Das Migräne Projekt

Eine die auszog, ihre Migräne zu besiegen

Das 1-2-3 Programm

Mein Migräne Projekt ist ein subjektiver Erfahrungsbericht über einen ernährungsbasierten Behandlungsansatz von Migräne. Er wurde von einem amerikanischen Arzt Namens Dr. David Buchholz entwickelt und ich versuche, diesem Ansatz möglichst genau zu folgen. Damit auch die Leser des Blogs mir folgen können, werde ich diesen Ansatz hier kurz zusammenfassen.

Ich möchte betonen, dass die hier folgende Zusammenfassung keine Anleitung für das Behandlungsprogramm ist. Wer das Programm machen möchte, sollte sich unbedingt das Buch von Dr. Buchholz kaufen und gründlich lesen, oder sich einen Termin in der Johns Hopkins Klinik in Baltimore holen, die ebenfalls mit diesem Ansatz arbeiten. Die Ernährungsumstellung ist nicht so ohne und wirft viele Fragen auf, die manchmal nur durch die umfassenden Erläuterungen geklärt werden können. Im Zweifel bitte den eigenen Arzt fragen.

1. Entzug von allen Stoffen, die Blutgefäße zusammenziehen
Absetzen von Kaffee, Tee, Cola und allen anderen coffeinhaltigen Lebensmitteln oder Medikamenten. Dazu gehören auch schwarzer und grüner Tee sowie Schokolade.
Absetzen aller Gefäße zusammenziehenden Medikamente, insbesondere Triptane.
Diese erste Phase führt zu einem Entzug, über den ich in meinem Blog detailliert berichte.

2. Ernährungsumstellung: Vermeidung aller bekannten Trigger wie z.B.

  • Coffein (siehe oben)
  • Schokolade und Kakao
  • Monosodium Glutamat
  • Tyraminhaltige Lebensmittel
  • Lebensmittel mit Nitriten/Nitraten
  • Alkohol
  • Aspartam

Um diese Stoffe zu meiden, muss, um nur ein paar zu nennen, auf folgende Lebensmittel verzichtet werden:

  • Chinesisches und anderes Essen aus Restaurants oder von Buffets/Kantinen
  • Burger und viel anderes Fast Food
  • Verarbeitetes Fleisch (nicht Steak oder anderes frisches Fleisch) und Fisch z.B. aus Dosen, geräuchert, abgehangen, mariniert oder mit Nitriten/Nitraten haltbar gemacht. Dazu gehören auch Hot Dogs, Würstchen, Salami, Lyoner, Leberwurst und andere. Auch Leber jeglicher Art und Wild.
  • Käse and andere Milchprodukte: Je älter oder fermentierter, desto schlimmer. Dazu gehört auch Yoghurt, Saure Sahne etc. Ok sind wieder die frischen Dinge: Milch, Schlagsahne, mit Einschränkung Hüttenkäse, Frischkäse und Ricotta.
  • Nüsse. Grundsätzlich alle Nüsse. Ok sind Kerne wie z.B. Sonnenblumenkerne.
  • Alkohol und Essig. Am Schlimmsten sind Biere und Weine. Destillierter Essig in Maßen. Ebenso Mayo, Senf etc.
  • Früchte wie Citrus (Orange, Zitrone, Grapefruit, Annannas etc) und ihre Säfte. Bananen, Avocados, Rosinen, rote Pflaumen, Papayas, Feigen, Datteln und andere.
  • Zwiebeln (Ok sind Schalotten, Lauch, Frühlingszwiebeln, Knoblauch)
  • Bohnen wie Schwarze Bohnen, Lima Fava und andere
  • Frisches Hefegebackenes (unter 24 Stunden alt)
  • Sojasauce und Miso, eventuell Soja Produkte an sich. Sojamilch und heller Tufo ist oft ok.
  • Für viele Menschen Tomaten

Nach vier Monaten kann man dem Speiseplan successive wieder einzelne Lebensmittel hinzufügen um zu testen, ob diese ein Trigger sind oder nicht. Immer nur ein Item auf einmal und mindestens eine Woche lang testen.

3. Prophylaxe (optional)
Sollten die Ernährungsmaßnahmen auf die Dauer nicht ausreichen, kann der persönliche Triggerlevel durch Prophylaxen angehoben werden. Infrage kommen dabei alle überlicherweise in der Schulmedizin verordneten Medikamente. Prophylaxen wirken nur, wenn die medikamentösen und ernährungsbedingten Trigger eleminiert sind.



24 Antworten zu “Das 1-2-3 Programm

  1. Ralf März 8, 2013 um 08:21

    Hallo Violetta!

    Erst einmal möchte ich mich für deinen Blog bedanken, denn ohne ihn wäre ich wohl nicht so schnell auf das 1-2-3 Programm und das Buch von Dr. Buchholz gestoßen.

    Als ich vor ein paar Monaten wieder völlig frustriert nach neuen Möglichkeiten gesucht habe, meine Migräne etwas in den Griff zu bekommen, habe ich deinen Blog zufällig entdeckt. Nachdem ich noch die Bewertungen bei amazon.com zum dem Buch gesehen habe, dachte ich mir, das ist auf jeden Fall einen Versuch wert.

    Zu Beginn der Migränediät hatte ich sehr häufig Migräne und habe ständig Triptane eingenommen. In meinen besten Zeiten fast täglich und auch noch in Verbindung mit einer Ibuprofen 400mg als Wirkverstärker. Das ist kein Leben, aber das muss ich dir nicht erzählen. 😉

    Vor acht Wochen habe ich die Migränediät begonnen und bin nun seit dem ohne Triptane. Das ich das nochmal erlebe hätte ich niemals gedacht. Leider ist die Migränediät bei mir nicht so erfolgreich wie bei dir, da ich immer noch zu häufig Migräne habe, wenn auch nicht mehr so stark wie früher. Das liegt aber leider daran, dass ich sehr stark wetterfühlig bin und jeden Wechsel merke. Daher habe ich mich entschieden jetzt auch noch Step 3 auszuprobieren. Ab Montag fange ich mit Nortriptylin zur Migränevorbeugung an. Da ich in der Vergangenheit mit solchen Mitteln negative Erfahrungen gesammelt habe, wollte ich das eigentlich vermeiden, aber da ich jetzt endlich mal von den Triptanen weg bin, wage ich noch einen Versuch.

    Interessant finde ich auch, dass du trotz Migräne in die USA ausgewandert bist, denn genau das werde ich in ein paar Monaten auch wagen und hoffe natürlich, dass die Migräne bis dahin deutlich besser geworden ist.

    Viele Grüße,
    Ralf

    • dasmigraeneprojekt März 9, 2013 um 18:01

      Hallo Ralf,
      ganz, ganz herzlichen Dank für dein Feedback. Für mich ist es natürlich unendlich spannend auch von anderen zu hören, die es mit dieser Diät versucht haben. Wie du ja sicher gelesen hast, komme ich auch nicht ohne den dritten Schritt aus. Eine Tatsache, die mich regelmäßig zum seufzen bringt. Ach ja. Und es ist natürlich auch nicht einfach, das richtige Medikament zu finden. Ich habe auch eine Weile Nortriptylin bekommen, weil ich einen niedrigen Blutdruck habe und der Arzt der Ansicht war, das man den nicht noch weiter drücken sollte mit einem Betablocker. Für mich war das Antidepressivum Nortriptylin ein Alptraum, im wahrsten Sinne des Wortes. Hat meine Psyche völlig aus dem Gleichgewicht geworfen. Wenn das also bei dir auch nicht hinhaut, kann es nicht schaden, eine wirklich niedrige Dosierung (nicht die, die der Arzt aufgrund deines Gewichts usw errechnet) eines Betablockers in Erwägung zu ziehen.
      Viel Spaß beim Auswandern, ich sage immer: die spinnen, die Römer.
      Violetta

  2. majorneryz Juli 1, 2013 um 12:07

    Hallo Violetta 🙂

    Ich wollte mich mal wieder melden, und bisschen berichten. Den Triptanentzug hab ich leider noch nicht geschafft, dafür habe ich aber meine ganze Ernährung umgestellt und ich finde, es geht mir damit insgesamt viel besser. Migräne hab ich leider immer noch, besonders bei Wetterumschwüngen, aber mir gehts besser als vor der Diät!

    Ich hab ein paar Fragen, die mir das Buch bisher nicht beantworten konnte. Wie sieht es eigentlich mit Gewürzen aus? Getrocknete Pili-Pili z.B.? Die kleinen ganz scharfen Pepperoncini, getrocknet…? Darf man die? Oder lieber nur die frischen? Die sind leider schwer zu finden…

    Heute hab ich total gesündigt, denn ich habe Schokolade geschenkt bekommen, von einem Kollegen, der mir für meine Hilfe danken wollte … davon „musste“ ich was nehmen, es war einfach zu lieb von ihm, das konnte ich nicht ausschlagen.
    Sonst bin ich aber ganz hart mit der Diät, Schokolade hat es seither (bis auf heute) nie mehr gegeben. Werde auch jetzt wieder dazu zurückkommen 😉

    Ich hoffe, Dir gehts weiter gut mit der Diät 🙂

    Liebe Grüße!

    Susanne

    • dasmigraeneprojekt Juli 1, 2013 um 21:17

      Liebe Susanne,
      das ist doch eine super Methode, sich Stück für Stück dem Ziel annähern. Die alles-auf-einmal-Methode ist nicht für alle das richtige. Insofern: Gratulation! Hast du auch Koffein schon weggelassen? Oder schleichst du das auch aus?
      Getrocknete Peperoni oder Chilis esse ich auch. Ich denke nicht, dass die ein Problem darstellen.
      Und zum Thema sündigen: jaa! Ich mache das so, dass ich mich an einem bestimmten Tag entscheide, komplett über die Strenge zu hauen. Dann esse ich alles, worauf ich Lust habe. Und dann halte ich mich wieder ein paar Wochen an die Diät, bis zum nächsten Ausfall.
      Herzliche Grüße
      Violetta

  3. majorneryz Juli 2, 2013 um 02:17

    Liebe Violetta,
    das freut mich aber mit den Chilis. Die mag ich nämlich sehr 🙂 und frische findet man einfach nicht so oft.
    Koffein – also da mach ich eine „Mischkalkulation“. Und zwar ist Kaffee restlos und definitiv gestrichen, da ich sowieso das Gefühl hab, er tut mir nicht gut. Tee (ich trinke nur grünen oder Oolong, schwarzen gar nicht) ist ganz extrem eingeschränkt. Morgens gibt es ein Glas Jasmintee (den gieße ich abends noch ein- oder zweimal auf, da ist dann das Kaffein zu 99% raus), und das wars. Tagsüber gibt es Apfelsaft oder einfach Wasser zu trinken. Darunter „leide“ ich gar nicht. Vielleicht mache ich auch mal die restlose Tee-Diät, aber das hab ich einfach noch nicht gepackt und vor allem will ich den ganzen Tee auch erst noch aufbrauchen. Den Kaffee verschenke ich hingegen 🙂
    Beim Essen bin ich so radikal wie es nur geht. Milchprodukte: WEG – insbesondere Käse. Den hab ich auch verschenkt 🙂 Nüsse, Mandeln etc: WEG, ebenso alle Fertigprodukte mit Glutamat.
    Brot genauso, ess ich ebenfalls nicht mehr.
    Ich hab meine ganze Ernährung auf „gesund“ und frisch umgestellt, esse jetzt auch fast vollständig vegan (vorher nur vegetarisch). Mit leckeren Getreidesorten wie Hirse, Dinkel, Kamut etc oder auch mit Quinoa oder Linsen kann man sich sehr lecker und gesund ernähren. Und dann gibts noch so vielmehr, was schmeckt und gesund ist 🙂
    Und es macht total Spaß, so zu kochen und rumzuexperimentieren.
    Fürs Restaurant (wenn man mal hin muss. mit Freunden oder so) hab ich die folgende Lösung parat: Spaghetti pur mit Olivenöl, etwas Basilikum und Pfeffer. Das schmeckt und ist migränediät-technisch auch ok, denke ich – oder? Als Vegetarierin ess ich halt gar kein Fleisch oder Fisch.
    Liebe Grüße!
    Susanne

    • dasmigraeneprojekt Juli 2, 2013 um 14:53

      Deine Restaurant-Lösung ist beeindruckend konsequent. Du kannst auch Knoblauch essen, insofern geht immer die klassische italienische „aglio e olio“ Variante. Mache ich zuhause immer, wenn alle anderen Tomatensauce essen.

  4. Martina Juli 17, 2013 um 02:42

    Hallo,
    ich habe da mal eine Frage bezüglich der Milchprodukte – ich werde die Umstellung in meinem Urlaub in Angriff nehmen, so gehts einfach nicht mehr weiter… – was ist mit laktosefreien Produkten? Weißt du wie das damit aussieht?
    Da ich eine Laktose-Intoleranz entwickelt habe, vertrage ich ohnehin nur noch diese Produkte. Was ist also der Inhaltsstoff, der die Milch zu einem Trigger macht – ist es der Milchzucker?
    Liebe Grüße,
    Martina

    • dasmigraeneprojekt Juli 17, 2013 um 20:59

      Hallo Martina,

      der Milchzucker ist es nicht. Es sind zwei Dinge: Tyramin und Glutamat. Tyramin kommt in allem vor, was gärt, reift oder schimmelt oder einfach alt wird. Deshalb ist zum Beispiel Käse problematisch (außer eventuell ganz junger Käse wie Mozzarella oder junger Ziegenkäse—ich würde aber am Anfang die Hände davon lassen.). Je älter der Käse, desto schlimmer. Aber auch Joghurt gehören dazu. Dann Glutamat. Das entsteht, wenn Eiweiße zersetzt werden. Zum Beispiel beim Einwirken von Hitze. Milchprodukte sind natürlich voll mit Eiweiß. Wenn also Milch ultrahocherhitzt wird, dann bilden sich schon Glutamate. H-Milch ist deshalb problematisch. Das hängt ein bisschen ab davon, wie stark man auf Glutamate reagiert. Ich reagiere sehr stark, deshalb kann ich auch keine „Standard“-Milch zu mir nehmen oder kein Eis essen. Aufpassen bei Milch auf Carrageen oder ähnlich benannte Zusatzstoffe. Hierzu gibts auch einen Artikel von mir über Milchprodukte.

      Falls du die Diät machen willst, besorg dir unbedingt das Buch von Dr. Buchholz. Da wird alles ganz genau erklärt. Und man braucht diese Erklärungen, ganz bestimmt.

      Liebe Grüße
      Violetta

  5. Nicole September 25, 2013 um 12:55

    Hallo Violetta,
    zunächst einmal möchte ich Dir von Herzen für diesen Blog danken, denn so bin ich auf eine Methode gestoßen, die wirklich hilft! Ich habe es im Mai diesen Jahre entdeckt und ich muss sagen, es geht mir um 80% besser, wenn nicht noch mehr! Noch im März war in zur Reha wegen der Migräne, was leider gar nichts gebracht hat. Ungefähr seit Mitte Mai habe ich das Buch gelesen, ab dem nächsten Tag habe ich den Kaffee komplett weggelassen, die übrigen Lebensmittel versuche ich weitestgehend zu vermeiden, was nicht immer zu 100 gelingt, jedoch denke ich, dass es die Reduktion ausmacht.
    Vor dem 1-2-3-Programm benötigte ich ungefähr 10-12 Triptane (Naramig) im Monat, jetzt sind es nicht einmal mehr 2. Und die Intensität der Anfälle ist weitaus geringer. Heute z.B. hatte ich nach der Arbeit einen leichten Anflug, habe es jedoch mit einer 400er Ibu eingedämmt, das wäre noch vor 3 -4 Monaten undenkbar gewesen! Zusätzlich nehme ich noch eine geringe Dosis an Betablockern und siehe da – ich bin ein neuer Mensch! Ich mag es selbst manchmal gar nicht glauben – aber ich fühle mich sehr sehr viel besser.Auch kann ich wieder besser Sport treiben, noch vor ein paar Wochen hätte jeder Pulsschlag zuviel zu einer Attacke geführt. Die Lebensqualität kehrt langsam zurück, nach dem Misserfolg der Reha im Frühjahr habe ich nicht mehr an Besserung gelaubt…
    Ich möchte allen Mut machen, das Programm durchzuziehen, ob 100 % konsequent oder auch ein bisschen weniger, das geht schon. Auch das Buch ist trotz der englischen Sprache recht gut zu lesen, ES LOHNT SICH!
    Liebe Grüße
    Nicole

  6. Peter März 16, 2014 um 10:23

    Hallo, gibt es das Buch auch in deutscher Übersetzung, für die, die englisch nicht ganz so flüssig lesen können.
    Danke

    😉

    • dasmigraeneprojekt März 17, 2014 um 00:13

      Leider gibt es das Buch nicht auf Deutsch. Allerdings kommt es so ziemlich ohne Fachbegriffe aus und ist in normalem, unkompliziertem English geschrieben. Mit nem Wörterbuch müsste man es mit Englisch-Grundkenntnissen eigentlich schaffen. Oder jemanden suchen, der lesen hilft.

  7. Ralf September 4, 2014 um 08:05

    Hallo Violetta!

    Ich habe nun schon laenger nicht mehr in deinem Blog gelesen da ich durch Umzug etc. gar nicht mehr die Zeit dazu hatte.
    Meine Migraene ist im letzten Jahr wieder deutlich schlimmer geworden und ich bin was die Triptan Einnahme angeht wieder so weit wie vor meiner ersten Migraenediaet.
    Nichts hilft mehr und ich kann mir zur Zeit leider auch keine drei Wochen Urlaub nehmen um einen erneuten Entzug zu starten.
    Ich habe gesehen, bei dir ist das auch ein auf und ab und du hast auch wieder sehr schlechte Erfahrungen mit vorbeugenden Medikamenten gemacht.
    Im November wird bei uns in Florida nun ueber die Legalisierung von medizinischem Marihuana entschieden. Ich habe nun schon einige positive Berichte von Migraenepatienten dazu gelesen und auch mein letzter Arzt in Deutschland hatte mir von Patienten berichtet, die damit sehr gute Erfahrungen gemacht haben.
    Hast du dazu schon Studien oder Berichte gelesen? Ich denke das ist eine Alternative die man durchaus mal in Erwaegung ziehen koennte, denn schlechter als die ganzen Pillen, die wir schon seit Jahrzehnten in uns rein stopfen, kann das schliesslich nicht sein.

    Viele Gruesse,
    Ralf

    • dasmigraeneprojekt September 4, 2014 um 10:40

      Hallo Ralf,
      das tut mir echt leid zu hören. Für die meisten von uns hört der Kampf nie auf.
      Ich kenne keinerlei Studien, ich müsste mal gucken, ob ich was finde. Ich selbst bin dem Zeug nach Experimenten vor vielen Jahren fern geblieben, es hat Migräne ausgelös bei mir und den Rauch habe ich auch nicht vertragen. Allerdings lese ich, dass es verschiedene Arten gibt, nämlich Indica und Sativa. Erstere machen eher munter, letzere müde. Ich habe gelesen, dass man als Migräniker unbedingt Indica versuchen soll, Sativa kann es schlimmer machen. Aber was weiß ich schon. Vielleicht sollte ich es auch mal versuchen, hier in Kalifornien gibt es die Möglichkeit, medical M. zu bekommen. Die besten Informationen bisher habe ich von Migraine.com, insbesondere die Kommentare zum Artikel. Ansonsten kann ich nur sagen: Wir müssen immer weiter probieren. Es gibt Wege zur Besserung, aber die sind individuell verschieden und erfordern leider ne Menge Forschungsarbeit. Im Moment ist Sport mein heißester Tipp für dich, wenn du erst mal keine weiteren Medikamente nehmen willst. Ich habe die Wirkung unterschätzt, wenn ich gewusst hätte, dass ich damit genauso weit wie mit Propranolol komme, hätte ich das schon Jahre vorher gemacht.
      Liebe Grüße
      Violetta

  8. Ralf September 5, 2014 um 07:56

    Hallo Violetta,

    das mit dem Sport ist so eine Sache. Ich wuerde gerne Sport treiben, aber mit taeglicher Migraene ein Ding der Unmoeglichkeit. Ich hatte es in der Vergangenheit ein paar mal versucht aber leider ohne Erfolg. Was genau machst du da und wie haeufig?
    Machst du ausser Sport und der Migraenediaet noch etwas vorbeugend?
    Ich verfolge zur Zeit die Diskussionen bzgl. medical M. und warte was die Wahl im November bringt. Versuchen wuerde ich es dann auf jeden Fall mal, die Erfahrungsberichte auf Migraine.com sind ja auch ueberwiegend positiv.

    Viele Gruesse,
    Ralf

    • dasmigraeneprojekt September 5, 2014 um 11:28

      Hallo Ralf,
      beim ersten mal Sport habe ich mich in einer Phase befunden, in welcher ich jeden Tag Migräne hatte. Ich habe mich mehr oder weniger ins Sportstudio geschleppt, aus purer Verzweiflung, weil ich dachte, schlimmer kanns auch nicht mehr werden. Du fängst ganz vorsichtig an, auf nem Fahrrad am besten und strampelst ganz langsam im Rentnertempo los. Nach 6 Minuten dachte ich, jetzt wirds noch schlimmer, eine Welle Übelkeit schwappte über mich hinweg. Nach 15 Minuten dachte ich: oh, mir gehts besser. Hier ist die Anleitung, hast du sicher schon gesehen.
      Ich nehme B2, Q10 und Moringa (das ist jetzt noch Testphase). Alles hilft, den Stoffwechsel in Schwung zu bringen und die Sauerstoffversorgung im Körper zu verbessern. Ich habe auch noch konsequent Essig weggelassen, selbst den destillierten, weil ich gemerkt habe, dass das nicht hinhaut.
      Ich habe nach deinem letzten Kommentar noch mal ein bisschen nach medical M. gesucht und dachte: mensch, das ist doch wirklich interessant. Auf leafly.com gibt es ne Menge Informationen über die verschiedenen Wirkungen. Habe auch gefunden, dass M auf den Serotoninhaushalt einwirkt, so wie Triptane und Prophylaxen auch. Und es scheint tatsächlich ne Menge Leute zu geben, denen M geholfen hat. Mann muss nur den richtigen strain finden. (Das mit Indica und Sativa habe ich auch verwechselt, naja, mal weiterlesen.) Florida wird das im November schon schaffen mit der Wahl. Die sind ja bald die letzten hier 😉
      Liebe Grüße
      Violetta

      • Ralf Oktober 13, 2014 um 07:50

        Hallo Violetta,

        ich mache nun seit ein paar Wochen konsequent ca. vier mal die Woche Sport. Es tut mir auch sehr gut und ich fuehle mich danach (fast) immer besser.
        Die Migraene ist nach ca. zwei bis drei Wochen etwas besser geworden, jedoch leider nur was die Staerke betrifft. Die Haeufigkeit hat bisher nicht nachgelassen, ich habe nach wie vor fast taeglich Migraene. Daher habe ich mir ueberlegt auch mal B2 und Q10 auszuprobieren. Was genau kaufst du da und in welcher Dosis nimmst du es ein?

        Liebe Gruesse an die Westkueste,
        Ralf 🙂

      • Violetta Oktober 13, 2014 um 08:51

        Hallo Ralf,
        ich hoffe, du hast dich ein bisschen eingelebt hier (oder eher da unten). Ich glaube, letztendlich ist das bei mir auch so, vor allem die Intensität lässt mit Sport, B2 und Q10 nach. Ich finde es toll, dass du es trotz Stress und Dauermigräne geschafft hast, Sport zu machen. Das war sicher eine große Überwindung. Umso mehr freut es mich zu hören, dass es dir gut tut.
        Also, B2 und Q10. Bei mir persönlich habe ich das Gefühl, dass B2 gut anschlägt, das Q10 habe ich jetzt wieder weggelassen, weil ich nicht sagen kann, ob das hilft. Ich habe allerdings auch nur 140 mg am Tag genommen. Wie bei allem ist auch das sicherlich bei jedem unterschiedlich.
        B2: die in der Studie verwendete Menge ist folglich auch die meistens empfohlene Menge, nämlich 400 mg am Tag. Allerdings gibt es auch Stimmen, die sagen, dass es nicht bewiesen sei, ob alles, was sich über 70mg bewegt (glaube ich, jetzt aus dem Kopf) besser helfen soll. Ich würde 400mg nehmen, wenn ich es vertragen würde. Ich nehme morgens und abends je 100mg, also zusammen 200mg am Tag. Manchmal weniger. Bei mehr spinnt meine Verdauung.
        Bei Q10 habe ich gefunden, dass man 150 mg am Tag nehmen soll, besser jedoch 3x 100mg. Q10 ist, glaube ich, ziemlich von der Menge abhängig. Gekauft habe ich beides bei Whole Foods, das B2 ist von Solgar.
        Ich drück dir die Daumen, dass das noch ein bisschen hilft. Fast täglich Migräne ist echt nicht akzeptabel, mannnomann.
        Es ist jetzt noch ein bisschen früh, da großartig drüber zu schreiben, aber ich habe extrem interessante Dinge über medical Marijuana gefunden. Ich werde dich auf dem Laufenden halten.
        Liebe Grüße
        Violetta

  9. Lisa September 25, 2014 um 09:19

    Hallo Violetta! Durch deinen Blog bin ich auf das Buch von Dr Buchholz aufmerksam geworden und mache nun seit 2 Wochen die Diät. Nun bin ich etwas verwirrt, und dachte, vielleicht kannst du weiterhelfen. Es heißt ja, dass man keine Nüsse essen darf. Was bedeutet das für Leinsamen? Das sind ja eigentlich keine Nüsse, sie heißen auf englisch aber so (line nuts); wie hast du das gehandhabt?
    Achso: und white distilled vinegar? Ist das Essigessenz? Das hast du alles wahrscheinlich schon raus! Ich habe schon manche Ernährungsumstellungen hinter mir und meine, die Anfangsphase ist immer die schlimmste!
    Der Blog ist wirklich toll und hat mir neue Hoffnung geweckt, ich hoffe, dass es auch dir bald wieder besser gehen wird!
    Viele Grüße,
    Lisa

    • dasmigraeneprojekt September 25, 2014 um 10:59

      Hallo Lisa,
      ich drück dir sehr die Daumen, dass dir die Umstellung was bringt. Gerne helfe ich dir weiter. Also, Leinsamen. Hier in Amiland werden die flax seed oder linseed genannt. Wie du richtig schreibst, ist die Regel: Nüsse nein, Samen ja (Glücklicherweise. Mich retten da immer die Sonnenblumenkerne). Leinsamen wird sogar eine positive, Migräne vorbeugende Eigenschaft zugeschrieben, weil sie Omega-3 Fettsäuren enthalten, Lignane enthalten, die ein Pflanzenwirkstoff sind, der Zellen schützt (so wie Östrogen), und weil es ein Ballaststoff ist. Also hier keine Bedenken. White distilled vinegar ist ganz richtig die Essigessenz bei uns, das Zeug, dass die Mutti immer zum Putzen genomen hat. Zum Beispiel Surig Essig Essenz, wenn ich mich recht erinnere. Ist aber nicht so schlimm, wie man denkt. Hier kurz eine Warnung: Weiße Essigessenz ist in Maßen erlaubt. Das bedeutet, man kann sich mit einem bisschen durchwurschteln, aber man sollte wirklich nicht viel nehmen. Wir alle reagieren unterschiedlich auf unterschiedliche Lebensmittel. Essig gehört aber schilchtweg zu den Stoffen, bei welchen man vorsichtig sein muss. Ich zum Beispiel habe für mich herausgefunden, dass ich auch auf kleine Mengen white distilled vinegar reagiere und Migräne bekomme. Ich esse jetzt meinen Salat nur noch mit einem Spritzer gutem Olivenöl. Macht natürlich nicht mehr so viel Spaß, trockenen Salat zu mümmeln.
      So, ich hoffe, ich habe alles beantwortet. Bin auch für weitere Fragen offen.
      Liebe Grüße
      Violetta

  10. Melle Februar 3, 2015 um 06:07

    =================================================================
    Heißer Tipp: KURKUMA (regeneriert das gehirn und die nerven, kein witz!!!!).
    =================================================================

    danke, für deinen blog, violetta 🙂

    jetzt schreibe ich nochmal, da ich unbedingt an deinen mittel- bis langzeit studienergebnissen teilhaben möchte.
    kannst du deine empfehlungen aktualisieren?

    konnte nicht alles lesen an den kommentaren, kann aber bestätigen, dass die ernährung ein hauptpunkt ist. jedoch denke ich, BASISCHE ernährung ist es für mich.
    einfach, da säure den körper stresst.

    ==> leinsamen (die GESCHROTET werden müssen, sonst kann der körper die nicht aufnehmen) und auch Omega 3 Öl (leinöl) ist super, wie auch in verbindung mit KURKUMA (regeneriert das gehirn und die nerven, kein witz!!!!).

    und bitte nehmt natürlichen apfelessig, und nicht irgendeinen.

    mit dem coffein ist es bei mir so, dass alles, was meinen kreislauf und blutdruck anregt und stabilisiert, mir gerade HILFT.
    ich bin natürlich immer wieder skeptisch, wenn es dann um die größeren zusammenhänge geht, die man/ich dann sehr schlecht einschätzen kann.
    jedenfalls verengen und weiten sich die gefäße ja in einem –> natürlichen wechselspiel IMMER. (dehen bei wärme oder sport, enge bei kälte (die ich auch liebe)).

    was ich damit meine ist, dass es nicht darum gehen kann, dieses wechselspiel in nur eine richtung zu beeinflussen.
    die dynamik ist halt natürlich da.
    und alles was natürlich ist, ist erstmal gesund.
    außer, wir haben akut oder anbahnend migräne, und kälte (zusammenziehen) hilft gegen den schmerz (entzündete aderwände und austretendes aus den gefäßen).

    mir blutet gerade das herz, wenn ich schokolade als tripper lese. das ist ja DER klassiker, und ich dachte immer, dass es nicht sein kann.
    doch, habe ich viel schoki im dezember und januar gegessen (zudem aber auch stress gehabt) und viel unter meinem kopf gelitten…. ach ja 😉

    Melle Melody (FB)

  11. Melle Februar 3, 2015 um 06:15

    oh, ich komme auf sovieles 🙂

    mir hilft VOLLWERTKOST.
    da es langsamer und konstanter den energiewert hält.

    bei ÜBELKEIT hilft mir, entgegen aller empfindung: ESSEN.
    (zur not zäpfchen: VOMEX, sind super, nehme ich nur im notfall).

    das mit dem SPORT, so anstrengend es für uns sein kann, ist in jedem fall überaus gesundheitsförderlich und prophylaktisch.
    da ich immer so erschöpft war, habe ich angefangen, TÄGLICH zu spazieren oder zu walken.
    bei migräne wird das auch empfohlen (dr. göbel).
    moderat ist in jedem fall das einzige, was dann geht.
    ansonsten aber regelmäßig zur prophylaxe.

    puh, ich könnt mich wieder hinlegen…

  12. Petra Groß Dezember 30, 2015 um 13:10

    Hallo an das Expertenteam
    Ich bekomme Migräne wenn ich kleinste Spuren von Knoblauch in Speisen erwische.Auch ueber geringste Gerueche von Knoblauch.Muss dann sofort die Nase zuhalten u.weglaufen.Das ganze geht schon ueber 15 Jahre.Wir muessen immer selbst kochen,Restaurants sind tabu.Es sind ueberall Geschmacksverstärker enthalten.Oder frischer Knoblauch. Wenn sie noch einen Rat fuer mich hätten wäre ich ihnen sehr dankbar. Lg Petra Groß

    • Violetta Januar 1, 2016 um 12:20

      Hallo Petra,
      für viele Migräniker sind Gerüche Migränetrigger. Das ist ein Problem, da man Gerüche nur mit Einschränkung vermeiden kann. Lebensmtteltrigger – nun ja, da findest du natürlich viel in meinem Blog. Jedes Lebenmittel kann ein Trigger sein, aus den unterschiedlichsten Gründen. Das macht unser Leben nicht leichter. Falls du nach einer Systematik hinter deiner Knoblauchunverträglichkeit suchst kann ich dir eines anbieten: Knoblauch enthält sehr viel Schwefel, besonders in Form freier Thiole. Zu viel Schwefel im Blut setzt eine ganze Kaskade an Stoffwechselprozessen in Gang, die schnell zu Migräne führen können. Besonders Menschen mit einem genetischen Defekt (CBS Mutation) leiden darunter, und das sind nicht mal wenige. Du könntest dir bei Amazon Teststäbchen besorgen und dich testen.
      Beste Grüße von
      Violetta

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