Der Gentest

gentestIch habe einen Gentest gemacht. Ganz einfache Sache: 199 Dollar an 23andme.com bezahlen, in ein Röhrchen spucken, bis keine Spucke mehr da ist, die Spucke dann zur Post bringen, sechs Wochen warten – und dann gehts los. Das geht übrigens auch von Deutschland aus. Man bekommt irgendwann eine email, loggt sich ein und schon erfährt man lustige Sachen über sich. Ich weiß jetzt zum Beispiel, dass ich so viele Neanderthaler-Gene in mir habe wie wenige andere. Kein Wunder, hat mein Lebenspartner gesagt, deine Sippe ist ja auch noch nie aus dem Kaff da in der Mitte Deutschlands rausgekommen. Dann bin ich jetzt eben die erste, habe ich zurückgestichelt. Man wird ja schließlich nicht von seinen Genen definiert. Mehr von diesem Beitrag lesen

Der seltsame Impuls gegen medikamentöse Prophylaxen

AbscheuIch habe einen Antrieb in mir der sagt: nicht aufgeben, unter gar keinen Umständen. Ich bin permanent auf der Suche nach Informationen und besseren Behandlungsmethoden. Ich lese so viele Studien und Bücher über Migräne wie ich kann. Ich muss und ich werde etwas finden, womit ich meine außer Kontrolle geratene Migräne in den Griff bekomme. Irgendwann. Da scheint es vielleicht widersprüchlich, dass ich momentan nicht mehr bereit bin, weitere schulmedizinische Prophylaxen auszuprobieren. Warum eigentlich? Ich kann auf mehrere Jahre Prophylaxe mit Betablockern zurückblicken, daneben viele alternative Versuche mit Vitaminen, Akupunktur und so weiter. Es gibt noch eine Menge mehr medikamentöse Prophylaxen. Nur: Ich möchte sie nicht nehmen. Mehr von diesem Beitrag lesen

Marion erzählt von ihrer Migräne

Das hier ist der vierzehnte Artikel der Serie: Erzähl deine Geschichte.
Mit dieser Serie lade ich andere Migräniker ein, von sich zu erzählen.
Vielen Dank an Marion, die in diesem Blogpost von ihrer Migräne berichtet.
Wer mehr über Marion erfahren will findet sie hier. Mehr von diesem Beitrag lesen

Ende der Blutegeltherapie und noch mehr Würmer

Blutegel_grünBlutegeltherapie ist eine tolle Sache. Mein Lebenspartner zum Beispiel – der mich, als ich die Tiere angeschleppt habe, konsterniert angeschaut hat – schwört Stein und Bein, dass eine handvoll Behandlungen seine Tendonitis an der Schulter beseitigt haben. Aber nicht nur das, die Biester sind so stimmungsaufhellend für seine schwermütige Seele, dass ich schon Angst habe, er könnte sie pulverisieren und intravenös nehmen. Das ist schön für ihn. Was aber mich und meine Migräne angeht: Fehlanzeige. Leider. Mehr von diesem Beitrag lesen

Gedanken zu Behandlungsoptionen und eine Tirade

FotoIch habe viel über zukünftige Behandlungsoptionen für mich nachgedacht. Es sieht nicht gut aus. Ich verweigere mich weiteren pharmazeutischen Prophylaxen. Die ernährungsbasierte Triggervermeidung erleichtert ungemein, reicht aber nicht. Brachiale Maßnahmen, die bei mir den Eindruck erwecken, dass der Effekt vor allem im Portemonnaie der Anbieter liegt, machen mich misstrauisch. Ich möchter aber weiterkommen. Ohne dass ich mein Heil in Vitaminen oder Entspannungsübungen suchen muss. Da liegt es nämlich nicht. Mehr von diesem Beitrag lesen

Angelika erzählt von ihrer Migräne

Das hier ist der dreizehnte Artikel der Serie: Erzähl deine Geschichte.
Mit dieser Serie lade ich andere Migräniker ein, von sich zu erzählen.
Vielen Dank an Angelika, die in diesem Blogpost von ihrer Migräne berichtet. Mehr von diesem Beitrag lesen

Ist Migräne das Resultat eines fehlgeleiteten Immunsystems?

EntzündungDem Zusammenhang von Migräne und dem Immunsystem wird immer mehr Beachtung geschenkt. Neuere Forschungen legen nahe, dass das Immunsystem eine Schlüsselrolle bei neurologischen Erkrankungen spielen könnte.

Viele Krankheiten haben ihre Wurzeln im Immunsystem und dazu gehören nicht nur die anerkannten Autoimmunkrankheiten wie z.B. Diabetes Typ 1, Crohns oder Multiples Sklerose. Auch für Krankheiten wie z.B. Autismus oder Epilepsie werden bereits die  immunologischen Ursachen erforscht. Fehlgeleitete Immunzellen, so schrieb der Spiegel in einem Artikel schon 2012, führten zu entzündlichen Prozessen im Gehirn, die Epilepsie auslösen können. Mehr von diesem Beitrag lesen

Blutegeltherapie gegen Migräne

Vier Blutegel haben Spaß an meinem Hals. Einer bleibt mit seinem hinteren Saugnapf an meiner Hand hängen und lässt erst nach ein paar Minuten los. Anfängerin halt.

Vier Blutegel haben Spaß an meinem Hals. Einer bleibt mit seinem hinteren Saugnapf an meiner Hand hängen und lässt erst nach ein paar Minuten los. Anfängerin halt.

And now for something completely different.

Ich muss diesen Post einfach mit einem Monty Python Zitat beginnen. Weil mir das Ganze immernoch absurd erscheint. Ist es aber nicht. Deshalb hier ein Bericht über meine neuesten Experimente, meine Migräne in den Griff zu bekommen. Mit Blutegeln nämlich. So, ich räusper mich jetzt nochmal, dann geht es los.

Die letzten zwei Monate hatte ich mal wieder einen Einbruch. Zwanzig Migränetage im Monat. Mehr von diesem Beitrag lesen

Claudia erzählt von ihrer Migräne

Das hier ist der zwölfte Artikel der Serie: Erzähl deine Geschichte.
Mit dieser Serie lade ich andere Migräniker ein, von sich zu erzählen.
Vielen Dank an Claudia, die in diesem Blogpost von ihrer Migräne berichtet. Mehr von diesem Beitrag lesen

Episodische Migräne – Warum sie trotzdem jeden Tag da ist

taeglichEine Amerikanerin mit chronischer Migräne schreibt: „The thing I most wish people understood about migraine is: that it is a neurological disorder that requires daily management and response.“

Tägliches Management. Tägliche Aufmerksamkeit. Stimmt das eigentlich auch für Menschen, die episodische Migräne haben? Man geht ja landläufig davon aus, dass episodische Migräne eben genau das ist: sie tritt nur ab und zu auf, dann gerne mal intensiv, und ansonsten sieht und hört man nichts von ihr. So wie manche Freunde, die man hat.  Mehr von diesem Beitrag lesen

Wie viel Migräne hast du wirklich?

graphDer Satz meiner Neurologin klingt noch immer in meinen Ohren: Die meisten Migräniker untertreiben ihre Migräne.

Das Untertreiben von Migräne kann eine gute Seite haben. Nämlich dann, wenn die persönliche Belastung, also der Grad, zu welchem die Migräne unser Leben beeinträchtigt, sich in einem Spektrum bewegt, das gut zu managen ist. Dann kann man die Migräne in den Hintergrund treten lassen und sein Leben, zumindest in Abschnitten, so leben, wie man es leben sollte: unbeschwert. Mehr von diesem Beitrag lesen

Quick and Dirty: Migräne wegoperieren

werkzeugeSo weit ist es jetzt gekommen: Migräneärzte warnen vor Migräneärzten. Man verstehe mich hier nicht falsch: ich denke, dass das eine gute Sache ist. Zu oft schon habe ich kopfschüttelnd Arztpraxen verlassen und gedacht: kann der nicht mal eine Weiterbildung machen? Ich finde es überaus begrüßenswert, wenn Spezialisten mal Tacheles reden und sich einer Auseinandersetzung stellen. In diesem Fall handelt es sich um Ärzte des Westdeutschen Kopfschmerzzentrums des Uniklinikums Essen, allen voran die Ärzte Diener und Bingel. In der neurologischen Fachzeitschrift Cephalalgia haben diese einen Artikel veröffentlicht mit dem Titel: „Surgical treatment for migraine: Time to fight against the knife.“  Der Titel lässt keinen Zweifel, dass es sich hierbei um eine Kampfansage gegen operative Eingriffe bei Migräne handelt. Mehr von diesem Beitrag lesen

Lucy erzählt von ihrer Migräne

Das hier ist der elfte Artikel der Serie: Erzähl deine Geschichte.
Mit dieser Serie lade ich andere Migräniker ein, von sich zu erzählen.
Vielen Dank an Lucy, die in diesem Blogpost von ihrer Migräne berichtet. Mehr von diesem Beitrag lesen

Ein Besuch im Museum – oder: was passiert, wenn man nicht um Hilfe bittet

Geflügelter SiegIch habe ein Protokoll für den Fall, dass eine schwere Migräne im Anzug ist. So eine Art fünf Punkte Plan. Das Protokoll ist eigentlich einfach und in ungefähr dieser Reihenfolge abzuarbeiten: Ein Sumatriptan einwerfen, Licht, Lärm, Gerüche, Wärme, Menschen und weitere Stressfaktoren eliminieren und, wichtig: hinlegen und idealerweise in eine Art Dämmerzustand verfallen. Und zwar sofort. Es wäre mir natürlich lieber, wenn ich eine Tablette einwerfen könnte und ohne Störung weitermachen mit was immer ich gerade tue. Dann wäre alles einfacher. Denn was macht man, wenn man nicht zuhause ist oder wenn man unterwegs ist? Das kann problematisch werden. So wie letzte Woche.

Ich war in Minneapolis auf einer Konferenz. Den ersten Tag hatte ich ein bisschen Zeit für Sightseeing, also machte ich einen schönen Spaziergang zum Walker Art Center. Ausgeschlafen und nach einem guten Frühstück schlenderte ich durch einen Park, schaute den Enten zu und wanderte dann durch den dem Museum angeschlossenen Skulpturengarten. Mehr von diesem Beitrag lesen

Der (Amine -) Teufel liegt oft im Detail!

Migräne & Histamin Intoleranz

Immer wieder mal passiert es mir: Ich übersehe einen Lebensmitteltrigger und habe die schlimmste Migräne, die man sich vorstellen kann. Der Trigger ist in diesen Fällen nicht ein leckeres Stück Käse oder heimlich genaschte Süßigkeiten. Nein, meistens verbergen sich diese Mega Migräneauslöser in pflanzlichen Mitteln und vermeintlich gesunden und natürlich belassenen Nahrungsergänzungsmitteln (wie schon öfters hier erwähnt, lösen B-Vitamine (6, 12) bei mir sehr schlimme Migräne Anfälle aus).

Vor 3 Tagen habe ich ein pflanzliches Mittel eingenommen, nur wenige Tropfen einer Tinktur, die für meine Familie ganz harmlos war, aber die offenbar etwas beinhaltete, das für mich nicht geeignet ist.

Was soll ich sagen? Nachts bin ich aufgewacht, mit diesem Schlagbohrer im Kopf und der Art Übelkeit, bei der auch keine Cola mehr hilft.

Ich hatte gleich den Verdacht, dass das Triptan, das ich morgens um 5 nahm, nicht helfen würde und ich behielt Recht. Ich erspare uns jetzt die…

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