Das Migräne Projekt

Eine die auszog, ihre Migräne zu besiegen

Bewusster essen: Histamin – und tyraminfreie Lebensmittellisten

Als Ergänzung zu meinem Beitrag zu Histaminintoleranz, Daosinoxidase und Migräne  möchte ich an dieser Stelle eine Liste von unbedenklichen und von eher kritischen Lebensmitteln vorstellen. Da Migräniker, die auf Histamin reagieren, sehr häufig auch auf Tyramin reagieren – und Tyramin ein bekannter ein Migränetrigger ist -, finde ich diese Liste besonders hilfreich, da sehr komplett. Sie  macht übrigens auch auf B- Vitamine und Multivitaminpräparate aufmerksam (Hefe). Hier ist die original Tyramin-Histamin Liste auf Englisch. Da ich diese Liste aber wirklich sehr gut finde, werde ich demnächst noch eine Übersetzung hier reinstellen. Für alle, die das eine oder andere Wort nachschlagen möchten, so ist dies hier möglich.

Tyramin ist ein biogenes Amin, das aus der Aminosäure Tyrosin gebildet wird. Es entsteht bei der Zersetzung von Eiweißen und ist sowohl in bestimmten Lebensmitteln (z.B. Bananen, Misteln) enthalten als auch ein Begleitstoff in Lebensmitteln, die durch Gärung oder Fermentierung entstehen (z.B. Käse, Rotwein, Schokolade).

Tyramin wird durch das Enzym Monoaminoxidase (MAO) abgebaut; dieses Enzym ist ebenfalls für den Abbau von Serotonin, Melatonin, Adrenalin, Tryptamin und Dopamin zuständig. Die Einnahme von MAO Hemmern, wie z.B. Antidepressiva (wird ja gern Migränikern zur Prophylaxe angeboten), hat eine erhöhte Konzentration von Tyramin im Körper zur Folge und begünstigt dadurch Migräne.

Darüberhinaus kann Tyramin, so wie die anderen biogenen Amine Serotonin und Histamin (mehr zu Histamin und Migräne) Migräne auslösen, wenn wir es mit der Nahrung aufnehmen.

Ich habe viele Listen miteinander verglichen und ausprobiert. Was mir an der Liste von Dr. Joneja, die auch die „Histaminintoleranz – Päpstin“ genannt wird, gefällt ist, dass sie Lebensmittel, die eventuell ok wären, dennoch auf die no-go Liste setzt. Mit ein bisschen Ausprobieren und viel Bauchgefühl (Intuition ist meiner Meinung nach unerlässlich) kann jeder seine ganz eigene Liste zusammenstellen. Es ist auch wichtig zu wissen, dass ein Lebensmittel, das heute ok ist, morgen vielleicht gar nicht geht – weil die Menge an Histamin, Tyramin oder Serotonin im Körper bereits sehr hoch ist, weil das Wetter (Wind, Hitze, Kälte etc. können die das Histamin im Körper erhöhen) eine Rolle spielt, weil eine hormonelle Komponente hinzukommt etc.

Zerkleinern von Nahrung spielt ebenfalls eine Rolle: Beispielsweise kann ich eine halbe (manchmal sogar eine ganze) Avocado auslöffeln, ohne Migräne zu bekommen. Aber wenn ich Guacamole mache (pürierte Avocado) bekomme ich schlimme Migräne. Warum? Weil der Vorgang des Zerkleinerns Histamin freisetzt. Ebenso enthalt Hackfleisch mehr Histamin als ein Stück Fleisch.

Wie gesagt, diese Liste ist „streng“. Aber mir hilft sie im Moment dabei, wirklich alle möglichen Histamin- oder Tyraminquellen auszugrenzen. Vergessen wir eines nicht: Die persönliche Schwelle ist nicht nur individuell, sondern auch von der angesammelten Menge Histamin und Tyramin im Körper abhängig. Wenn ich mich also histamin- und tyraminarm ernähre, dann triggert der Wind draußen zwar immer noch die Histaminausschüttung in meinem Körper, aber diese Menge ist noch tolerierbar und macht mir keine Migräne. Oder wenn ich vernünftig bin, kann ich eventuell ein Gemüse essen, das besonders gesund ist, aber Histamin enthält oder seine Ausschüttung begünstigt. Aber eben nur eine Sorte.

Hier ist eine weitere Liste, die nochmals gut darstellt, welche Lebensmittel Histamin enthalten, welche schnell verderblich sind und schnell Histamin bilden, welche andere biogene Amine enthalten, welche Histamin im Körper freisetzen und welche das Enzym DAO (Diaminoxidase) blocken. Auf zwei Dinge möchte ich in Bezug auf die Liste aufmerksam machen: Kartoffeln sind auf dieser Liste ok, obwohl sie es auf den meisten anderen Listen nicht sind. Ich habe nach dem Verzehr von Kartoffeln, auch Süßkartoffeln, oft Muskelschmerzen, allgemeine Gliederschmerzen, leichte Migräne, Müdigkeit.

Und diese Liste erwähnt, dass Jod als Zusatz in Brot (oder generell?) ebenfalls problematisch sein kann.

Es stellt sich bei all diesen Listen die Frage, welche Einstellung zum Essen sich daraus ergibt. Das Essen ist nicht mein Feind (o.k., die Gummibärchen mit dem gefährlichen Farbstoff Tartanzin schon). Ich bin überzeugt, dass Lebensmittel, insbesondere Gemüse, Obst und Kräuter, mir auch helfen können, mich zu heilen. Es gibt so viele Gemüsesorten und Kräuter, die nicht nur das Histamin und Körper senken oder seine Ausschüttung bremsen. Es gibt auch ebenso viele Gemüsesorten oder Kräuter, die außerdem noch entzündungshemmend sind. Und Entzündung ist ja genau das Problem bei Migräne. Ich probiere im Moment gerade Gerichte aus, die das Histamin senken oder seine Ausschüttung blockieren und eine entzündungshemmende Wirkung haben.Und ich kann nur sagen: Es geht mir weiterhin gut. Und dabei habe ich einige Male, die DAO weggelassen.

Übrigens: Tyramin ist an der Ausschüttung von Serotonin, Dopamin und Noradrenalin beteiligt. Dies erklärt, warum wir oft Heißhunger auf tyraminhaltige Lebensmittel haben, denn durch sie fühlen wir uns einfach wohl. Nur leider führt das bei uns Migränikern relativ schnell auch zu Migräne.

19 Antworten zu “Bewusster essen: Histamin – und tyraminfreie Lebensmittellisten

  1. burgundischlimburg November 25, 2014 um 13:17

    Zu den Kartoffeln sei nur kurz erwähnt, dass ich sie besser vertrage, wenn ich sie nach dem schälen längere Zeit wässere. Zusätzlich zu diesen Listen bitte auch Weizen und Produkte daraus genauer beobachten. Seit ich auf Weizen komplett verzichte, kann ich viele andere gelistete Lebensmittel wieder besser vertragen.

    • viviane30 November 29, 2014 um 14:17

      Hallo burgundischlimburg, Danke für den Hinweis mit dem Weizen. Auch ich bin sehr zurückhaltend damit und habe meinen Weizenkonsum sehr stark reduziert (was mir nicht leicht fiel). Stichworte hier sind Zoeliakie, Weizenallergie und Glutensensitivitaet.
      Und nach wie vor denke ich, dass der Zusammenhang zwischen Migräne und Lebensmittelunverträglichkeiten / -allergien unterschätzt wird. Besonders in Deutschland.

      Seit 2 Wochen toure ich durch die Republik (ich lebe in den USA) und stelle fest, wie schwierig es ist, sich „gesund“ (im Sinne von Migräneprevention) zu ernähren, wenn man auf Restaurants und wohlgesinnte Freunde angewiesen ist. Wenn ich sage, dass ich vorsichtig bin mit Brot, Pizza etc. merke ich richtig, wie die anderen denken, dass ich schon ein bisschen seltsam geworden bin. Auf der Pizza sind ja frische Zutaten und die Brötchen vom besten Bäcker. Natürlich schiesse ich auch immer wieder Eigentore. Vor ein paar Tagen musste ich in Bayern unbedingt Knödel („nur“ einen) essen. Am nächsten Tag bin ich mit einer schlimmen Migräne plus starker Übelkeit aufgewacht. Zu spät fürs Triptan; sogar Wasser verursachte mir Brechreiz. Auf der 2,5 stündigen Autofahrt zu einem wichtigen Termin sass ich neben meiner 18-jährigem Tochter auf dem Beifahrersitz, eine Tüte zwischen den Knien, während sie den Kampf mit der 6 spurigen Autobahn aufnahm. Ich dachte, ich sterbe. Erbrechen, schlimme Koliken, Hitze, Schweissausbrüche, Schüttelfrost,immer das Gefühl, ohnmächtig zu werden und Migräne. Nicht nur dass es Kartoffeln sind, aber Knödel werden wohl auch mit Weizenmehl zubereitet. Tja, so viel zum Thema Weizen.

      • forest123456 Dezember 15, 2014 um 04:31

        Wie bereits an anderer Stelle hier geschrieben, habe ich vor mittlerweile fast 10 Monaten meine Ernährung dahingehend umgestellt, auf Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis und andere Lebensmittel mit hoher glykämischer Last weitgehend zu verzichten.

        http://jumk.de/glyx/

        Nebenbei bin ich so nach 25 Jahren meine Migräne komplett losgeworden. Die hatte ich zuvor mindestens 2 mal pro Monat. Zuletzt hatten auch nur noch Triptane zuverlässig geholfen und auch nur dann, wenn die nicht Nachts begonnen hatte und es morgens noch nicht zu spät war um was einzunehmen.

      • viviane30 Dezember 17, 2014 um 17:00

        Hallo Forest,

        ich gratuliere Dir und freue mich von ganzem Herzen für Dich, dass Du die Migräne in den Griff bekommen hast!!! 🙂

        Für Dich war also der Verzicht auf Lebensmittel mit hoher glykämischer Last die Lösung.
        Das ist ja ein Ansatz, auf den man im Laufe der verzweifelten Suche nach Abhilfe, immer wieder trifft – und auch ich habe das ausprobiert. Etwas über 6 oder 7 Monate. Leider ohne, absolut ohne, jeden Erfolg (von den 2 Kg auf den Hüften, die weggeschmolzen sind, einmal abgesehen). Aber trotzdem ist es sicher eine sehr gute Idee, auf Lebensmittel mit hohem glykämischen Index zu verzichten!

        Ich habe seit über 35 Jahren Migräne und hatte bis vor 2 oder 3 Monaten (als ich mit Histamin und Diamnoxidase zu experimentieren begonnen habe) 15-20 Anfälle pro Monat und zusätzlich mindesten 1xJahr eine Dauermigräne über einen Zeitraum von ca. 6 Wochen. In all diesen Jahren habe ich alles Mögliche versucht: Betablocker, Toparimate, Schmerzmittelentzug, Sklerosieren der Wirbel der HWS, Petadolex, Bioresonanztheraphie, Entsäuerung, Akupunktur, TCM, Ayurveda, Hypnose (bin sogar Hypnose Coach geworden), Meditation, Entspannung, Chiropraktiker 1x Woche, Homöopathie… und… und…und…
        Schade, dass bei mir der Verzicht auf Lebensmittel mit hohem glykämischen Index nicht zum Erfolg geführt hat.

        Allerdings hilft mir der Verzicht auf Gluten bzw. auf Weizen (Weizen setzt Histamin im Körper frei).
        Und Kartoffeln sind tyraminhaltig…. dass ich dem Appetit auf Knödel nachgegeben habe, hatte wirklich üble Konsequenzen.
        Das Wässern von Kartoffeln hilft übrigens, Salicylsäure loszuwerden. Salicylsäure kann zu Schwellung von Gefässen führen – womit wir wieder bei der Migräne werden.

  2. Eva Dezember 5, 2014 um 03:09

    Weizen war hier auch eines der ersten Lebensmittel, das verbannt wurde. Mittlerweile, nach etwas Erfahrung und einiger Recherche, bevorzuge ich generell glutenfreie Produkte (sofern sie selbst gemacht sind und dementsprechend ohne Xanthan und dergleichen auskommen). Denn selbst Dinkel und Hafer sind nicht ganz unproblematisch mit HIT, wobei immer noch besser als Weizen. Im Endeffekt muss man selbst austesten, was einem bekommt und was nicht. Aber all diese Listen sind eine gute Inspiration. Die Sache mit den Kartoffeln waessern bzw. das Kochwasser einmal wechseln, kann ich auch bestaetigen.

    • Violetta Dezember 6, 2014 um 16:48

      Danke für deinen Kommentar. Ich werde deine tolle Webseite in die Linkliste hinzufügen.

    • viviane30 Dezember 22, 2014 um 08:12

      Hallo Eva, entschuldige, ich habe Deinen Kommentar jetzt eben erst gesehen.
      Was mich an der ganzen Sache mit dem Weizen / Gluten und auch Kohlehydraten wirklich ärgert ist, dass mir – und vermutlich auch anderen Leidensgenossen – jahrzehntelang erzählt wurde, ich solle viel Kohlehydrate, vor allem in Form von Nudeln, essen, um der Migräne vorzubeugen (Stichwort Serotonin). Das hatte zur Folge, dass ich sehr gern noch abends spät Pasta gegessen und immer dafür gesorgt habe, ein paar Kekse dabei zu haben, wenn ich unterwegs war. Ich hatte regelrecht Angst davor, dass jeder kleinste Hunger, eine Attacke auslösen würde. Rückblickend ist mir klar, dass ich meinem Körper unaufhörlich Trigger zugeführt habe. Ein Wunder, dass ich davon nicht übergewichtig geworden bin. Die Neurologen hatten mich wirklich darauf getrimmt, dass ausgefallene Mahlzeiten, Migräne auslösen würden. Heute mache ich das Gegenteil, wenn ich vereise oder unterwegs bin, dann esse ich lieber mal 8 Stunden nicht (trinke nur Wasser), bevor ich etwas esse, das Tyramin oder Histamin oder MSG enthält. Gluten und die vielen KH habe ich vor gut 2 Jahren aufgegeben. Sehr selten mache ich eine Ausnahme, die ich aber dann auch gut vertrage. Interessant in diesem Zusammenhang ist das Buch von Dr. Perlmutter „Dumm wie Brot. Wie Weizen schleichend Ihr Gehirn zerstört“.

      Übrigens hast Du eine super Seite. 🙂

  3. majorneryz Dezember 15, 2014 um 03:43

    Huhu 🙂
    Hab noch mal eine Frage zur Zitrone. Zitrusfrüchte sind ja aus mehreren Gründen (Tyramin + Histamin) ein No Go bei der Diät. Das ist normal für mich nicht schlimm, aber ein Essen trifft es hart: Taboulé. Das braucht ein wenig Säure.
    Wie wäre denn Ascorbinsäure? Die schmeckt schon recht zitronig-sauer, und ist auch noch gesund mit dem Vitamin C. Habt Ihr die schon mal zum Säuern von Sachen genommen, die man sonst mit Zitrone machen würde?
    Danke und liebe Grüße 🙂

    • viviane30 Dezember 17, 2014 um 15:56

      Ich liebe Taboulé auch so. Also im Grunde ist Ascorbinsäure genauso tabu wie Zitrusfrüchte. Aber ich mache ab und zu Ausnahmen. Ein paar Spritzer Zitrone oder Limette vertrage ich. Aber das ist sicher individuell unterschiedlich – wie immer bei der Migräne.

      • majorneryz Dezember 19, 2014 um 01:17

        Ich beschränke die Zitrone auch sehr. Nur manchmal muss ein Taboulé einfach sein … Ascorbinsäure dachte ich jetzt, ist harmloser, weil sie auf den Listen als „ok“ eingestuft ist. Aber das galt vielleicht nur für das Histamin?

      • viviane30 Dezember 19, 2014 um 06:50

        Also ich habe jetzt eben nochmals ein wenig gesucht und mir ist wirklich aufgefallen, dass einige Seiten Ascorbinsäure als regelrecht gefährlich bezeichnen (http://www.zentrum-der-gesundheit.de/ascorbinsaeure-ia.html).

        Ich habe auch eine Seite gefunden, die sich damit beschäftigt, wie man Amine im Essen meiden kann. Sie sagen, dass Ascorbinsäure sehr wenig Amine hat und schlägt vor, weissen Essig durch 1 EL Wasser plus 1/4 TL Ascorbinsäure zu ersetzen. http://aminerecipes.com/tag/vinegar-substitute/

        Trotzdem weiss ich nicht, ob ich wirklich Ascorbinsäure essen möchte. … Aber in einem Taboulé sind es ja auch keine Mengen. Und ab und und zu geht ja vielleicht.

      • majorneryz Dezember 19, 2014 um 06:55

        Danke Dir!
        Leider findet man so viele widersprüchliche Infos zu all dem … ich denke, ausprobieren bleibt die einzige Lösung. Irgendwann entwickelt man ja schon ein Gefühl dafür, was einem bekommt …

      • viviane30 Dezember 19, 2014 um 09:49

        Ja, es gibt so viele Widersprüchlichkeiten. Aber mich haben die „mainstream“ Infos nicht weitergebracht, was die Migräne betrifft. Ich glaube wirklich, dass je nach Person, nach Tagesform, nach bereits im Körper befindlichen Triggern (wenn mein Histamin-Tyramin-Eimer schön leer ist, dann kann ich auch mal etwas „Verbotenes“ essen), nach Wetter, Klima, Umgebung, Stressoren etc.die Tolereanzschwelle unterschiedlich ist. Ich kann z.B. ab und zu ein kleines Stück Käse essen, aber ich kann auf gar keinen Fall etwas essen, wo Hefe drin ist.

        Ja, und Du hast vollkommen Recht, wenn Du Deinem Gefühl traust.

      • viviane30 Dezember 19, 2014 um 12:34

        Schau mal, ich habe auf französischen Seiten was gefunden:
        Taboulé ohne Zitrone: http://macuisineetudiante.blogspirit.com/archive/2006/09/03/le-taboule-des-vacances.html
        Ohne Zitrone und mit Blumenkohl statt Petersilie: http://www.lacuillere.com/recettes/78187-Taboule-de-chou-fleur
        Glutenfrei, mit Quinoa: http://www.cuisineaz.com/recettes/salade-taboule-sans-ble-sans-gluten-63283.aspx

        Vielleicht probiere ich da mal was von aus.

      • majorneryz Dezember 19, 2014 um 12:43

        Danke Dir 😀

      • Viviane April 18, 2015 um 06:54

        Hallo, ich habe gerade etwas über Zitronensäure gefunden: Hier ein Ausschnitt: Zitronensäure
        Auch die Zitronensäure wird von Schimmelpilzen produziert. Sie ist ein äußerst viel verwendeter Zusatzstoff. Sie konserviert, stabilisiert und verleiht fruchtigen Geschmack. Die meisten Fruchtsaftgetränke, Marmeladen, aber auch Backwaren, Konserven und Fertigprodukte kommen ohne Zitronensäure nicht mehr aus. Bei der Gewinnung der Säure können Schimmelsporen oder andere Stoffwechselgifte der Pilze samt der Zitronensäure in das Endprodukt gelangen.

        Abgesehen von ihrer schädlichen Wirkung auf die Zähne, schleust Zitronensäure auch Metalle wie Blei und Aluminium durch die Darmwand ins Blut. Die Hirntätigkeit wird dadurch beeinträchtigt, was wiederum zu den bekannten Lern- und Gedächtnisstörungen führen kann und langfristig sogar mit Alzheimer und Parkinson in Zusammenhang gebracht wird. Auch Nieren- und Leberschäden sind durch Zitronensäure möglich.

        Lesen Sie mehr unter: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/fertigprodukte.html#ixzz3XfX6g6jd

  4. dagmar Januar 15, 2015 um 23:27

    hi, ich habe auch starke, inzwischen dauer-migräne und versuche das 1-2-3 programm.
    kann man denn sagen, dass die beiden oben verlinkten listen das in etwa gleiche ziel verfolgen? ich meine, wenn ich mich nach der zweiten, deutschen liste richte, ist das dann in etwa entsprechend der ersten original englischen liste oder verfolgen die beiden listen andere strategien?
    die englische version ist für mich überhaupt nicht versändlich. da hilft auch der übersetzer grad nicht…
    für eine kurze info dazu wäre ich sehr dankbar.
    LG

    • Violetta Januar 16, 2015 um 10:56

      Ich drücke dir die Daumen, dass du deine Migräne irgendwie in den Griff bekommst. Gerne versuche ich dir weiterzuhelfen. Ich versuchs mal:

      Also, dieser Artikel hier, der sich auf Histamin bezieht, ist ein anderer Ansatz als das 1-2-3 Programm. Das sage ich jetzt mal, um es ganz deutlich zu machen. Trotzdem stimmt das auch nicht, denn beide Ansätze haben extrem große Schnittmengen. Das liegt daran, dass bestimmte Lebensmittel, die als besonders problematisch bewertet werden und Migräne auslösen können, bestimmte biogene Amine haben. Diese biogenen Amine liegen so nah beieinander, dass viele Lebensmittel, die z.B. viel Tyramin enthalten, oft auch viel Histamin enthalten.

      Der Ansatz des 1-2-3 Programms von Dr. Buchholz berücksichtigt, was die biogenen Amine anbelangt (also nicht Stoffe wie Glutamat oder Nitrate etc) in erster Linie Tyramine. Er geht davon aus, dass das bei den meisten Menschen reicht. Zudem beruht seine Liste auf Beobachtung. Das heißt, in seiner jahrzehntelangen Forschung mit Patienten hat er die wahrscheinlichsten Trigger, die ihm seine Migränepatienten präsentiert haben, mit hereingenommen. So kann es sein, dass vielleicht ein Lebensmittel mit dabei ist, dass vielleicht nicht unbedingt einer unmittelbaren Tyraminliste folgt, aber bei so vielen Leuten Migräne getriggert hat, dass es auf der Liste steht. Du hast es sicher selber gelesen, die Liste ist so gedacht dass sie dir einen Startpunkt gibt, von dem aus du selbst anfängst zu forschen, welche der Lebensmitel auf der Liste nun tatsächlich Migräne bei dir auslösen und welche nicht. Nicht unbedingt alle Lebensmittel auf der Liste sind Migränetrigger. Das ist eine elende Forschungsarbeit und verlangt viel Zeit und Geduld.

      Für jemanden, der sich das erse mal mit Lebensmitteltriggern auseinandersetzen möchte, halte ich die Liste auch erst mal für einen guten Ansatz und ich würde empfehlen, die beiden Ansätze nicht zu vermischen. Das wird extrem kompliziert und macht es noch schwerer, durch Beobachtung auf bestimmte Triggermechanismen zu schließen.

      Und trotzdem: bei manchen Migränikern ist die Sache anders gelagert. Manche reagieren zusätzlich zu Tyramin auch auf Histamin. Manche Migräniker haben vor allem aufgrund von Histamin Migräne. Das ist der Forschungspfad von Viviane, die den Artikel oben geschrieben hat. Bei ihr hat nichts geholfen, bis sie entdeckt hat, dass sie in erster Linie ein Problem mit Histamin hat. Seitdem sie diesem Ansatz folgt, geht es ihr dramatisch besser. Es gibt bestimmte Symptome, die auf eine Histaminunverträgichkeit (HIT) hinweisen und wer mag, kann sich da reinvertiefen.

      Ich persönlich würde, wie gesagt, erst mal empfehlen, den Ansatz von Dr. Buchholz zu befolgen und dann weitersehen. Du kannst dann Histamine immnoch dazunehmen. Wenn du jetzt schon vermutest, dass du ein Histaminproblem hast, dann kannst du das auch mit einem Arzt abklären, der sich mit sowas auskennt. Es ist ein schwieriger Weg, sich durch dieses Dickicht hindurchzufinden und braucht, wie gesagt, Zeit und Forschungsarbeit. Du musst am Ende deine eigene Liste mit Triggern zusammenstellen. Bei mir z.B. scheinen, was das Histamin anbelangt, nur bestimmte Stoffe anzuschlagen. Das sind vor allen die Histaminliberatoren, deshalb bekomme ich z.B. von Erdbeeren Migräne, auch wenn die nicht auf Dr. Buchholz Liste stehen. Das ist halt Teil der Forschungsarbeit. Erschwerend ist immer der Umstand, dass sich alle biogenen Amine erst mal ansammeln, wie in einem Eimer, und dann nach einer bestimmten Zeit, wenn der Eimer voll ist, gibts erst die Migräne. Ich habe potente Trigger, die brauchen drei bis fünf Tage, bis sie anschlagen. Das machts auch nicht gerade einfacher.

      Und nochwas: es gibt natürlich auch Menschen, bei welchen noch ganz andere Migränemechanismen am Werk sind. Bei denen hilft dann die Vermeidung von Lebensmitteltriggern auch nicht besonders weiter. Manche brauchen zusätzliche Maßnahmen (bei mir reicht das 1-2-3 Programm alleine auch nicht aus) wie z.B. eine Prophylaxe oder anderes.

      Wenn du Probleme mit der Liste von Dr. Buchholz hast, kannst du wirklich gerne nachfragen. Schreib einen Kommentar und stell alle Fragen, die du hast. Am besten auf der Seite: das 1-2-3 Progamm.

      Liebe Grüße
      Violetta

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