Kategorie-Archiv: Ernährungsregeln

Konsequenz und so…

Im Moment lässt meine Konsequenz bei der Migränediät ein bisschen zu wünschen übrig. Ein weiterer Erdbeerspaß mit Schlagsahne oder vor ein paar Tagen als ich dem frisch gebackenen Brot aus dem Ofen nicht widerstehen konnte. Dann das Roastbeef, das der geschätzte Lebenspartner vom Italiener mitgebracht hat. Es soll italienisches Roastbeef sein. Hm, klingt nicht so, als ob es frisch wäre. Es zerfastert auch so wunderbar und zergeht auf der Zunge. Ich fürchte, das ist entweder zu abgehangen und damit steigt das Tyramin-Risiko oder es ist doch etwas drin, um das Fleisch haltbarer zu machen (schließlich muss es aus Italien erst mal in die USA kommen). Wie auch immer – es war köstlich und ich habe es auch gegessen die letzten Tage. Migräne gabs bisher keine, allerdings spüre ich meinen Kopf wieder ein bisschen, dieses seltsame Entzündungsgefühl ohne dass ich wirklich Kopfschmerzen hätte. Ich werde jetzt wieder konsequenter sein, seufzt.

Die 6 Stunden Migräne

Nachdem ich dank des Migräne Projektes so schön meinen ganz persönlichen absoluten Supermegarekord von über 40 kopfschmerzfreien Tagen gebrochen habe, muss ich dann jetzt doch wieder einmal demütig den Kopf senken, sozusagen. Es hat mich erwischt, aber ganz klar nur eine sehr leichte Migräne.

Was war neu? Sie hat genau 6 Stunden gedauert. Das hatte ich noch nie. Im besten Falle war sie früher nach einem ganzen Tag am nächsten morgen weg, aber sehr, sehr selten. Meist eben dauerte sie mindestens zwei Tage, oft drei. So ist das bei mir eben. Aber diese nun hat ca. drei Stunden zum Aufbauen benötigt um dann nach weiteren drei Stunden plötzlich steil abzunehmen. Dann blieb noch ein leichter Rest übrig, der mich aber in keiner meiner sonstigen Aktivitäten gebremst hat. Nicht schlecht.

Woran hats gelegen? Keine Ahnung. Unter Verdacht stehen: Der steil abnehmende Luftdruck, Cortisonsalbe und Schlagsahne. Milchprodukte habe ich ja noch nie vertragen, jetzt mit Blick auf die Migräne werde ich nach dem letzten Erlebnis ( ich hatte eine ganze Menge in Kuchen verbackener Butter gegessen) doch immer misstrauscher. Vorgestern habe ich einen riesigen Becher Erdbeeren mit Unmengen Schlagsahne vertilgt. Aber was hilfts, solche Erlebnisse werde ich sicher immer wieder haben, sie sind ein Teil des Lernprozesses, der mit der Anti-Migränediät einher geht. Generell und dann natürlich, was meine ganz persönlichen Eigenheiten und Empfindlichketen gegenüber Lebensmitteln anbelangt. In diesem Falle werde ich in Zukunft noch vorsichtiger mit allen Arten von Milchprodukten sein.

Meinen Zähler werde ich jetzt schweren Herzens wieder auf null setzen. Trotzdem bleibt dieses Gefühl, dass ich schon seit einer Weile habe: die Migräne ist unter Kontrolle.

Ist Kochen nach 2 Monaten immer noch so schwierig?

Nach nun über zwei Monaten Migräne Projekt hat sich eine Menge geändert. Haben die Trigger-Listen am Anfang noch zu nachhaltiger Verwirrung und einem stetigen Gefühl von Überforderung geführt, so ist jetzt an diese Stelle erleichternde Routine getreten. Ich habe so gut wie alle zu vermeidenden Stoffe und Lebensmittel im Kopf, was das Einkaufen wesentlich leichter und schneller macht. Ich habe ein neues Set an Standardprodukten gefunden, die ich ohne viel Nachzudenken aus dem Regal nehme und in den Einkaufswagen lege. Zuhause zerbreche ich mir nicht mehr den Kopf, was man nun Essen kann und darf. Ich weiss es genau, checke, was im Kühlschrank ist und kann mich dann schnell für irgendwas entscheiden. Nachforschungen und Lerneffekte gibt es immernoch, jetzt kommt ein bisschen die Feinarbeit und Spezialisierung was z.B. Stoffe wie Tyramine und Glutamat anbelangt. Das sind jetzt aber eher interessante aha-Effekte, die keinen Stress mehr verursachen. Mehr von diesem Beitrag lesen

Citronensäure und Glutamat

Wer wirklich, wirklich jeden Rest von Glutamat aus seiner Ernährung eleminieren will, wird schnell feststellen, dass er eine Art Lebensmittelparanoia entwickelt. Nicht nur, dass es unmöglich ist, die Menge null an Glutamat zu sich zu nehmen. Es entwickelt sich einfach schnell aus irgendwelchen harmlos erscheinenden Lebensmittelstoffen oder eben in den Lebensmitteln selber. Aber das Zeug taucht auch immer wieder in Lebensmitteln auf, in welchen man es nicht erwartet hätte. Der Prozess der Glutamat Eleminierung aus dem eigenen Speiseplan kann nur Stück für Stück  von Statten gehen, die Fülle der Informationen ist einfach zu überwältigend. Man muss immer wieder forschen nach den einzelnen Zusatzstoffen und sich informieren. Mein letztes aha-Erlebnis war nun mit Citronensäure bzw auf Englisch: citric acid.

Gestern im Supermakt habe ich im Tiefkühlregal nach Hashbrowns gesucht. Das sind diese geraspelten Kartoffeln, ähnlich wie Rösti, die man zum Frühstück in der Pfanne anbrät und dann in einem riesigen Berg zusammen mit Spiegeleiern und Speck vertilgt. Lecker. Ich kaufe immer eine Bio-Sorte (die teuerste natürlich), die kaum Zusatzstoffe enthält. Bis auf einen: citric acid: to promote color retention. Man vermeidet damit nämlich, dass die vorgeschnittenen Kartoffelstreifchen unansehnlich braun werden durch den natürlichen Oxidationsprozess. Nun habe ich die Citronensäure mal unter die Lupe genommen und siehe da: gehört in die Kategorie: enthält oft MSG (siehe die englische Liste hier). Mehr von diesem Beitrag lesen

Liste mit Bezeichnungen für Glutamat

Glutamat versteckt sich hinter einer langen Liste von Begriffen. Wer Glutamat ganz oder so weit wie möglich meiden möchte oder muss—und zu dieser Gruppe Menschen gehören die meisten Migräniker—muss sich unweigerlich zu einem Spezialisten im Lebensmittel-Label lesen transformieren. Es ist furchtbar, anstrengend, zeitraubend und lästig und führt uns ein paar ganz fundamentale Weisheiten des Lebens vor Augen.

Obwohl ich schon immer geglaubt habe, dass die Lebensmittelindustrie (und in Folge leider auch immer mehr Restaurants, Kantinen sowieso) zur dunklen Seite der Macht gehören, hat sich mir das Ausmaß erst durch (unfreiwillig) exzessives Label lesen erschlossen. Selbst einfachste Lebensmittel sind heutzutage das Ergebnis hochkomplexer, chemischer Transformationen, die dafür sorgen, dass diese gut aussehen, lange halten, besser schmecken und billiger herzustellen sind.

Was Glutamat anbelangt, so gibt es natürlich einige Lebensmittel, die ganz natürlich von sich aus schon erhöhte Mengen an Glutamat enthalten. Zum Beispiel Tomaten, die bei mir deshalb auch promt Migräne auslösen. Nicht eine Tomate. Aber mehrere Tomaten, wie sie zum Beispiel in einer Tomatensauße enthalten sind. Das ist allerdings kein Vergleich mit den Mengen an Glutamat die sich in industriell hergestellten Lebensmitteln befinden. Oft ist das Absicht, aus oben genannten Gründen. Manchmal aber lässt sich das nicht vermeiden und Glutamat entsteht in seinen verschiedenen Formen einfach nur nebenbei. Zum Beispiel wenn eiweißhaltige Lebensmittel erhitzt und aufgespalten werden, dann entsteht Glutamat. Wenn man sich diese Tatsache vor Augen führt, dann ahnt man schon, das man Glutamat wahrscheinlich nie richtig wird vermeiden können.

Das ist frustrierend, besonders für die Menschen, die gesundheitlich darauf angewiesen sind, Glutamat zu erkennen und zu meiden. Nicht besser macht es die Strategie der Industrie, Glutamate zu kaschieren oder umzubenennen. Oder neueste Entwicklungen, eigentlich ganz bestimmt glutamatfreie Lebensittel auch noch mit ebenselben zu versetzen, zum Beispiel durch Injektionen in Fleisch oder aufsprühen auf Obst.

Interessanterweise läuft alles immer wieder aufs gleiche heraus. Für die, die Glutamat meiden wollen oder auch zu großen Teilen für die, die die Migränediät machen (da ists noch ein bisschen komplexer). Es klappt am besten, wenn man ausschließlich frische Lebensmittel verkocht (solche, die direkt vom Baum oder vom Acker kommen) und am besten noch sein Brot selbst backt. Mir mutet es selbst manchmal wie ein Rückschritt ins Mittelalter an, aber so ist es eben.

Ich habe hier eine Auflistung von Begriffen zusammengetragen, hinter welchen sich Glutamat versteckt. Ich fand diese Aufgabe nicht so einfach. Auf Englisch findet man solche Listen auf Anhieb im Netz. Im deutschsprachigen Raum habe ich keine erschöpfende Liste gefunden, ich hätte mir gewünscht, dass solch eine Liste mal von einer wirklich fachlich qualifizierten Stelle oder Person in Deutschland zusammengetragen worden wäre.

Die Liste ist das Ergebnis meiner eigenen Recherchen und sicher nicht vollständig. Ganz falsch ist sie allerdings nicht, denn sie stimmt im großen und ganzen mit dem überein, was ich auf Englisch und von Fachleuten aus dem englischsprachigen Raum zusammengetragen gefunden habe. Allerdings hätte ich mir gewünscht, die Begriffe in Kategorien eingeteilt zu finden. Sowas wie z.B.: Enthält immer Glutamat, enthält oft Glutamat, kann Glutamat enthalten. Das kann ich jetzt nicht anbieten, aber vielleicht findet sich ja irgendwo jemand, der diese Informationen parat hat. Ich werde diese Liste immer wieder mal verändern und korrigieren. Sie ist work in progress.
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Milchprodukte und Glutamat

Gestern stoplerte ich über einen Artikel, der den Zusammenhang von Milchprodukten und Glutamat erklärte. Milchprodukte? Das war mir neu. Auf der Seite truthinlabeling.org wird es ganz genau erklärt. Milchprodukte enthalten oft Glutamat, weil dieses bei den Erhitzungsprozessen, (Pasteurisierung, Ultrahomogenisierung usw.) entsteht. Viele Milchsorten mit reduziertem Fettgehalt werden aus Milchpulver hergestellt. Milchpulver enthält ebenfalls Glutamat. Ich weiss nicht genau, wie Milch in Deutschland gemeinhin hergestellt wird. In den USA ist es jedenfalls so, dass Milch oft zusätzlich noch mit Milchpulver angereichert wird, damit es den gesetzlichen Bestimmungen genüge leistet. Das steht nicht auf dem Label. Andere Milchprodukte wie Schlagsahne, Schokoladenmilch, Buttermilch, Hüttenkäse, Saure Sahne und Milcheis werden oft mit einem Inhaltsstoff Namens Carrageen versetzt. Dieser ist ebenfalls an der Entstehung von Glutamat beteiligt.

In einem Forum habe ich Beiträge gefunden von Leuten, die Migräneanfälle von Milch bekommen. Das hat mich nachdenklich gemacht in Bezug auf meine Migräne vor zwei Tagen. Mehr von diesem Beitrag lesen

Im Steakhaus

Seit Wochen gelüstet es mich nun nach Fleisch – ein für mich durchaus ungewöhnliches Verlangen. Ich stehe ja nicht so auf Fleisch und ausserdem bevorzuge ich Biofleisch, das gibts hier, wo ich wohne, weit und breit in keinem Restaurant. Aber nachdem vor ein paar Tagen der erste Versuch, mexikanisch essen zu gehen nicht funktioniert hat, stand dieses Wochenende ein frisch gegrilltes, dickes, saftiges, typisch amerikanisches Steak auf meinem Wunschzettel. In der Nähe gibt es einen alten, stillgelegten Bahnhof, der in ein Restaurant umgewandelt wurde. Der Laden ist bekannt für seine franco-amerikanische Küche (also Fleisch) und ich kenne die Karte recht gut. Mit meinem Migräne-Diätplan im Kopf machten wir uns also auf zum Dinner und ich dachte mir: das müsste klappen heute – und zwar ohne stundenlange entnervende Diskussionen mit der Kellnerin über die Zutaten zu führen. Mehr von diesem Beitrag lesen

Alles Essig

Essig, besonders dunkler, enthält Tyramin, deshalb steht er auch auf der Liste der verbotenen Lebensmittel. Erlaubt ist lediglich weisser Essig in Maßen. Die Angaben im Buch haben mir einige Zeit vor dem Supermarktregal und ein paar weitere Stirnfalten beschert. Helle Essige wie Weinessig sind nicht weiss, sie haben immer eine irgendwie gelbliche, goldene Farbe. Schaut man ein wenig intensiver durch die Flasche und lässt Farbe und Textur auf sich wirken, dann sieht man regelrecht vor sich, wie die Flüssigkeit in irgendwelchen Fässern oder Flaschen gereift ist, bis sie diese wunderbare goldene Farbe und diesen zarten, weinigen, angenehm sauren Geschmack angenommen hat. Das bedeutet: Tyramin-Alarm. Wir erinnern uns: je älter und fermentierter ein Nahrungsmittel ist, desto mehr Tyramin enthält es.

Um mein langwieriges Hin- und Her abzukürzen: Ich habe irgendwann entschieden, dass nur destillierter Essig in frage kommt. Ich habe lange gezögert, schließlich hatte ich solchen Essig bis dahin nur zum Putzen verwendet. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass man ihn auch essen könnte. Der Praxistest dann fiel überaus positiv aus: Destillierter Essig schmeckt lecker. Sonst wäre er wahrscheinlich auch nicht in vielen Senfen oder Mayos. Man braucht nicht viel und bekommt einen neutralen, angenehm frischen säuerlichen Geschmack in die Salatsoße.

Essen gehen

Gestern war ich in einem mexikanischen Restaurant. Trotz anderer Pläne bestand meine Mahlzeit aus ca 5 Maischips. Dann sind wir nachhause gefahren und ich habe angefangen zu kochen. Hat es mir was ausgemacht? Nein. Alles ist besser als Migräne.

Das Thema essen gehen ist mit dem Migräne Projekt zusammen natürlich ein wenig problematisch. Ich denke mir, dass es nach den vier Monaten, die man das Programm strikt durchhalten soll, sicher ein wenig besser geht. Momentan überkommt mich schiere Ratlosigkeit, wenn ich vor einer Speisekarte sitze. Man merkt, dass man keine Kontrolle darüber hat, was da alles im Essen ist. Lebensmttel, die wir im Supermarkt kaufen, haben eine Kennzeichnungspflicht. Auf den Gläsern oder Tüten kann man zumindest halbwegs genau lesen, was drin ist. Im Restaurant – keine Chance. Was tun die in die Sauce, was mischen sie in die Salsa, was ist im Brot – keine Ahnung. Mehr von diesem Beitrag lesen

Aspartam

Aspartam ist ein weiterer Stoff auf der Liste der Dinge, die Migräne triggern können und folglich vom Speiseplan verschwinden müssen, wenn man das 1-2-3 Programm macht. Aspartam ist der kalorienfreie Zuckerersatzstoff, den man in fast allen Sodas und Light- Produkten findet, manchmal auch unter dem Namen NutraSweet, AminoSweet, Equal, Spoonful, Canderel oder E951. Oft ist Aspartam auch in Dingen enthalten, in welchen man es nicht vermutet hätte wie z.B. Medikamente, Zahnpasta oder Babynahrung.

Ehrlich gesagt, mir ist dieser Teil der Speiseplanänderung nicht sehr schwer gefallen. Schon immer wenn ich Cola Light getrunken habe, hatte ich das Gefühl, dass irgendwas nicht richtig ist an diesem Getränk. Ich fand es schon immer künstlich. Ausserdem, wenn ich wirklich eine Cola wollte, dann deshalb, weil ich es auf den vollen Coffein-Flash abgesehen hatte. Und der kommt viel besser zusammen mit richtigem Zucker. Mehr von diesem Beitrag lesen

Hefe und frisch Gebackenes

Es gibt nichts besseres als frisches, selbst gebackenes Brot aus dem Ofen. Noch ein bisschen warm dann zum Frühstück mit einem Stück Butter drauf, hmm. Nach dem Artikel über Tyramin ahnt man schon, dass Hefe auch auf der schwarze Liste steht. Hefe setzt Gärungsprozesse in Gang und wie es die Regel beim Tyramin ist: Je mehr fermentiert, zersetzt oder analog gealtert ein Nahrungsmittel ist, desto mehr Tyramin ist drin. Das heisst aber nicht, dass Brot nun vollständig tabu ist. Es reicht, das Brot nach dem Backen 24 Stunden ruhen zulassen. Dann kann mans essen. Genauso verhält es sich mit süßen Stückchen oder Hefekuchen. Ich weiss nicht genau, was das am Tyramingehalt ändert, aber seis drum. Hauptsache man kanns essen.

Tyramin

Tyramin ist einer der Stoffe auf der langen Liste, die Migräne auslösen können. Tyramin kommt in vielen Obst- und Gemüsesorten natürlich vor, z.B. in Bananen, Avocados, Nüssen jeglicher Art, Ananas, Feigen, Auberginen, Orangen und Zitronen. Besonders wenn das Obst oder Gemüse zu reif wird, bildet sich mit dem Zersetzungsprozess weiteres Thyramin. Dies wird übrigens auch von übriggebliebenen gekochten Lebensmitteln gesagt: Je länger man sie aufhebt, desto mehr Tyramin bildet sich. Wer meint, dass er so gesunden Kram ohnehin nicht isst, dem sei gesagt, dass Tyramin auch in Alkoholika wie Sekt, Bier und Wein enthalten ist. Wer also auf zu viel Feiern mit einem Kater reagiert und diesen mit z.B. tyraminreichen Heringen zu bekämpfen sucht, bekommt dann noch eine extra Portion Kopfschmerzen. Wer es deftig liebt, für den hätte ich noch Käse (je reifer, desto mehr Tyramin), Leber und Salami als potentielle Migränetrigger. Leider steht auch Schokolade auf der Liste.

Ja, auch ich frage mich immer wieder: was kann ich denn dann überhaupt noch essen? Vor allem, wenn ich eigentlich Lust auf Schokolade hatte und am Ende mit einer Möhre und einem Pfefferminztee vor dem Fernseher sitze.

Migräne ohne Migräne II – und ein Wort zu Glutamat

Noch immer keine Attacke. Der Druck im Kopf ist ein wenig größer als gestern, aber immer nur zeitweilig um dann wieder zu verschwinden. Und noch immer: Keinerlei Kopfschmerzen. Das bedeutet: Aus meiner Migräne wurde keine Migräne.

Später dann rumgelaufen und Tiefkühlpommes ohne Geschmacksverstärker und andere triggernden Zusätze gesucht. Ich hatte schon Angst, das gibt es nicht. Aber: Volltreffer. Wenigstens muss ich jetzt nicht völlig auf Junkfood verzichten.

A pro pos Pommes: Ich meide Fast Food Ketten, wo es geht – es schmeckt mir auch nicht. Bis auf eine Ausnahme: Ich liebe Pommes. Deshalb gabs in regelmäßigen Abständen die Ausnahme zur Regel: eine große Portion Pommes bei Mc.D.. Womit wir zum Glutamat kommen. Mehr von diesem Beitrag lesen

Cola ist böse

Dass Coffein Kopfschmerzen triggert, habe ich in den letzten zwei Wochen meines Migräne Projekts sehr aufschlussreich selbst erfahren – obwohl ich es erst nicht glauben wollte, dass so ein bis zwei Becher Kaffee am Tag einen Migräne Kreislauf in Gang setzen können. Wer sich mit dem Gedanken ebenfalls schwer tut, dem kann ich das Buch von Dr. Buchholz empfehlen, mich haben seine Argumente überzeugt (siehe ABOUT).

Dazu hat mir eine Freundin vor ein paar Tagen eine interessante Migräne-und-Cola-Geschichte erzählt. Mehr von diesem Beitrag lesen

Der Entzug

Nur die Harten kommen in den Garten
Erster Schritt des Programms: Entzug.
Kein Coffein, keine guten Migräne Schmerzmittel mehr und keine Schmerzmittel, die irgendwie Coffein oder andere Blutgefäße-Zusammenziehenden Mittel beinhalten.

Beim Lesen des Buches passiert etwas, was ich einige Tage später ganz klar als Verleugnungsstrategie erkennen kann. Was soll das, denke ich, ich bin weder schmerzmittelabhägig noch koffeinabhängig. Warum sollte ich aufhören, Kaffee oder Tee zu trinken? Schließlich gehöre ich nicht zu den Leuten, die jeden Tag Schmerzmittel nehmen. Und: ich trinke ohnehin nur verdünnten Kaffee. Ich nehme Triptane nur wenns unbedingt sein muss, schließlich will ich, dass die Dinger noch ne Weile helfen. Ich kann verantwortlich mit diesen Dingen umgehen. Warum soll ich das alles sein lassen?

Es gibt ein theoretisches, rationales Verstehen in mir, das den Zusammenhang zwischen dauerhaft entzündeten Blutgefäßen und Gefäße verengenden Chemikalien wie Coffein oder Triptanen sieht. Trotzdem sehe ich nicht, was das mit mir zu tun haben soll. Zwischen meinen Migräneattacken liegen stets 1-2 Wochen, in welchen alles ok ist. Meistens.

Ich erwäge noch ernsthaft ein Abkürzen des Programms und denke mir: na, das mit den Tabeletten weglassen entscheide ich später. Entschluss also erstmal: Ich setz ein paar Tage den Kaffee ab, mal sehen was passiert.