Das Migräne Projekt

Eine die auszog, ihre Migräne zu besiegen

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Der seltsame Impuls gegen medikamentöse Prophylaxen

AbscheuIch habe einen Antrieb in mir der sagt: nicht aufgeben, unter gar keinen Umständen. Ich bin permanent auf der Suche nach Informationen und besseren Behandlungsmethoden. Ich lese so viele Studien und Bücher über Migräne wie ich kann. Ich muss und ich werde etwas finden, womit ich meine außer Kontrolle geratene Migräne in den Griff bekomme. Irgendwann. Da scheint es vielleicht widersprüchlich, dass ich momentan nicht mehr bereit bin, weitere schulmedizinische Prophylaxen auszuprobieren. Warum eigentlich? Ich kann auf mehrere Jahre Prophylaxe mit Betablockern zurückblicken, daneben viele alternative Versuche mit Vitaminen, Akupunktur und so weiter. Es gibt noch eine Menge mehr medikamentöse Prophylaxen. Nur: Ich möchte sie nicht nehmen. Mehr von diesem Beitrag lesen

Prophylaxe

Prophylaktische Medikamente bei Migräne und ihre Wirkung auf mich kamen mir immer vor wie Achterbahnfahren. Man nimmt sie, obwohl man ein unsicheres Gefühl dabei hat. Dann geht es meist nach oben: hey, das Medikament schlägt an, die Migräne lässt nach in Häufigkeit und/oder Intensität. Dann wird einem flau: Meistens gibt es irgendwelche klaren und unangenehmen Nebenwirkungen. Und irgendwann geht es dann wieder nach unten, meistens relativ schnell nach wenigen Monaten: der Körper passt sich an an die künstlich von aussen zugefügte Chemie, er weiss genau dass das Zeug nicht in den Körper gehört und gleicht das System wieder aus. Und dann ist alles wie gehabt. Und dann sagt der Arzt: Wir müssen die Dosis erhöhen. Nochmal rauf auf die Achterbahn. Das gleiche Spiel von vorne.

Mein letzter Versuch mit Betablockern konnte irgendwann nicht weiter nach oben dosiert werden, denn mein Blutdruck war schließlich weit unter Normal. Dann versuchte ich es mit einem Antidepressiva, das auch zur Migräneprophylaxe eingesetzt wird. War auch nichts, ich fühlte mich wie Jack Nicholsen in „Einer flog über das Kuckucksnest“ – total zugedopt, ich hatte sogar Probleme, mich klar zu artikulieren. Ich sah mich schon, wie mir aus dem Mund ein Speichelfaden herausläuft während ich nuschelnd erzähle: „Es geht mir total gut jetzt, ich habe kaum noch Migräne“. Mehr von diesem Beitrag lesen