Das Migräne Projekt

Eine die auszog, ihre Migräne zu besiegen

About

Herzlich Willkommen. Für diesen Blog schreibe ich, Violetta, und meine Gäste.

Vor einigen Jahren bin ich in die USA gezogen, wo ich weit draußen in der Pampa wohne, zwischen Koyoten, Bobcats und Mountain Lions. Die Migräne habe ich aus Deutschland mitgebracht. Sie ist Teil meines Lebens und hat sich im Laufe der Jahre langsam aber kontinuierlich gesteigert. Aktuell plage ich mich mit im Schnitt zehn Migränetagen im Monat herum.

Auch wenn ich denke, dass es wichtig ist, Migräne so früh wie möglich zu behandeln, so folge ich trotzdem nicht allen Empfehlungen der Ärzte. Außer Schmerzmitteln, vor allen den Triptanen, gibt es nicht eine einzige medikamentöse Behandlung, die spezifisch für Migräne entwickelt worden wäre. Was wir verschrieben bekommen, sind Abfallprodukte von anderen, schweren Krankheiten, die bei Migräne manchmal auch helfen. Meine eigene Erfahrung mit Prophylaxen ist die, dass alle ein sehr hohes Risiko für schwerwiegende Nebenwirkungen haben und dass es, wenn sie anschlagen, nach zwei bis drei Monaten oft eine Nivellierung gibt und sich die anfängliche Verbesserung dann teilweise oder vollständig verflüchtigt.

Die Lage ist nicht gut. Prof. Jean Schoenen (Liege, BE) hat auf dem Europäischen Schmerz-Kongress EFIC 2011 in Hamburg vor mehr als 4.000 Experten aus 75 Ländern gesagt: „Medikamente zur Prävention von Migräne-Attacken wirken bei nur 50 Prozent der Betroffenen, jene gegen akute Anfälle bei 70 Prozent.” Das fasst die Lage gut zusammen, genauso wie meine Frustration, als ich Anfang 2011 anfing, mich intensiver mit Migräne auseinanderzusetzen.

Ich wollte die erfolglose Behandlung meiner Migräne durch unzählige Ärzte nicht mehr hinnehmen und habe angefangen, mich selbst schlau zu machen. Begonnen hat dieser Blog mit der Dokumentation einer Diät aus den USA, die Lebensmitteltrigger eliminiert, das sogenannte 1-2-3 Programm von Dr. David Buchholz. Diese „Diät“ macht nicht sonderlich viel Spaß, weil man so viel leckere Dinge weglassen muss. Aber sie hilft und ist hier in den USA bei fast allen schweren Migränikern ein selbstverständlicher Teil des Lebens geworden. Mehr darüber unter Wie alles anfing.

Im Laufe der Zeit hat sich dieser Blog verändert und ist gewachsen.

Je mehr ich mich informiert habe, desto mehr wurde mir klar, dass es sich lohnt, die Augen und Ohren offen zu halten. Auch wenn die Behandlungsmöglichkeiten für Migräne bescheiden sind, so gibt es doch eine Menge Informationen, die diejenigen, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen wollen, weiter bringen werden. Dieser Blog ist der Versuch, das, was ich erfahre, weiterzugeben. Er ist aber auch eine Fahne, die ich in den Wind halten möchte. Gegen das Stigma von Migräne, gegen die Unsichtbarkeit von Migräne und gegen die Nichtbeachtung von Migräne, gesellschaftlich sowie in der Forschung.

32 Antworten zu “About

  1. Pia November 15, 2014 um 10:51

    Liebe Violetta,

    durch Zufall habe ich gerade Deinen Blog entdeckt. Phantastisch!!
    Ich freue mich über jeden, der diesem Thema ein Gesicht und eine Stimme geben möchte!

    Selbst bin ich mit 20-30 Tagen pro Monat auch betroffen, leider durch eine frühere Hirntumoroperation zusätzlich noch mit Trigeminusnervenschmerzen übelster Art. Oft schreibe ich in meinem Blog auch darüber. Vielleicht magst Du ja mal bei mir stöbern.. 😉

    Ich wünsche Dir von Herzen viele schmerzfreie Tage!

    LG von Pia

    • Violetta November 15, 2014 um 13:26

      Hallo Pia,
      willkommen auf meinem kleinen Blog. Ha, toll. Habe mich in deinem humorvollen Blog sofort zuhause gefühlt, und das nicht nur weil meine Beinlänge auch allen Standards trotzt und 34 bis 36 keine Hosenlänge ist, die gerne produziert wird. Ich liebe deinen Satz „Glück ist die Abwesenheit von Schmerz“. Stimme voll zu. Willkommen. Willkommen.
      Violetta

      • Pia November 18, 2014 um 00:14

        Liebe Violetta,

        wie schön, daß eine weitere Migräne-Kollegin meinen Blog mag! Freut mich immer sehr, wenn wir uns im Netz austauschen können!

        Herzlichen Dank für das liebe Willkommen!!

        LG in die USA von Pia

  2. tanjabas Januar 20, 2015 um 07:00

    Hallo alle zusammen!

    Hat schon mal einer von euch etwas über Atlantotec gehört und das ausprobiert? Bin so verzweifelt, dass ich das machen will….

    • Violetta Januar 21, 2015 um 13:06

      Ich hab noch nie davon gehört, aber klingt nicht uninteressant. Gib uns unbedingt einen Erfahrungsbericht, wenn du die Behandlung gemacht hast.

    • Rainer Januar 10, 2017 um 06:00

      Hallo Tamjabas
      Ich weiss, dass ich sehr spät mit der Antwort bin, aber ich habe das gemacht und bin auch 2x in die Therapie gegangen. Der Effekt war interessant, mit den vorher, nachher Fotos, ich musste danach im Auto den innenspiegel neu einstellen, weil meine Körperhaltung viel aufrechter war. Gegen die Migräne hat es mir aber leider gar nichts gebracht, da bin ich immer noch in Behandlung.

  3. stardust789 Januar 22, 2015 um 16:58

    Ich hatte 2x eine Atlantotec Therapie in Deutschland. Dabei wird der Atlaswirbel begradigt, bzw.korrigiert. Mir half es nicht, obwohl ich sehr viel Hoffnung darauf setzte.
    Nach 10jaehriger Migraene Tortur, die immer haeufiger, bis zu 15x monatlich auftrat, haben mir nur Betablocker geholfen. Dabei gab es nichts, was ich nicht ausprobiert habe. Ich nehme nun 40mg Propranolol taeglich, und habe hoechstens noch 2x monatlich Migraene.

  4. tanjabas Januar 29, 2015 um 02:43

    Habe im März einen Termin, die Behandlung kostet 250 €. Keine Ahnung ob ich es bereuen werde, aber ausprobieren werd ich es wohl trotzdem. Werde auf jeden Fall berichten…

  5. tanjabas Januar 29, 2015 um 02:45

    Danke für dein Kommentar, habe es jetzt erst gelesen… Ich habe etwas Angst, dass es schlimmer wird..

  6. tanjabas Januar 29, 2015 um 02:46

    Gab es nicht mal eine kleine Entlastung oder Erleichterung? Gar nichts?

  7. tanjabas Mai 11, 2015 um 03:45

    Hallo!

    Habe jetzt die Atlas Behandlung hinter mir. Ich muss sagen mir gehts um einiges besser. Die ständigen Spannungskopfschmerzen sind weg. DIe Nackenschmerzen auch. Migräneanfälle hatte ich noch paar mal, diese waren jedoch nicht so extrem und ich konnnte die meistens mit Ibu aushalten. Triptane habe ich noch 2 mal genommen aus Angst, dass es heftig wird. Ich hatte aber auch den Atlas falsch sitzen, da ich ein Schleudertrauma mit 14 mal hatte und vor einigen Jahren einen Autounfall, der nicht ohne war. Da ich seit der Kindheit Migräne habe, gibts wohl noch andere Gründen. Man hat mir empfohlen zum Kieferorthopäden zu gehen, da das auch häufig ein Grund ist. Ich weiß aber auch, dass ich eine kleine Kieferfehlstellung habe. Ich möchte nichts unversucht lassen.

    Der Therapeut hat mir zur Vorbeugung, falls sich die Migräne nicht töten lässt PETADOLEX auszuprobieren..Das ist ein pflanzliches Mittel und ich habe gute Berichte darüber gelesen.
    Hat das schon mal jemand ausprobiert?

    Gruß und gute Besserung 🙂 an alle

    Tanja

    • Violetta Mai 11, 2015 um 09:43

      Hallo Tanja,

      ich freue mich sehr zu hören, dass deine Atlaskorrektur Erleichterung gebracht hat. Ich habe letzt in einer Studie wieder gelesen, das bei Menschen mit chronischer Migräne meistens eine Kombi vorliegt von Migräne und Spannungskopfschmerzen.
      Ich verfahre auch nach dem Grundsatz: alles ausprobieren, damits besser wird.

      Trotzdem ein kleiner Kommentar zu der Geschichte mit dem Kieferorthopäden. Bitte vergiss nicht, dass Migräne eine neurologische Krankheit ist. Das bedeutet, dass etwas mit der Chemie in unserem Stoffwechsel/Gehirn nicht stimmt. Bei einer klassischen Migräne ist der Grund niemals ein anatomischer. Migräne ist eine primäre Krankheit, das heißt, sie ist keine Folgekrankheit von irgendwelchen anderen Krankheiten. Ausnahme: es handelt sich um eine andere Migräneform, z.B. eine, die durch Traumata oder Gehirntumore entstanden ist. Hier ist eine genaue Diagnose wichtig!

      Das bedeutet auch, dass es bestimmte Triggerfaktoren geben kann, die vielleicht anatomisch oder ich sage mal mechanischer Natur sind. Trotzdem ist die Wahrscheinlichkeit, die reine Migräne mit einer chirurgischen Korrektur zu beseitigen sehr, sehr niedrig. Ich weiß, dass Ärzte vermehrt zu chirurgischen Eingriffen raten. Das hat mehrere Gründe, vor allem aber den: es ist leicht zu machen und bringt Geld.

      Ich erinnere mich an die Erfahrungen von Paula Kamen, die auch alles versucht hat, um ihre chronische Migräne wegzubekommen. Sie hat sich unter anderem einer Operation der Nasenscheidewände unterzogen, weil die behandelnden Ärzte sicher waren, dass die extreme Schiefstellung die sie hatte die Migräne begünstigt. Das Resultat war niederschmetternd: die Migräne wurde nach der OP noch stärker und blieb so. Paula Kamen warnt in ihrem Buch „All in my head“ eindringlich vor jeglichen Operationen und rät davon ab. Bevor du irgendwelche Schritte in diese Richtung unternimmst, würde ich dir empfehlen, ihr Buch zu lesen. Es bietet wirklich eine Menge gut recherchierter Informationen.

      Zum Petadolex: Ich habe es genommen und bin sehr angetan davon. Es hat sich innerhalb kürzester Zeit was getan bei meiner Migräne. Leider reagiere ich allergisch auf das MIttel, was bei mir nicht so weit hergeholt ist, denn ich reagiere auf fast alle Gräser allergisch. Ist einen Versuch wert, finde ich.

      Viele Liebe Grüße
      Violetta

  8. tanjabas Mai 12, 2015 um 04:52

    Hallo Violetta,

    danke für die Rückmeldung. Ich werde es auch mal mit Petadolex versuchen, wenns wieder schlimmer werden sollte.
    Habe soweit ich weiß keine Allergien!

    Gruß,
    Tanja

  9. Highly Sensitive Person (High Sensation Seeker) Juni 14, 2015 um 12:17

    Hallo Violetta,

    oh, du wohnst in den USA? Dort lebt eine Wissenschaftlerin, die Migräne und Hochsensibilität in Zusammenhang gebracht hat – sorry, wenn das jetzt schon mein 3. Kommentar zu diesem Thema ist 😉

    Aber schau mal hier:
    http://migraine.com/blog/highly-sensitive-people/

    Zitat: „Although research hasn’t connected SPS to migraine, Dr. Aron believes that, based on the symptoms of migraine, migraineurs are highly likely to also have sensory-processing sensitivity.3,4 Learning about SPS and HSPs was an “aha!” moment for me; several of my friends with chronic migraine also identify with this research. Perhaps this is coincidence, but maybe not.“

    Hochsensibilität ist ein Charaktermerkmal, eine Eigenschaft – und keine Krankheit. Bleibt sie unentdeckt und bleibt der Hochsensible ständigen Reizüberflutungen ausgesetzt, führt es ihn immer wieder in die sogenannte Überstimulation. Das sind für mich Tage, wo ich auf der Couch liege und gar nichts machen kann. Nada. Niente. Nothing. Allerdings habe ich kein Kopfweh – sondern einfach nur eine Art Nebelgefühl und ich fühle mich einfach nur schlecht.

    Hochsensibilität ist eigentlich eine sehr wertvolle Charaktereigenschaft, da man in der Regel sehr empathisch ist, auf andere Leute eingeht, ein hohes Werte- und Gerechtigkeitsempfinden hat… Es gibt sehr viele kreative Hochsensible. Hochsensible können sich an der kleinsten Kleinigkeit erfreuen, am Gänseblümchen, an einem kleinen Bächlein, eine Katze streicheln, usw. Hochsensible können sehr vielfältige Interessen haben, sind eigentlich die fleißigen und zuverlässigen Bienchen in den Firmen und sozusagen der Mörtel im Mauerwerk – sie halten sehr viel zusammen, auch unterbewusst. Sie haben sehr feine Antennen, die man zu nutzen wissen muss.

    So, ich habe jetzt fertig kommentiert für heute – dir noch einen schönen, migränefreien Tag!

    Liebe Grüße,
    Julia

    • Violetta Juni 14, 2015 um 13:15

      Hallo Julia,

      ja, die aufgezählten Punkte auf migraine.com treffen alle auf mich zu.

      Liebe Grüße
      Violetta

      • Highly Sensitive Person (High Sensation Seeker) Juni 14, 2015 um 21:35

        Da könnte es für einen Sinn machen, mal näher in diese Richtung zu schauen. Wenn du Zeit und Lust hast, kannst du gerne meine Linkliste und Infos auf meinem Blog dir anschauen.
        Mir selbst hat es sehr viel erklärt und sehr viel Kraft gegeben – ich weiß vor allem selbst warum ich manchmal so reagiere wie ich reagiere… 🙂

  10. Patrick Juli 27, 2015 um 07:17

    Hallo Zusammen

    Ich bin heute 45 und hatte sicher 20 Jahre lang mit Migräne zu kämpfen (2-3x pro Monat). Diese hat sich über die Jahre auch verändert. Früher begleitet durch Erbrechen, Lichtsensitivität bis hin zu mehr oder wenig schmerzfreiem Ablauf aber mit heftigem Aura-Flimmern.
    Habe auf Trigger geachtet, aber während der 20 Jahre nie etwas genaueres herausgefunden. Akkupunktur hat zweimal etwas Linderung gebracht.
    Nun wollte ich zu Beginn dieses Jahres mal etwas an Gewicht verlieren (so 10-15kg Übergewicht). Ziel war eine Reduktion von 5-10 kg … also nix dramatisches. Also kurzum auf Kohlenhydrate verzichtet (war die erste Diät in meinem Leben). Also vor allem auf Brot (das ich über alles liebe) und Pasta verzichtet d.h. während 3 Wochen nix mehr davon. Siehe da das Gewicht reduzierte sich um 4-5 kg. (was für ein Erfolg ;-). Kurzum nach ca 1-2 Monaten waren 8 kg weg……. nun zeigt sich zu meinem eigenen Erstaunen, dass ich während nunmehr 3 Monaten keinen Migräne-Anfall mehr hatte. Vorher sicherlich noch alle 2-3 Wochen einmal der Fall.
    Ich reduziere seither die Kohlenhydrataufnahme und esse nur noch ca 10% der Weizenprodukte gegenüber früher und lebe zurzeit Migränefrei seit ca 4 Monaten.
    Will hier keine allgemein gültigen Theorien verbreiten …… aber vielleicht einfach mal probieren …. und sonst schadet’s ja nicht.

    Allen geplagten viel Glück
    Gruss Patrick

  11. Sarah August 1, 2015 um 03:22

    Liebe Violetta,
    ich habe es stets vermieden das Wort „Migräne“ bei Google einzugeben. Eigentlich habe ich es immer nur dann getan, wenn es wieder so schlimm war, dass ich nicht vorhatte mein Bett jemals wieder zu verlassen. Dann habe ich gelesen. So viel wie es die flimmernden Augen zuließen. Gerade ist wieder so eine Phase und ich habe zum ersten Mal neben all den wissenschaftlich angehauchten Websites/Studien/Artikeln auch mal den einen oder anderen Blog zum Thema Migräne aufgerufen. So bin ich hier gelandet. Jetzt könnte ich fast schon wieder weinen, weil das irgendwie beruhigend ist, dass es nicht nur mir so geht. Vielen Dank für diesen kurzen Moment der Beruhigung.
    Liebe Grüße
    Sarah

    • Violetta August 1, 2015 um 10:22

      Liebe Sarah,
      auch ich werde immer besonders aktiv, über Migräne nachzudenken, wenn ich Schmerzen habe. Über die Zeit habe ich übrigens festgestellt dass informieren und vernetzen mir hilft. (Sonst hätte ich wahrscheinlich diesen Blog nicht angefangen.)
      Liebe Grüße
      Violetta

  12. Klärchen September 18, 2015 um 08:54

    Liebe Violetta,
    ich bin gerade auf deinen Blog gestoßen und schaue mich in nächster Zeit mal näher hier um. Deine Worte oben sind auf jeden Fall Balsam für meine Seele! Auch bei mir haben die Prophylaxen immer gut 3 Monate hervorragend gewirkt, so dass ich immer dachte „Jetzt endlich habe ich MEIN Mittel gefunden“ und dann … Pustekuchen! Und auch ich habe keine Lust mehr, diese starken Sachen alle an meinem Körper „auszuprobieren“… Leider hatte ich bisher immer das Gefühl, ich stehe damit alleine da. Viele andere Migräniker (so meine Erfahrung) pumpen sich lieber bis oben hin voll mit Medis, Hauptsache arbeiten können. Und ich bin gerade an so einem Punkt in meinem Leben, wo ich denke, das kann es auch nicht sein…
    Liebe Grüße
    Klärchen

    • Violetta September 18, 2015 um 12:44

      Hallo Klärchen, willkommen auf meinem Blog! Wenn ich so nachdenke über mein Leben, dann war das für mich einer der schwierigsten Punkte: dieses auf Teufel komm raus alles zu tun, damit ich weitermachen konnte wie bisher. Bei mir ist mittlerweile klar, dass ich das nicht mehr kann und mit meiner Migräne zusammen Entscheidungen treffen muss: über Arbeit und Leben. Liebe Grüße von Violetta

  13. genausoises Juni 14, 2016 um 12:50

    Liebe Violetta,

    ich habe gerade Deinen Blog durch Zufall entdeckt. Wie geht es dir heute? Ich bin gespannt, ob du bis dato weitere Erkenntnisse hast. Danke, dass du so einen Blog ins Leben gerufen hast. Wir Migräniker überschlagen uns ja im Kopf und auch ich hatte mir das überlegt, jedoch aktuell einen anderen Blog gestartet. Ich unterstütze dich gerne als Mitbetroffene und freue mich auch über Kommentare von dir zu meinen Beiträgen. Alles Liebe, Jessica

    • Violetta Juni 14, 2016 um 14:51

      Hallo Jessica, den neueste Stand meiner Migräneforschungen findest du in meinem Blogpost Schwefel, Migräne und das CBS Gen. Dort beschreibe ich, wie ich es von chronischer Migräne zurück auf ca. 6 Migränetage im Monat geschafft habe. Beste Grüße von Violetta.

      • genausoises Juni 14, 2016 um 15:15

        Liebe Violetta,
        vielen Dank. Habe ich vorhin danach gleich entdeckt. War mal wieder voll begeistert und habe drauf los geschrieben 🙂 Ich muss mich nach und nach einlesen. Ich bin sehr begeistert, wie sehr du mir und vielen weiteren aus der Seele sprichst. Das macht mir Mut. Die schlechten Ratschläge auszusieben und die wichtigen und richtigen zu sortieren dauert und erfordert viel Energie. Danke für die tolle Arbeit die du leistest. Liebe Grüße

  14. Susanne Juni 26, 2016 um 09:32

    Hallo Violetta!
    Mir sind beim Lesen der Kommentare die Tränen gekommen. Ich sitze gerade vor dem Rechner. Meine Familie guckt das Deutschland-Spiel, und ich habe seit gestern Abend Migräne und google mal wieder durch die Gegend, ob ich nicht doch das Wundermittel finde. Ich finde mich hier absolut wieder. Ich bin 45, habe seit 25 Jahren Migräne. Ich habe schon ein Jahr laktosefrei gelebt, 4 Monate vegan, seit zwei Jahren getreidefrei (wie Patrick) und habe medikamentös schon alles ausprobiert, was es mit oder ohne Rezept gibt. Die beste Wirkung hatte ich mit dem weglassen des Getreides, auch, wenn es mit Familie schwierig ist, ohne Pizza, Pasta und Brot zu leben. Egal. Leider habe ich seit ca. 3 Monaten wieder extreme Attacken und weiß gar nicht, wie ich leben soll. Es ist wie bei Klärchen: Ich glaube, MEINEN Weg gefunden zu haben – das funktioniert dann einige Zeit – und das war´s dann. Es ist zum Verzweifeln! Eigentlich habe ich große Lust, jetzt, wo die Kinder groß sind, beruflich wieder durchzustarten – der Start ist mir auch schon gelungen, ich habe nach 14 Jahren einen Job als Sekretärin gefunden und die Fortbildung zur Fachwirtin bestanden. Und werde immer wieder von der Migräne ausgebremst.
    Wie überlebt ihr das alle? Wie kommt ihr mit dem Frust klar, der noch auf den Kopfschmerz oben drauf kommt?
    Ich bin gespannt auf diesen Blog hier und gucke gleich mal weiter.
    Ganz ganz liebe Grüße an euch alle.

    Susanne

    • Violetta Juni 26, 2016 um 19:19

      Hallo Susanne,
      willkommen! Ich zumindest überlebe durch starrköpfiges nicht aufgeben. Viele, die sich hier tummeln, so denke ich, auch.
      Liebe Grüße von Violetta

  15. Sabine August 19, 2016 um 02:02

    Hallo Violetta,

    habe gerade durch Zufall deinen Blog entdeckt und freue mich sehr, all die Berichte in Ruhe zu lesen.
    Es ist so schön, wenn man in seiner Verzweiflung nicht alleine ist, sondern man merkt, dass es vielen genau so geht! Von Ärzten fühlt man sich ja oft nicht ernst genommen mit Migräne leider.
    Ich hoffe, ich finde in deinem Blog gute Tipps, und freue mich auf einen Austausch mit Leidengenossen!

    LG Sabine

  16. Natalie De Andrade September 3, 2016 um 14:50

    Hallo Violetta, bin gerade auf deinen Blog gestoßen, in der Hoffnung einen weiteren Schritt Richtung Heilung zu bekommen. Ich leide seit 26 Jahre an Migräne. Es hat mit ca. 14 angefangen. Es gibt nichts, was ich noch nicht probiert hätte – denke ich. Von Akupunktur über diverse Herzuntersuchungen und weitere Untersuchungen, Prophylaxe bis zur Migräneklinik. In dieser langen Migränezeit gab es unterschiedliche Migräneepochen. Von täglicher Migräne bis hin zu phasenweise. Auffällig ist, dass ich es immer zur Periode oder Eisprung bekomme, was wohl Rückschluss auf hormonelle Bedingungen gibt, vielleicht aber auch geändertes Essverhalten in dieser Zeit, was sich wiederum auswirkt…Was mir geholfen hat, war eine Umstellung auf Triptane. Den nach Migräneattacken, die 3 Tage gedauert haben, folgten 2-3 Tage mit Kopfschmerzen, dann wieder eine Migräneattacke. Das war die schlimmste Zeit.

    Hervorgerufen durch zuviel Ibuprofen. Danach war ich diesen ständigen Kopfschmerz schon mal los. Die Attacken waren um ca. 20% reduziert. Nicht optimal aber ein guter Anfang. Der Schmerz war auch um 30% reduziert. Vorher habe ich schon oft überlegt, einfach aus dem Fenster zu springen.

    Aber im akuten Schmerzzustand konnte ich noch nicht einmal mehr aufstehen. Nach etwa 2 Jahren habe ich den Tip bekommen, Milchprodukte zu meiden. Das war für mich sehr schwer aber ich habe Milch, Joghurt, Quark, Kefir und Dickmilch nicht mehr angerührt. Käse und Sahne hingegen schon. Meine Migräne ging um mehr als die Hälfte zurück. Im Grunde hatte ich dann nur noch 2 x im Monat (Periode und Eisprung), es sei den ich habe z. B. Wein getrunken. Ich hatte wieder das Gefühl, ich lebe etwas und existiere nicht nur. Denn der viele Schmerz und auch das unberechbar plötzliche Auftreten haben mich sozial in die Isolation geführt.

    Auch mein Asthma ist wie weggeblasen. Die Schmerzen bei der Attacke sind wesentlich besser auszuhalten, sodass ich oft nur eine Tablette benötige. Manchmal reicht sogar 2 Paracetamol, solange ich es rechtzeitig einnehme. Nun sind wir umgezogen und ich habe etwas öfter Migräne und habe mich gefragt, woran das liegen könnte – auch mein Asthma hat sich leicht verschlechtert. Sicherlich ist es immer eine Kombi aus mehreren Faktoren.

    Nun bin ich auf einer „neuen“ Spur – für mich zumindest! Mein Lungenfacharzt hat mit einem IGG-Test eine Schimmelpilz-Antikörperentwicklung festgestellt. Das ist noch kein Positivergebnis für eine Allergie, könnte aber – wenn ich meine Erfahrung nach gehe – durchaus sein. Schimmel gab es hier in der Küche und Keller und dieser Schimmelpilz ist einfach überalt: z. B. in Erde (wir haben nun einen Garten) in Ausgüssen, in Hausstaub und auf vielen Nahrungsmitteln wie Obst oder Camembert. Ich merke zumindest, dass ich an nebeligen Tagen oder beim Einatmen von feuchter Erde schwerer Luft bekomme.

    Parallel habe ich eine Sendung über einen Jungen gesehen, der über Ernährungsärzte seine Migräne in den Griff bekommen hat. Hier war ein Auslöser Zitronensäure, E-Stoffe, Nitritpökelsalz (wie in Würstchen aus dem Glas).

    Gestörter Schlaf oder unregelmäßiger Schlaf sowie unregelmäßiges Essen spielten auch eine Rolle. Dies ist auch bei mir der Fall. Unterzuckerung führt schnell bei mir zu Migräneanfängen. Und oft geht es mir bei der Arbeit so, weil ich denke, ich mache noch schnelle eine Sache zu ende. Mit meinem Umzug bin ich gleichzeitig auch regelmäßig in die Firma und habe Kantinenessen konsumiert. Hmmm, könnte auch ein Faktor sein.

    Im neuen Zuhause waren wir starken Sanierungsarbeiten ausgesetzt und in dem Zusammenhang Schimmelfreisetzung, aber auch neue Lacke und was so Handwerker noch benutzen – vor allem aber Staub. Und Staub ist Träger von allen Allergenen. Also kam auch der Gedanke, dass neben Essenstriggern auch Allergiebedingte Trigger eine Rolle spielen könnten (z. B. Schimmelpilzallergie). Diese ist essenstechnisch wiederum auch interessant, da man hier z. B. auch keinen Weichkäse essen sollte oder Balsamico etc. Es gibt ganze Listen drüber. Auch eine Histaminunverträglichkeit könnte Auslöser sein. Beim Wein könnte dies der Fall sein hier könnte aber auch wieder der Schimmelpilz schuld sein.

    Zusammenfassend könnte ich also sagen, dass mir:

    Kurzversion: kein Rauchen, Schlaf, keine Milchprodukte und Triptane

    Lange Version:

    Geregelte Essenszeiten, geregelter und ausreichender Schlaf (der Schlaf wird durch vertragenes Essen verbessert), Umstellung der Medikamente auf Triptane (diese helfen mir nicht, wenn die Migräne vor oder nach der Periode kommt), tatsächlich auch Bewegung, auf jeden Fall Verzicht auf Milchprodukte, eine Knirschschiene, die sich erst beim Beißen erst auf die Backenzähne legt (dadurch merkt man selbst nachts, wann der Kiefer beißt, kann den Mund/Kiefer wieder öffnen und entspannt aushängen), Eisenpräparat (habe immer Eisenmangel und muss zyklisch nachlegen. Bekomme dann immer viel Kopfschmerz, Migräne und auffällig Haarausfall), Rauchverbot (dies habe ich auch aufgehört) , sich Pausen gönnen und nicht übernehmen (nicht alles kontrollieren wollen und das Gefühl für Grenzen entwickeln) und ich denke, der letzte Clou wird noch in Allergien (nicht zu verwechseln mit Unverträglichkeiten) und liegen. Es gibt einen Arzt (bzw. eigentlich ist er Biologe) in Hamburg, der sehr umfangreiche Tests macht, die aber keine normalen Allergietests sind. Er misst die Zellveränderung, dies ist dann wohl ein absoluter Indikator für eine Allergie. Leider ist das Ganze sehr teuer. Ein Bekannter hat aber Erfolge, dadurch dass er endlich das einfach aus seinem Essen verbannen konnte. Er ist einfach ganz unerklärlich in Ohnmacht gefallen. Er hat seinen Freund, der Migräne hat, auch zu dieser Praxis geschickt. Es konnte bei ihm keine Nahrungs- oder Inhalationsallergien nachgewiesen werden, jedoch fehlten ihm viele Spurenelemente. Diese hat er hochdosiert genommen und seither auch nichts mehr gehabt. U. U also auch noch etwas zum Probieren.

    Auch habe ich eine Kollegin, die unter schwerer Migräne leidet – so wie ich vor ein paar Jahren – sie ist allerdings total tippresistent. Sie trinkt den ganzen Tag über Cappuccino (mit Milch) und liebt Milchspeisen v. a. zum Nachtisch. Wie ich auch, hat sie mit den Bronchien parallel zu tun. Aber selbst diese Kleinigkeit möchte sie nicht verändern. Lieber lässt sie sich für alle Folgekrankheiten neue Medikamente aufschreiben. Nun werde ich mich auf Deinem Blog weiter schlau machen und hoffen…vielleicht hilft mein Betrag ja auch dem ein oder anderen.

    Ich werde jedenfalls nicht akzeptieren, dass es angeblich keine wahre Erklärung für die Migräne gibt und die Pharmaindustrie daran verdient und reicher wird. Die Migräne hat mir mein Leben genommen und ich hole es mir zurück und hoffe, dass die gegenseitige Aufklärung aller Betroffenen für Migränebelastete gute Ansätze der Heilung bringt. Die Ursachen mögen unterschiedlich sein, man muss einfach alles ausprobieren. Beste Grüße an alle Leidenden und gute Besserung, Natalie

    • Violetta September 4, 2016 um 10:47

      Liebe Natalie,
      danke für deinen Bericht. Auch ich habe vor langer Zeit und als erste Maßnahme angefangen, Milchprodukte aus meinem Speiseplan zu entfernen mit ähnlichen Erfolgen. Das mit den ALlergien: ich denke, dass es da bei sehr vielen einen Zusammenhang gibt, das ist die Geschichte mit dem Immunsystem, irgendwo habe ich auch mal einen Blogpost darüber geschrieben. Trifft bei mir auch zu. Ich kann aus eigener Erfahrung nur sagen: es lohnt sich, weiterzuforschen.
      Ich würde mich über updates deiner Forschungen freuen, es gibt immer wieder Erfolge von Einzelnen, die auch den anderen helfen.
      Herzliche Grüße
      Violetta

  17. Judith Dezember 9, 2016 um 06:36

    Liebe Violetta,
    ich bin seit meinem 6. Lebensjahr Migränikerin, mit Unterbrechungen. Mit meinen beiden Schwangerschaften hat sich das Problem immer weiter verschärft, bis ich dann bei einer Migränehäufigkeit von 3-4mal die Woche angelangt war (zum Glück allerdings meist „nur“ in Form von Augenmigräne). Vor 1,5 Jahren habe ich mich, ähnlich wie du, auf die Suche nach den Ursachen gemacht, es hat sich auch vieles durch Vitalstoffeinnahmen und Ernährungsumstellung verbessert. Aber eben nur teilweise.
    Immer wieder bin ich auch auf den Methylierungszyklus gestoßen und habe ihn wieder ausgeblendet, weil zu komplex. Und irgendwann bin ich dann doch, wie auch du, beim Schwefel gelandet (und damit auch auf deiner Webseite). Irgendwie weiß ich schon länger, dass ich damit ein Problem habe, aber mir war nicht klar, dass der Schwefel, in Kombination mit dem Methylierungszyklus, der Schlüssel sein könnte. Deine sehr anschaulichen Blogbeiträge zu dem Thema haben mich dann endlich wirklich auf die hoffentlich richtige Spur gebracht. Ich habe die ganze Thematik sonst noch nirgends so verständlich zusammengefasst gefunden wie bei dir.
    Seit etwa einer Woche halte ich eine strenge Schwefeldiät ein und siehe da, ich fühle mich so gut wie schon lange nicht mehr. Mir ist schon klar, dass damit nur ein Anfang geschafft ist, aber der ist schon mal sehr vielversprechend. Jetzt warte ich gespannt auf den Gentest von 23andme.

    Jedenfalls herzlichen Dank für all die Zeit und Mühe, die du in diese Webseite steckst. Du hast mir wirklich sehr geholfen damit!
    Judith

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: