Puffer werde ich doch gleich mal probieren.

  5. majorneryz November 30, 2014 um 02:44

    Ich wünsch Dir ganz dolle gute Besserung – es tut mir so leid, dass es Dir im Moment schlecht geht 😦

    • viviane30 November 30, 2014 um 11:13

      Ja, es ist nicht leicht,wenn man auf so vieles verzichten muss. Auch ich esse keine Milchprodukte, kein Soja und nur sehr, sehr wenig Fleisch.
      Sobald ich wieder zu Hause bin, stelle ich mal ein paar Rezepte rein. Irgendwie müssen wir doch alle mal einen Schritt weiterkommen 🙂

    • viviane30 Dezember 2, 2014 um 18:17

      Der Link ist wirklich super. Ich werde mir mal die Allergie Restaurants ansehen. Klasse ist ja auch, dass man eine schöne Auswahl an Dingen hat, die man eben nicht in seinem Essen haben möchte.
      Das Rezept mit den Zucchini klingt wirklich gut. Jedoch ist mit Muskatnuss Vorsicht geboten, was Hit betrifft, denn es kann Histamin im Körper freisetzen.
      Aber ich denke auch, dass jeder für sich ausprobieren muss, was geht und was nicht .

      Hast Du denn generell Probleme mit Allergien und Unverträglichkeiten? Von wegen roter Kopf am Morgen.
      Ich glaube ja mittlerweile, dass Migräne zu einem sehr großen Anteil über Ernährung kontrolliert werden könnte und viel mit Lebensmittelunverträglichkeiten zu tun hat.

  6. Tina März 25, 2015 um 02:15

    Hallo Vivienne, geht es Dir nach wie vor besser?

    • Viviane März 25, 2015 um 13:24

      Hallo Tina,

      JA, es geht mit immer noch viel besser. Ich bin gerade auf dem Rückweg aus Deutschland zurück in die USA. In Österreich habe ich mich von einem Spezialisten, Privat Dozent Dr. Heinz Kofler, testen lassen und die Histamin Intoleranz oder Histamin Abbauschwäche (den Begriff finde ich fast treffender) wurde bestätigt. In den nächsten Tagen möchte ich gern meine Erfahrungen zusammenfassen – sobald ich mich zu Hause wieder eingerichtet habe.

      Ich hatte besonders in Deutschland ein paar Ausrutscher – Histaminbomben wie z.B. Bierbeisser (diese kleinen geräucherten Würstchen) oder einfach auch zu viel Käse.

  7. Tina März 26, 2015 um 11:52

    Na dann bin ich gespannt auf Deinen Bericht! Lieben Gruss!

    • Viviane März 30, 2015 um 14:25

      Hallo Tina, ich habe mittlerweile anfangen, meine Erfahrungen zum Thema Migräne und Histamin in einem eigenen Blog festzuhalten und habe meinen Bericht von meinem Blog auf Violettas Blog rebloggt.

  8. Gisela März 17, 2016 um 03:16

    Hallo Violetta, hallo Viviane,
    ich bin durch Zufall auf die Website gestoßen und restlos begeistert, was hier zusammengetragen wurde. Ich leide selbst seit über 20 Jahren an Nahrungsmittelunverträglichkeiten in Verbindung mit Migräne. Vor 1,5 Jahren habe ich Triptane verschrieben bekommen und war anfangs ziemlich begeistert. Inzwischen habe ich jedoch erkannt, dass die Triptane meine Migräne triggert und verstärkt. Auf der Suche nach einer Lösung ist Eure Website ein wahrer Schatz an fundamentalen Informationen.
    Auch ich habe eine Histaminunverträglichkeit und die Erfahrung gemacht, dass ich histaminreiche Nahrungsmittel einmal vertrage und beim nächsten Mal nicht . Es kommt also immer auf die Summe an Histaminen an, die man zu sich nimmt bzw. selbst erzeugt.

    Eine Frage zu Daosin. Nehmt Ihr die Tabletten regelmäßig vor Mahlzeiten, wenn diese Histamin enthalten könnten. Und wie sind Eure Erfahrungen damit nach längerem Gebrauch? Ich habe gelesen, dass das Daosin bei glutenreichen Produkten nicht hilft.

    • Violetta März 18, 2016 um 17:19

      Genau, das ewige Problem mit dem Eimer. Ist er voll, reagiert man gleich, ist er leer, kann man einiges ungestraft essen. Ich habe DAO eine ganze Weile genommen (immer vor dem Essen) und dann herausgefunden, dass es bei mir keine Wirkung zeigt. In meinem Gentest dann habe ich festgestellt, dass die Histaminverarbeitung in meinen Zellen gestört ist (HNMT). Da hilft dann Daosin auch nicht weiter. Probleme mit Histamin könne leider viele Ursachen haben und sich sehr unterschiedlich auswirken. Man fragt sich, warum immer alles so komplex sein muss.

      • Viviane März 19, 2016 um 11:31

        Hallo Gisela, ich habe eine ganze Weile DAO ziemlich strikt vor jeden Mahlzeit zugeführt, aber recht schnell herausgefunden, dass das Vermeiden oder besser Kontrolle von Histamin in der Nahrung (oder auch durch Stress, Wind, Wetterwechsel etc.) wirksamer ist. Mittlerweile fuehre ich DAO nur noch dann zu, wenn ich essen gehe und nicht ganz sicher bin, was drin ist.

        Das Thema ist wirklich nicht einfach und auch verwirrend: Manchmal kann ich Hackfleisch essen (je mehr Lebensmittel zerkleinert werden, desto mehr Histamin enthalten sie) und sogar Fisch, der nicht fangfrisch ist, und manchmal reagiere ich auf 3 Erdbeeren. Du hast recht, es kommt auf die Summe des Histamins an. Aber eben nicht nur in der Nahrung (hier kann DAO helfen). Histamin kann auch durch äußere Einflüsse wie Wetter, Stress, Sonne, Licht, Reisen im Flugzeug, ein Etikett, das auf der Haut kratzt etc. ausgeschüttet werden. Dafür ist das Enzym HNMT zuständig. Auch ich habe den Gentest gemacht (23.andme) und ich habe neben einer Stoerung in der Produktion des Enzyms DAO auch eine in der Produktion von HNMT. Wenn hier eine Stoerung vorliegt, dann produziert der Körper zuviel Histamin. Dieses Enzym HNMT spielt vor allem in zentralen Nervensystem und im Gehirn eine Rolle – da gehen die Migräneglocken an!!! Das bedeutete fuer mich im Umkehrschluss, dass ich 1. besser Histamin in der Nahrung vertrage, wenn ich die äußeren Faktoren einigermassen unter Kontrolle bekomme oder 2. in Zeiten, in denen ich viel Stress habe oder das Klima belastend ist oder ich fliegen muss, ich extrem auf Histamin in Nahrungsmitteln aufpasse.

        Allerdings darf das auch nicht in Panik ausarten! Ich esse normalerweise regelmäßig Histamin z.B. in Beeren, Senf, Balsamico – aber alles in Grenzen. Käse allerdings geht gar nicht, besonders wenn er alt ist. Ich habe mich vor einer Woche mit Parmesan quasi ins Aus gekickt. Eine Woche Migraene plus Herzrasen, Hitzewallungen, Muskelschmerzen, Schwindelt etc.

        Ich bin gerade dabei ein kleines Selbst-Coaching Programm incl. Selbsthypnose auszuarbeiten, das ich dann auf meine Seite (https://migraeneundhistaminintoleranz.wordpress.com) stellen werde, sobald es fertig ist.

        Viel Erfolg mit Deinen Nahrungsmittelunvertraeglichleiten und mit der Migräne. Nur nicht aufgeben!!

  9. Britt Oktober 7, 2016 um 07:49

    Ich bin ja froh, dass wenigstens in den letzten Kommentaren auch einmal von der HNMT
    ( Histamin-N-Methyl-Transferase) , dem intrazellulären Abbauweges des Histamins im Körper die Rede ist. Denn eine gestörte HNMT kann genauso ursächlich für eine Histaminintoleranz sein, wie ein Mangel an Diaminoxydase! Deshalb ist die Aussage im Artikel:“ Histaminintoleranz zeichnet sich durch eine Aktivitätsminderung des Enzyms DAO aus“ schlichtweg falsch.
    Genau diesen Denkfehler begehen auch immer noch viele Ärzte. Mit der Folge, dass ein ermittelter DAO Wert im Normbereich ( oft fälschlicherweise!) eine Histaminintoleranz ausschließt. Dabei gibt es genauso oft Störungen der HNMT ( oft bedingt durch Schilddrüsenprobleme oder dem Vorliegen des MTHFR Gendefektes und damit verbundene Methylierungsstörungen)
    Ein erster Indikator, ob es sich um eine DAO oder HNMT vermittelte Histaminintoleranz handelt, ist die zeitliche Abfolge von Reaktionen. DAO induziert treten Symptome meistens sehr kurzfristig nach der histaminhaltigen Nahrungsaufnahme auf ( bis zu einer halben Stunde danach) und HNMT induziert können Reaktionen noch 2-3 Tage nach Triggerung auftreten. Gerade beim Thema Migräne ist häufiger der gestörte, intrazelluläre Abbau des Histamins ursächlich.
    Diese Zusammenhänge sollte man nicht außer acht lassen, wenn man sich mit dem Thema HI und Migräne auseinander setzt.

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