Das Migräne Projekt

Eine die auszog, ihre Migräne zu besiegen

Kategorie-Archiv: Trigger

Das Kreuz mit dem Koffein

KoffeinKoffein hat uns allen schon gegen Migräne geholfen, es pustet den Kopf schön durch, macht uns wacher und aufmerksamer und überhaupt fühlen wir uns gleich besser. Koffein ist ein „upper“, eine Droge, die wir alle lieben und deshalb ist es wahrscheinlich auch weltweit die Volksdroge Nummer eins. Interessant ist, dass auch solche Menschen von Koffein Kopfschmerzen bekommen können (und oft tun), die keine Migräne haben und vielleicht sogar in sich hineinlächeln, wenn andere davon erzählen. Nicht einfach so, aber dann, wenn sie über einen bestimmten Zeitraum kein Koffein mehr zu sich nehmen. Manche schon, wenn morgens kein Kaffee mehr im Haus war und sie ohne los müssen, andere erst später. Mehr von diesem Beitrag lesen

Einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!

2012 war mein zweites Jahr mit der Migränediät. Meine Migräne hat sich weiterhin verbessert und ich bin ganz glücklich damit, wie sich alles so entwickelt hat. Deswegen gibt es für mich auch keinen Zweifel: ich werde mit der Diät weitermachen. Mehr von diesem Beitrag lesen

Nie mehr Kaffee – 1,5 Jahre später

Nie mehr Kaffee ! ? ! Kein schwarzer oder grüner Tee? Ausgeschlossen.
So oder so ähnlich reagieren wahrscheinlich viele, die sich das erste mal mit Dr. Buchholz Diät befassen. Für mich war das der einzige Moment an welchem ich überlegt habe, das Buch ganz schnell wieder in die Ecke zu schmeißen und auszusteigen. Kaffee—hmm, dieser warme, würzige Duft. Dieses dunkle Gebräu, das gerade uns Migräne-Menschen den Kopf so herrlich durchpusten kann. Darauf verzichten? Mehr von diesem Beitrag lesen

Kann man sich an Triggerstoffe gewöhnen bzw desensibilisieren?

Nein. Nahrungsmittel, die Trigger für Migräne sind, sind aus einem ganz objektiven Grund Trigger: Sie lösen immer eine neurochemische Reaktion im Hirn aus, die zu Migräne führen kann. Ob eine Migräne draus wird, das bestimmt ein Konglomerat an Gründen, vor allem aber, ob die Menge der Migräne auslösenden Stoffe eine bestimmte Menge im Körper angesammelt hat. Jeder Mensch hat eine bestimmte Schwelle und wenn die überschritten wird, dann gibts Migräne. Mehr von diesem Beitrag lesen

Früchte

Ich wundere mich immer wieder, welch unterschiedliche Effekte Früchte auf meinen Migränekopf haben. Manche schlagen sofort an, manche kann ich bedingt essen und manche sind einfach grundsätzlich in Ordnung.

Dr. Buchholz hat auf seiner Liste klar  zwischen verschiedenen Früchtearten unterschieden. Bananen, Feigen, Ananas und andere Zitrusfrüchte, Trockenfrüchte und andere sind bei ihm auf der Verbotsliste und leider hat sich das meiste davon bei mir auch bestätigt. Avocados sind bei ihm auch auf der Liste und ich bin sehr vorsichtig damit. Aber ich kann immer wieder mal ein bisschen Avocado naschen, kann mir auch mal ein ganzes Viertel aufs Brot tun und nichts passiert – meistens. Mehr von diesem Beitrag lesen

Tomatensauce

Das ist jetzt schätzungsweise mein dritter Artikel über Tomatensauce. Um genau zu sein, ich meine den Klassiker: Nudeln mit Tomatensauce. Das ist ungeschlagen eines meiner Lieblingsessen und für mich noch immer neben Kaffee eines der größten Opfer, die ich bringen muss, wenn ich keine Migräne haben will.

Ich schreibe nochmal über Tomatensauce, weil mir aufgefallen ist, dass meine Artikel vorher alle noch vorsichtig und forschend waren bezüglich der roten Materie. Nicht so ganz eindeutig. Mittlerweile ist viel Zeit vergangen, mit vielen schwachen Momenten, in welchen ich dann doch in der roten Wonne geschwelgt habe. Eine große Zwiebel und Koblauch in Olivenöl anbraten, dann Tomatensauce dazu und Gewürze. Die wesentlichen Zutaten, also Zwiebeln und Tomaten, lösen bei mir heftigste Migräne aus. Das ist mittlerweile mehr als eindeutig. Also: Hände weg oder essen und Konsequenzen tragen.

 

Hormone und schlechtes Wetter

Es gibt Momente, da spüre ich eine Migräne auf mich zukommen und ich merke: du hast keine Chance. Egal, was ich vorher gegessen habe, wo mein Triggerspiegel gerade steht oder wie ich sonst drauf bin: Da kommt eine Migräne und sie haut mich einfach um. Paff. Wie kann das sein?

Ein Freund von mir reagiert auf bestimmte Wetterumschwünge. Luftdruckverändungen, Regen im Anmarsch, ein schneller Wechsel von kalt zu warm, was auch immer. Wenn so ein Ereignis kommt, dann bekommt er Kopfschmerzen. Und er sagt immer: „Wenn ich Kopfschmerzen vom Wetter bekomme, dann hilft mir auch keine Tablette, da kann ich machen, was ich will.“ Ich kenne das auch, allerdings in Maßen.

Es gibt aber eine andere Naturgewalt, die mich immer wieder mal mit aller Wucht trifft: Hormone. Mehr von diesem Beitrag lesen

Essen gehen

Letzte Zeit hatte ich meinen Vater zu Besuch aus Deutschland, das bedeutet immer viel essen gehen. Schwierig für meine Diätansprüche natürlich und meistens doch mit Kompromissen verbunden, die sich später im Kopf niederschlagen. 100%ige Konsequenz hält niemand mit dem Migräne Diätprogramm auf die Dauer durch. Eine Zeit, in welcher man regelmäßig essen gehen muss übersteht man besser, wenn man nicht gleich auf jede kleinste Inkonsequenz reagiert wie ein mit Benzin gefüllter Luftballon auf ein Streichholz. Wie ist das also mit dem essen gehen? Es macht nicht mehr so viel Spaß. Mehr von diesem Beitrag lesen

2,5 Tage Migräne

Ah, ein Katastrophenwochenende. 2,5 Tage eine ausgewachsene Migräne. Was für ein Rückschlag.
Die Gründe liegen auf der Hand: mein Hund ist gestorben, was mich in einen doch recht intensiven Stressstoffwechsel versetzt hat. Und dann natürlich meine Essensexperimente. Ich doktere noch immer am Tomatenthema herum, schließlich habe ich diese wunderbaren, reifen Tomaten im Garten. Schon nach den ersten Tagen Tomatenverzehrs habe ich gemerkt, dass Tomaten meinem Hirn nicht gut tun. Ich hatte ständig ein leichtes Ziehen im Kopf, als ob ich eine Migräne bekommen könnte, – habe dann aber trotzig weitergegessen, schließlich habe ich die Dinger seit dem Frühjahr liebevoll herangezogen. Und ich liebe Tomaten. Nun aber war die Schwelle eindeutig überschritten. Eine Riesenmigräne. Und: ich habe auch noch zwei Triptane genommen. Mit sehr schlechtem Gewissen, aber ich war unterwegs im Hotel, die Hundegeschichte nagte an mir – ich hatte keine Lust und keine Energie, das jetzt durchzustehen. Ich bereue die Entscheidung nicht, hoffe aber sehr, dass das jetzt nicht wieder in einen Teufelskreislauf umschlägt. Sollte ich in den nächsten 14 Tagen wieder Migräne bekommen, dann werde ich es wieder ohne Tabletten durchstehen. Oh jeh.

Wie gehts weiter, nagt es an mir.  Bin ich zu leichtsinnig geworden, weil ich mich schon fast als geheilt betrachtete hatte? Einerseites ja, aber andererseits weiß ich nicht, wie ich anders herausbekommen soll, welche Lebensmittel auf der Verbotsliste für mich doch nicht verboten sind. Tomaten gehören leider, wie ich jetzt einsehen muss, in allen Varianten auf die Verbotsliste. Und die nächste Zeit werde ich wieder 100% nach der ursprünglichen Liste essen. Erst mal keine Experimente mehr. Ich will wieder zurück zu meinem unbeschwerten Gefühl, einen dauerhaft freien Kopf zu haben.

Erdbeeren!?

A-U-A. Zwei einhalb Tage Migräne, der erste Tag sogar eine richtig ausgewachsene. Was ist passiert? Ich versuche mich mal in einer Analyse :

1.
Die Tomatensoße der letzten Woche hat mein System nachhaltig beeinflusst und meine Gesamt-Triggergrenze heruntergesetzt. Die Erfahrung mit der Tomatensoße aus der Dose ist wichtig für mich, weil ich nun weiß, dass dieser Effekt, dass sich ein Trigger mit Lebensmitteln langsam aufbaut, bei mir ein sehr langsamer und langfristiger ist. Ich muss, wenn ich bestimmte Trigger zu mir nehme, also mindestens die darauf folgenden zwei Wochen auf der Hut sein.

2.
Unmittelbar vor meiner Migräne habe ich zwei verschiedene Früchtearten gegessen: Erdbeeren und Blaubeeren. Beide stehen im Buch auf der Erlaubt-Liste, aber: das ist jetzt das zweite oder dritte mal, dass ich nach Erdbeeren Migräne hatte. Jetzt habe ich nochmal ein bisschen geforscht und habe gefunden, dass Erdbeeren auch tyraminhaltig sind. Blaubeeren enthalten Histamin, eigentlich gehören die nicht unmittelbar zu den bekannten Triggern, aber nach dieser Erfahrung jetzt werde ich ein wenig wachsamer sein.

3.
Fazit: Ich scheine eine sehr niedrige Tyraminschwelle zu haben. Ich hatte am Anfang der Diät noch gehofft, dass Tyramin bei mir nicht zu den Triggerstoffen gehört und sich die für mich zu beachtenden Bösewichte vor allem im Bereich Glutamat aufhalten. Diese Erfahrung jetzt belehrt mich eines Besseren: Tyramin ist ein massiver Trigger für mich. Hände weg!

Nun ja, diese Erfahrung gehört zu einem ganz normalen und auch notwendigen Forschungsprozess, wenn man diese Diät macht. Die allgemeine Triggerliste muss auf die Dauer verfeinert werden zu einer ganz persönlichen Triggerliste. Da bin ich jetzt auf dem Weg. Schade  trotzdem, dass ich jetzt nach zwei Monaten migränefrei wieder einen Rückfall hatte. Ich setze meinen Zähler jetzt zurück, subjektiv empfunden ist diese Migräne jetzt aber kein Rückschritt (nach zwei Monaten sowieso nicht ;-)), sondern ein großer Fortschritt. Ich bin in meinen Forschungen wieder ein ganz großes Stück weiter, in dem Abenteuer herauszufinden, was mich krank macht und was nicht.

Tomatensoße aus der Dose

Ok, nach dem Debakel mit den Cocktailtomaten habe ich es jetzt mit Tomatensoße aus der Dose versucht. Über 5 Tage verteilte habe ich zwei kleine Dosen Tomatensoße verzehrt – klar, schön mit dick Knoblauch zu Nudeln. Weiß ich jetzt, ob Tomatensoße ein Trigger ist? Hm… Die letzten zwei Tage gab es ein leichtes Ziehen in meinem Kopf und ich habe durchaus die Tomatensoße als Verursacher gesehen. Aber Kopfschmerzen habe ich nicht bekommen, nicht mal im Ansatz. Wenn ich mal außer Acht lasse, dass es Tage gibt, an welchen man schneller auf Trigger reagiert als andere – würde ich vorsichtig sagen, dass Tomatensoße für mich ein leichter Trigger ist. Solange ich keine anderen Trigger zu mir nehme, ist ein Abendessen mit Tomatensoße durchaus machbar. Aber ein bisschen geraten ist das jetzt trotzdem…

Nachtrag: Drei Tage später gehts abends nach dem Essen plötzlich los: Kopfschmerzen. Allerdings gehen sie nach einer Ladung Ibuprofen schnell wieder weg und am nächsten morgen ist auch alles gut. Ich weiß, dass manche Trigger bei mir ziemlich lange brauchen, bis sie Wirkung zeigen. Tomatensoße scheint klar so ein Fall zu sein. Wenn in ein paar Wochen meine selbstgezogenen Tomaten reif sind, dann werde ich testen, ob auch frische Tomaten ein Trigger sind. Ansonsten würde ich meine Reaktion auf das Tyramin zurückführen, das in den wahrscheinlich überreif verkochten und dann eingedosten Tomaten in wesentlich größeren Mengen vorhanden ist als in frischen Tomaten.

Konsequenz und so…

Im Moment lässt meine Konsequenz bei der Migränediät ein bisschen zu wünschen übrig. Ein weiterer Erdbeerspaß mit Schlagsahne oder vor ein paar Tagen als ich dem frisch gebackenen Brot aus dem Ofen nicht widerstehen konnte. Dann das Roastbeef, das der geschätzte Lebenspartner vom Italiener mitgebracht hat. Es soll italienisches Roastbeef sein. Hm, klingt nicht so, als ob es frisch wäre. Es zerfastert auch so wunderbar und zergeht auf der Zunge. Ich fürchte, das ist entweder zu abgehangen und damit steigt das Tyramin-Risiko oder es ist doch etwas drin, um das Fleisch haltbarer zu machen (schließlich muss es aus Italien erst mal in die USA kommen). Wie auch immer – es war köstlich und ich habe es auch gegessen die letzten Tage. Migräne gabs bisher keine, allerdings spüre ich meinen Kopf wieder ein bisschen, dieses seltsame Entzündungsgefühl ohne dass ich wirklich Kopfschmerzen hätte. Ich werde jetzt wieder konsequenter sein, seufzt.

Viel Sonne auf dem Kopf

Gestern am Meer. Der Superhund sollte nochmal Spaß am Seevögel hinterherlaufen haben, bevor er irgendwann in absehbarer Zeit stirbt. Schöne Brise, angenehme Sonne und kühlendes, rauschendes Meer. Wenig Leute, also haben wir einen ordentlichen Gang gemacht. Wir hatten beide großen Spaß. Abends dann merke ich, dass ich trotz Hut ein bisschen viel Sonne abbekommen habe. Die Schultern sind rot und ich fühle mich, tja, übersonnt eben. Heute morgen sehe ich wieder bunte Bilder beim Aufwachen und frage mich: ist das jetzt wieder retinale Migräne oder sind meine Augen einfach ein bisschen gestresst? Wie auch immer: der Kopf hats gut überstanden und bleibt frei.

Die 6 Stunden Migräne

Nachdem ich dank des Migräne Projektes so schön meinen ganz persönlichen absoluten Supermegarekord von über 40 kopfschmerzfreien Tagen gebrochen habe, muss ich dann jetzt doch wieder einmal demütig den Kopf senken, sozusagen. Es hat mich erwischt, aber ganz klar nur eine sehr leichte Migräne.

Was war neu? Sie hat genau 6 Stunden gedauert. Das hatte ich noch nie. Im besten Falle war sie früher nach einem ganzen Tag am nächsten morgen weg, aber sehr, sehr selten. Meist eben dauerte sie mindestens zwei Tage, oft drei. So ist das bei mir eben. Aber diese nun hat ca. drei Stunden zum Aufbauen benötigt um dann nach weiteren drei Stunden plötzlich steil abzunehmen. Dann blieb noch ein leichter Rest übrig, der mich aber in keiner meiner sonstigen Aktivitäten gebremst hat. Nicht schlecht.

Woran hats gelegen? Keine Ahnung. Unter Verdacht stehen: Der steil abnehmende Luftdruck, Cortisonsalbe und Schlagsahne. Milchprodukte habe ich ja noch nie vertragen, jetzt mit Blick auf die Migräne werde ich nach dem letzten Erlebnis ( ich hatte eine ganze Menge in Kuchen verbackener Butter gegessen) doch immer misstrauscher. Vorgestern habe ich einen riesigen Becher Erdbeeren mit Unmengen Schlagsahne vertilgt. Aber was hilfts, solche Erlebnisse werde ich sicher immer wieder haben, sie sind ein Teil des Lernprozesses, der mit der Anti-Migränediät einher geht. Generell und dann natürlich, was meine ganz persönlichen Eigenheiten und Empfindlichketen gegenüber Lebensmitteln anbelangt. In diesem Falle werde ich in Zukunft noch vorsichtiger mit allen Arten von Milchprodukten sein.

Meinen Zähler werde ich jetzt schweren Herzens wieder auf null setzen. Trotzdem bleibt dieses Gefühl, dass ich schon seit einer Weile habe: die Migräne ist unter Kontrolle.

Körperliche Anstrengung als Trigger

Obwohl ich früher eine leidenschaftliche Joggerin war, hat mein Bewegungsdrang über die Jahre immer weiter abgenommen. Ich hatte einerseits immer weniger Energie, andererseits hatte ich meistens nach größeren körperlichen Anstrengungen eine dicke Birne. Wenn mehrere Trigger zusammen kamen, dann gabs Migräne.

Das scheint sich jetzt zu ändern. Ich hatte ja vor einer Weile schon festgestellt, dass mein Energiepegel im Laufe des Migräne Projektes gestiegen ist und ich wieder Lust auf Sport bekommen habe. Ich habe mich dauernd gefragt, wie dann wohl mein Kopf reagiert, wenn ich mal richtig loslege. Jetzt bin ich seit einer Woche täglich in der glühenden Hitze am Ackern. Ich gehe jedesmal bis an meine Grenze, bis der Kopf puterrot ist und ich zittere. Am ersten Tag hat mein Kopf ein wenig geschwummert, hat sich aber nach zwei Stunden wieder beruhigt. Mittlerweile reagiert mein Kopf gar nicht mehr  – und das obwohl ich dank ansteigender Kondition jeden Tag ein wenig länger aktiv bin und weiterhin bis an meine Grenzen gehe.

Offensichtlich scheint das Migräne Projekt, zumindest was den Trigger körperlicher Aktivität anbelangt, eine Art Desensibilisierung zu bewirken. Ich weiß, dass das grundsätzlich der Fall sein soll, meiner Erfahrung nach ist der Desensibilisierungsgrad jetzt mit dem Migräne Projekt jedoch um ein Vielfaches höher.