Das Migräne Projekt

Eine die auszog, ihre Migräne zu besiegen

B2 als Prophylaxe gegen Migräne – Vitamine richtig einsetzen

b2Einer der preisgünstigen und einfachen Prophylaxen gegen Migräne ist Riboflavin (Vitamin B2). Viele von uns haben es probiert, die meisten, so wie ich, haben es nach einer bestimmten Zeit wieder gelassen. Die Dosierungsempfehlung ist 400mg, was sehr viel ist. Grundsätzlich, so wird versichert, seien wasserlösliche Vitamine wie B2 nebenwirkungsfrei, weil alles, was unser Körper nicht benötigt, mit dem Urin ausgeschieden wird. Ganz so einfach ist es aber dann doch nicht.

Wenn man sich mal umschaut im Netz, dann findet man eine ganze Reihe typischer Reaktionen auf hochdosiertes Riboflavin (B2). Hier sind die wichtigsten Nebenwirkungen:

  • Depressionen
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit, bis hin zu Übelkeit und Erbrechen.
  • Das “crashen” in eine Verschlimmerung nach einer gewissen erfolgreichen Phase.

Der Grund für diese und weitere Symptome liegt darin, dass hohe Dosen Riboflavon (B2) (und das trifft auch für alle anderen Vitamine zu) nicht nur an der Stellschraube Migräne drehen. Vitamine arbeiten immer im Team. Durch das Hochdosieren eines Vitamins kann ein Mangel eines anderen Vitamins oder anderer Moleküle entstehen, was ganze Stoffwechselprozesse ausbremsen kann.

Stoffwechselprozesse benötigen Cofaktoren und Coenzyme, um biochemische Umwandlungen zu bewerkstelligen. Der Gag ist der: je mehr eines Cofaktors zur Verfügung steht, desto schneller läuft auch der Prozess. Je schneller ein biochemischer Prozess läuft, desto schneller sind die daran beteiligten Stoffe erschöpft. Mangelerscheinungen können entstehen und damit widerum Migräne oder andere Nebenwirkungen.

Riboflavin (B2) ist ein besonders wichtiges Vitamin, weil es bei sehr vielen Stoffwechselprozessen benötigt wird. Wenn uns empfohlen wird, 400mg Riboflavin (B2) in uns hineinzukippen, um unsere schlecht funktionierenden Mitochondrien auf Trapp zu bringen, dann sagt uns gemeinhin leider niemand, dass wir aufpassen müssen. Nicht nur die Mitochondrien werden beschleunigt, sondern auch andere Stoffwechelprozesse, an welchen das Vitamin ebenfalls beteiligt ist. Im Falle von Riboflavin (B2) sind das sehr viele und sehr zentrale Prozesse. Zum Beispiel die Methylierung, von der ich schon geschrieben habe, ist neben anderen Stoffen von Riboflavin (B2) abhängig.

Der Grund für Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder sogar Übelkeit, Erbrechen oder andere Symptome kann in diesem Zusammenhang daran liegen, dass z.B. die Methylierung schlagartig angekurbelt wird. Der Körper beginnt zu entgiften. Das kann zu den beschriebenen Effekten führen. Was kann man tun, wenn wir uns nicht gut fühlen, weil unser Körper zu schnell entgiftet? Die Dosis reduzieren und dem Körper nicht so viel auf einmal zumuten. Oder eher besser: Mit kleineren Dosen anfangen und kritisch überprüfen, wie viel Riboflavin (B2) man zur Prophylaxe von Migräne überhaupt braucht. 400mg ist auch nur ein Wert, den sich irgendein Forscher ausgedacht hat. Jeder Mensch ist anders und das bedeutet, dass nicht jeder die gleiche Menge benötigt, um einen therapeutischen Erfolg zu erzielen.

Depression als Reaktion auf hochdosiertes Riboflavin wird in amerikanischen Foren relativ häufig beklagt. Ein Grund könnte sein, dass Riboflavin (B2) in bestimmten Fällen Serotonin reduzieren kann.1 Das tut übrigens auch die natürliche Migräneprophylaxe Mutterkraut. Das muss sich nicht unbedingt zeigen, wenn man stabile Neurotransmitter hat. Aber wir sind auf der Hut, denn wir wissen, dass Depression ein Comorbide Krankheit bei Migränikern ist. Wir erinnern uns: Serotonin reuptake inhibitoren wie z.B. Amitryptilin sind offizielle Migräneprophylaxen (auch wenn die Wirkungsweise nur so ungefähr verstanden wird. Übrigens reduziert Amitriptylin Riboflavin (B2) im Körper. Verkehrte Welt). Andere Stoffe, die auch Serotonin stabilisieren wie Niacin (Vitamin B3), wirken ebenfalls prophylaktisch bei Migräne2: Ein weiterer Hinweis darauf, dass es eine gute Idee ist, den Serotoninspiegel im Körper im Auge zu behalten und zu stützen.

Was also tun, wenn die Welt plötzlich trübe wird und alles keinen rechten Spaß mehr macht? Wer von Riboflavin (B2) schlechte Stimmung bekommt, sollte dieses sofort reduzieren und, wie vorher bereits beschrieben, durch langsames Anheben von einer geringen Dosis aus vorsichtig erproben, wie viel Riboflavin (B2) im individuellen Einzelfall wirklich für einen therapeutischen Effekt benötigt wird. Generall gilt, dass eigentlich niemals nur ein Vitamin allein erhöht werden sollte. Besonders bei Depressionen sollte man die anderen Vitamine ebenfalls ergänzen. Besondere Beachtung verdienen dabei die Methylierungsvitamine Folat (B9) und Cobalamin (B12), die aber nicht von allen Menschen vertragen werden und sogar Depressionen auslösen können. Am einfachsten kann man sich hier selbst helfen, indem man Riboflavin mit Niacin (B3) (welches Serotonin unmittebar erhöht) und Thiamin (B1) ergänzt.

Was ich selbst schon erlebt habe ist der Effekt, dass Riboflavin (B2) einige Monate gut hilft. Dann plötzlich entsteht der Eindruck, dass die Migräne mehr wird und sich noch andere Symptome dazugesellen. Instinktiv hört man auf, Riboflavin (B2) zu nehmen, ohne genau zu wissen, was da passiert ist. Die Antwort ist allerhöchstwahrscheinlich: Die einzelnen Elemente des Stoffwechsels sind aus dem Gleichgewicht geraten und Prozesse, die vorher tadellos funktioniert haben, tun das nun plötzlich nur noch eingeschränkt. Was sich wo zu unseren Ungunsten verschoben hat, kann tausend Gründe haben. Zum Beispiel erhöht Riboflavin den Neurotransmitter Dopamin, welcher bei manchen Menschen zu Migräne führen kann. Hohe Dopaminspiegel senken übrigens irgendwann auch Serotonin. Also ein Doppelwhammy wenn man eine Serotonin-Depressionen hat.

Das Problem kann auch an einem “einfachen” Ungleichgewicht unter den Vitaminen liegen. Man kann da gegensteuern, indem man zusätzlich zum Riboflavin (B2) ein Multivitamin nimmt und damit vorbeugt – wenn man die für viele Migräniker problematischen Vitamine Pyridoxin (B6), Folat (B9) und Cobalamin (B12) verträgt.  Man kann aber auch dezidierter vorgehen. Ich zum Beispiel habe herausgefunden, dass hohe Dosen an Riboflavin (B2) bei mir zu einem Mangel an Thiamin (B1) geführt hat. Das ist bei mir sicher noch dadurch verstärkt, dass sich Thiamin (B1) durch mein gestörtes CBS Enzym schneller verbraucht. Thiamin (B1) wird übrigens auch durch Kaffee und Tee aufgebraucht. In einem medizinischen Artikel habe ich einem Bericht über die erfolgreiche Behandlung chronischer Migräne mit Thiamin (B1) gefunden.Tiefergehende Forschungen zu diesem Thema können wir sicherlich nicht erwarten, da Forschungen Geld kosten und ein einfaches Vitamin keine Gewinne einfahren wird. Also müssen wir uns selbst helfen, wenn wir herausbekommen wollen, ob Hinweise dieser Art zielführend sind.

Um es richtig zu machen, müsste jeder Migränepatient, bevor er eine Behandlung mit Vitamin B2 beginnt, eine Untersuchung machen und checken, wie es mit den anderen Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren bestellt ist. Solche Tests gibt es und ich empfehle, sie zusammen mit einem Arzt durchführen zu lassen. So kann man ableiten, in welchen Mengen substituiert werden sollte, um das Gesamtsystem nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen. Wer das nicht kann oder beim Arzt oder der Krankenkasse auf Unverständnis stößt, das geht wahrscheinlich nicht wenigen Migränikern so, muss sich mit Achtsamkeit und Selbstbeobachtung weiterhelfen.4

Vorsichtige Selbstbeobachtung gilt meiner persönlichen Meinung nach auch für Riboflavin (B2). Nur weil die Designer der Studien, die es gibt, den Wert 400mg definiert haben, bedeutet das noch lange nicht, dass das im Einzelfall der ideale Wert ist. Gerade der von mir beschriebene Effekt des crashens tritt nicht sofort auf und nicht unbedingt schon nach drei Monaten, die übliche Dauer solcher Studien.

Besser wäre es meiner Ansicht nach, bei normalen Mengen wie 25 oder 50 mg anzufangen, dann zu beobachten wie man darauf reagiert und nach Bedarf langsam zu erhöhen. Wenn man die Vitamine Thiamin (B1), Riboflavin (B2) und Niacin (B3) (und im Idealfall auch noch die anderen B’s) im Auge behält und die Dosen vorsichtig steigert, dann kann man durch einen langsamen Erfahrungsprozess gehen, in welchem man lernt, wie der eigene Körper auf die Vitamine und ihre Kombinationen reagiert. Bei mir selbst habe ich nun seit längerer Zeit Erfolge mit höheren Gaben (100mg) Thiamin (B1). Es hat ewig gedauert, bis ich da drauf gekommen bin.

Alles klar? Zusammengefasst halt ich es für eine gute Idee, von Anfang an Thiamin (B1), Riboflavin (B2) und Niacin (B3) zusammen zu nehmen. Entgegen der Studien, die mit hohen Dosen Riboflavin (B2) allein arbeiten, empfehle ich besser langsam einzusteigen, sich und seinen Körper kennenzulernen und selbst herauszubekommen, wo die therapeutischen Dosen liegen. Das bedeutet nicht, dass alle Vitamine immer im gleichen Verhältnis erhöht werden müssen. Manchmal reicht es, zwei von den drei Vitaminen auf einer niedrigeren Dosis mitlaufen zu lassen. Das kann zum Beispiel so aussehen: erhöhte Dosen von Riboflavin (B2) zusammen mit den empfohlenen Standard-Dosen von Thiamin (B1) und Niacin (B3). Bei mir persönlich sieht das im Moment so aus: Höhere Dosen von Thiamin (B1) zusammen mit niedrigen Dosen Riboflavin (B2) und mittelhohen Dosen Niacin (B3).

Viele Studien kranken daran, dass sie versuchen, alle Migräniker über einen Kamm zu scheren und eine Lösung und eine Dosis für alle zu finden. Ich denke, dass dieser Ansatz gerade im Fall von Migräne nicht zielführend ist. Jeder Mensch tickt anders. Jede Migräne tickt anders.

 

FUßNOTEN

1 Das klingt erst mal widersinnig, da immer wieder betont wird, dass Riboflavin (B2) die Methylierung ankurbelt, welche ja schließlich dafür sorgt, dass Neurotransmitter zur Verfügung stehen. Aber, wie schon betont, Stoffwechselprozesse sind komplex. Zwei Erklärungen kann es geben, warum Riboflavin (B2) Serotonin verringern könnte:
Eins: In seinem Buch „Nutrient Power“ berichtet Dr. William Walsh aus der Psychiatrischen Praxis, dass es bei Depressionen zwei verschiedenen Subtypen gibt. Solche, deren Depressionen sich durch mehr Methylgruppen aus Folaten (B9) (die durch Riboflavin unterstützt werden) verringern, und solche, deren Depressionen sich durch mehr Methylgruppen aus Folaten (B9) verstärken.
Zwei: In dem Artikel „The role of Riboflavin in Monoamine Oxidase activity“ wird auf die Möglichkeit hingewiesen, dass hohe Mengen Riboflavin (B2) das MAO Enzym beschleunigen und damit Serotonin schneller verbrauchen können.

2 The treatment of migraines and tension-type headaches with intravenous and oral niacin (nicotinic acid): systematic review of the literature. Link.

3 The role of Riboflavin in Monoamine Oxidase activity. Link.

4 Das Messen realistischer Werte bei Vitaminen ist schwer, nur um das mal am Rande zu erwähnen. Bei zum Beispiel Cobalamin (B12) wird oft der Gehalt im Blut gemessen, was leider gar nichts darüber aussagt, wie viel Cobalamin (B12) tatsächlich in der Zelle angekommen ist.

 

Michaela erzählt von ihrer Migräne

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